Der Erste Weltkrieg in Northeim – Kriegsende 1918. Und dann?

VOM 18. NOVEMBER 2018 BIS 15. DEZEMBER 2019


Anlässlich des Endes des Ersten Weltkriegs vor 100 Jahren, am 11. November 1918, wurde am Volkstrauertag, dem 18.11.2018, im Heimatmuseum Northeim die Ausstellung „Der Erste Weltkrieg in Northeim – Kriegsende 1918. Und dann?“ eröffnet.
Die Ausstellung stellt verschiedene Themenschwerpunkte dar. Den Beginn macht eine Einführung zum Kriegsbeginn sowie dem Kriegsverlauf bis zum Kriegsende in Northeim, welche der ehemalige Stadtarchivar Ekkehard Just zusammengestellt hat. In diesem Raumbereich gibt es außerdem Vitrinen, die sich mit Kriegsliteratur und  Nachkriegsliteratur und der darin abgedruckten Verarbeitung des Krieges beschäftigen. In einer Ecke dieses Bereiches werden auch moderne Comics, die den Ersten Weltkrieg zum Thema haben, gezeigt. Diese Comics wurden in verschiedenen kriegsteilnehmenden Staaten veröffentlicht. In den Comics werden durch handelnde Personen die menschlichen und mentalen Kriegsgeschehnisse bildhaft dargestellt und verarbeitet. An einer Aktiv-Station können sowohl diese Comics als auch monatliche Zeitungsberichte der Lokalzeitung des Jahres 1918 an einem TV-Touchscreen betrachtet und durchgeblättert werden. 

In der folgenden Sektion taucht der Besucher sozusagen in die Lebensumstände der Frontsoldaten an der Westfront ein. Durch den Nachbau eines Schützengrabenteils, von welchem aus originale Schlachtfeldszenen, welche durch einen Beamer an die Wand geworfen werden, zu sehen sind, gelangt man in eine Schlachtfeldinstallation inklusive Panzerattrappe. Trümmer, Granatsplitter, Waffen und andere Gegenstände, zum Teil Originalfunde, sind im Schlachtfeld verteilt und müssen durch den Betrachter gesucht werden. Hier sollen, soweit dies möglich ist, gefühlsmäßig die Schrecken des Krieges sichtbar werden. 

Folgt man dem vorgezeichneten Weg, gelangt der Besucher zu einer Vitrine mit einer knappen Beschreibung des militärischen Sanitätswesens. Zu sehen sind Leihgaben des Deutschen Militärhistorischen Museums Ingolstadt. Untermalt wird dieser Bereich durch eine großformatige Beamerprojektion mit Gefallenen- und Verwundetenbildern.

Im Folgenden zeigt eine Anzahl aufwendig gebauter Dioramen sozusagen statisch eingefangene Szenen im Zusammenhang des Krieges. 

Gegenüber der letzen Vitrine mit Diorahmen kann der Besucher sich eine schwere Metallpanzerung anlegen, wie sie zum Schutz der Soldaten, beispielsweise von Maschinengewehrschützen, verwendet wurde. Erläuternde Originalfotos sollen die Verwendung dieses schweren, metallenen Schutzes bildhaft erläutern.

Der folgende Teil der Ausstellung, wieder von Ekkehard Just, behandelt die Zeit nach dem Ende des Ersten Weltkriegs in Northeim: Novemberrevolution, Arbeiterbewegung, Bürgerbewegung und Nachkriegsstimmung sowie die sogenannte „Hermannsschlacht“.

Zum Schluss werden drei Einzelschicksale Northeimer Kriegsteilnehmer und das Gefallenengedenken in Northeim dargestellt. Besonders interessant ist hier die Entstehung und bildliche Darstellung des Gedenkbildes in der Hieronymus-Kapelle der St. Sixti Kirche, welches durch den Maler Georg Hering angefertigt wurde. 

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