Namensnennung - Nicht-kommerziell - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International (CC BY-NC-SA 4.0)
Rechteinhaber: Herzog Anton Ulrich-Museum Braunschweig
Radschlossbüchse
Allgemein
- Kategorie:
- Waffen und Rüstungen
- Datierung:
- um 1600
- Entstehungsort:
- Norddeutschland ?
- Material / Technik:
- Nussbaumholz, graviertes Perlmutter, graviertes Bein, geätztes Messing
- Maße / Umfang:
- Höhe 18 cm, Länge 120 cm
Inhalt
- Beschreibung:
- Ihrer Funktion als Jagdwaffe entsprechend, ist die Radschlossbüchse am Nussbaumschaft mit aufwendig gearbeiteten Bein- und Perlmuttereinlagen geschmückt, die Jagdszenen wiedergeben. Die Visiereinrichtung war auf drei Meter Entfernung einzustellen. Gegenüber dem zuvor gebräuchlichen Luntenschlossgewehr bedeutete das Radschlossgewehr eine erhebliche Verbesserung. Beim Abzug reibt sich das durch eine Feder angetriebene Rad an dem zwischen den Backen des Hahns liegenden Schwefelkies. Die dadurch entstehenden Funken fallen in eine Pfanne und entzünden das darin enthaltene Pulver. Meist wird die Erfindung des Radschlosses dem in Nürnberg ansässigen Johann Kiefuß (Kühfuß) zugesprochen und auf das Jahr 1517 datiert, aber auch Leonardo da Vinci wurde für diese Neuerung verantwortlich gemacht. Wegen seiner einfacheren Bedienung und den niedrigeren Herstellungskosten wurde jedoch weiterhin das Luntenschlossgewehr bevorzugt. Das Radschloss fand vornehmlich in Pistolen und, wie hier, in Jagdgewehren Verwendung.
Literatur:
Ausst.-Kat. Weltenharmonie. Die Kunstkammer und die Ordnung des Wissens, Herzog Anton Ulrich-Museum Braunschweig 2000, S. 271, Kat.-Nr. 329.
- Schlagwort:
- Schusswaffe
Waffen
Weitere Informationen
Administrative Daten
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