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Rechteinhaber: Herzog Anton Ulrich-Museum Braunschweig
Dame und Knabe essen Litschis
Allgemein
- Kategorie:
- Malerei
- UrheberIn/BeteiligteR:
- Unbekannt
- Datierung:
- Qing - Zeit (1644-1911), 1. Hälfte 17. Jahrhundert
- Entstehungsort:
- China
- Material / Technik:
- Tusche und Farben auf Papier, auf Leinwand kaschiert, auf Holzrahmen gespannt, Rand mit rotem Papierstreifen umklebt
- Maße / Umfang:
- Höhe 144,6 cm, Breite 90,2 cm
Inhalt
- Beschreibung:
- Die großformatige Darstellung zeigt eine auf einem durchlöcherten Zierstein sitzende Dame beim Schälen von Litschis, die in einer Schale auf dem Tisch vor ihr liegen. Hinter dem Tisch befindet sich ein kleiner, runder Knabe, der auf einem Hocker steht und sich eine Frucht in den Mund schiebt. Er ist bis auf einen kleinen Haarknoten am Oberkopf kahlgeschoren. Die zierliche, junge Frau entspricht dem beliebten Typus der Palastdamen: Sie hat eine üppig hochgetürmte und geschmückte Frisur und ein zartes Gesicht mit fein geschlitzten Augen und einem winzigen Mund. Sie trägt ein langes Gewand und verschiedene Schmuckteile. Die Malerei auf Papier wurde in China in der traditionellen Technik angefertigt, d. h. die Umrisse und die Binnenzeichnung sind in Tusche angelegt, der Farbauftrag ist flächig und ohne Schattierungen. Das Papier wurde - möglicherweise bereits in China - auf Leinwand aufgeklebt, denn derartige chinesische Malereien wurden im 17. und 18. Jahrhundert nach Europa importiert, wo sie in Schlössern und Kunstsammlungen als "Tapetenbilder" hoch geschätzt wurden.
Literatur:
Eva Ströber, Ostasiatika, Sammlungskataloge des Herzog Anton Ulrich-Museums Bd. X, Braunschweig 2002, S. 130f., Kat.-Nr. 205
- Schlagwort:
- Malerei
Ostasiatika