Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International (CC BY-NC-ND 4.0)
Rechteinhaber: Schützengesellschaft der Stadt Duderstadt
Schützenbrunnen
Allgemein
- Kategorie:
- Ethnologie
Kunsthandwerk
- UrheberIn/BeteiligteR:
- Rudi Pabel
Karl Caspar KG (Nöttingen)
- Datierung:
- 1997
- Material / Technik:
- Bronze, Stein; Bronzeguss, Maurerarbeiten
- Maße / Umfang:
- Mittelteil: 250 hoch, 170 breit; Beckeneinfassung: 600 x 800; 20-50 hoch (Maße in cm)
Inhalt
- Beschreibung:
- Der in der Duderstädter Marktstraße 1997 errichtete Schützenbrunnen ist ein Geschenk der Duderstädter Schützengesellschaft an die Stadt Duderstadt. Den künstlerischen Entwurf lieferte 1996 der Bildhauer Rudi Pabel (Kaiserslautern) als Überarbeitung eines ursprünglichen Entwurfs durch Gernot Rumpf (Darmstadt). Den Guss der Bronzeskulpturen übernahm die Karl Caspar KG, Nöttingen. Die einzelnen, motivisch dem Schützen- und Jagdwesen zugehörigen Bronzeskulpturen verteilen sich im Wasserbecken sowie auf der mit indischem Granit belegten Brunneneinfassung (6 x 8 m, H. 20 bis 50 cm), deren ovale Anlage Bezug auf die Form des Duderstädter Stadtgrundrisses nimmt. Aus der Mitte des Beckens erhebt sich ein monumentales, überlebensgroßes Mittelteil (H. 2.50 m), bestehend aus dem Schützenvogel der Duderstädter Schützengesellschaft mit Krone, Zepter und Stadtwappen (nach Westen) und den Fragmenten einer historischen sowie einer modernen Schießscheibe (nach Osten), die mit Ringen in Schwarz, Weiß, Gelb, Blau und Rot farbliche Akzente setzt. Auf dem oberen Scheibensegment sitzt ein als Adler oder Papagei zu deutender Vogel. Ein im Brunnenbecken laufender Keiler symbolisiert die Verbindung von Jagd- und Schützenwesen. Auf der westlichen Seite der Brunnenellipse, in Blickrichtung zum Duderstädter Rathaus, verkörpern zwei sitzende Löwen die Wappentiere des Duderstädter Stadtwappens. Eine Armbrust auf dem östlichen Brunnenrand richtet einen Wasserstrahl auf die Mittelgruppe des Brunnens. Der Armbrustsockel (H. 0,97 m) ist als bogenförmige, zum Becken hin reliefierte Platte gestaltet. Dargestellt sind figurenreiche historische Stadtszenen. Oben agieren vor einer Architekturkulisse mit Rathaus, Cyriakuskirche, Westerturm und Duderstädter Hausfassaden verschiedene Personengruppen, darunter eine Schützenformation mit Hauptmann. Darunter, durch Stege von der obigen Stadtszene und mittig durch ein Stadttor abgeteilt, bewegen sich Armbrustschützen (rechts) und Feuerschützen (links) in detailreicher Schilderung. Am unteren Abschluss des Sockels fungieren Büsten als Stützfiguren:links der "Anreischke" (Duderstädter Wahrzeichenfigur), rechts ein Bürger mit Federhut. Die um den Sockelrand gelegte Inschrift nennt zwischen den Ersterwähnungsdaten von Stadt und Schützengesellschaft das Motto des Brunnens: "929 - STADT UND SCHÜTZEN FEST VERBUNDEN - EIN EWIG STARKES BAND - 1302." Übrige Inschriften des Brunnens lauten: "SCHÜTZENBRUNNEN / EINE SchießprämieENDE DUDERSTÄDTER SCHÜTZENFREUNDE / BILDHAUER R. PABEL" (am Armbrustständer nach Osten) und "SCHÜTZENGESELLSCHAFT DER STADT DUDERSTADT - 750 JAHRE STADTRECHTE - 1997" (am Mittelteil nach Westen).
Literatur:
Hauff, Maria u.a.: Stadt und Schützen fest verbunden . . ., 700 Jahre Schützen in Duderstadt 1302-2002; Hrsg.: Schützengesellschaft d. Stadt Duderstadt; Duderstadt 2001, S. 303 ff
- Schlagwort:
- Schützenwesen
Stiftung
Weitere Informationen
Administrative Daten
- Link zur Seite:
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- Lizenz der Digitalisate:
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