Namensnennung - Nicht-kommerziell - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International (CC BY-NC-SA 4.0)
Rechteinhaber: Herzog Anton Ulrich-Museum Braunschweig
Altartafel mit Passionsszenen
Allgemein
- Kategorie:
- Malerei
- Datierung:
- um 1420
- Entstehungsort:
- Niederrhein oder Köln
- Material / Technik:
- Eichenholz, polychrome Fassung mit Goldgrund
- Maße / Umfang:
- Höhe 24,9, Breite 71,4 cm
Inhalt
- Beschreibung:
- Auf der querrechteckigen Tafel sind fünf Szenen der Passion Christi nebeneinander angeordnet. Die durch das rechteckig gefasste Mittelfeld hervorgehobene Kreuzigung ist zu beiden Seiten von je zwei Szenen unter verzierten Spitzbogenarkaden flankiert: Links erscheinen die Dornenkrönung und die Kreuztragung, rechts die Grablegung und die Auferstehung. Von den einheitlich vor einem Goldgrund dargestellten Szenen ist, der Handlung entsprechend, nur bei der Dornenkrönung ein Innenraum angedeutet, die übrigen Szenen finden auf einem mit Blumen besetzten Rasen statt. Das lichte Kolorit und die zarte Formgestaltung mit weich fließenden Gewändern weisen die Tafel als Werk der sogenannten Internationalen Gotik aus, entstanden um 1420. Typisch für die Zeit sind auch räumliche Unstimmigkeiten in den Szenen, wie etwa der Nimbus des zu Grabe gelegten Christus, der die Säule der rahmenden Arkade überschneidet. Aufgrund des Passions-Themas und ihres langgestreckten Formates erscheint es möglich, dass die Tafel ursprünglich als Predella, als Unterbau eines Altarretabels, gedient hat.
Literatur:
Die Mittelalter-Abteilung des Herzog Anton Ulrich-Museums im Knappensaal der Burg Dankwarderode, bearb. von Regine Marth, Braunschweig 1997, S. 44f. Jochen Luckhardt in: Jochen Luckhardt (Hrsg.), Herzog Anton Ulrich-Museum. Kurzführer, Braunschweig 1991, S. 92. Alfred Stange, Deutsche Malerei der Gotik, Bd. 3, Nendeln/Liechtenstein 1969, S. 118.
- Schlagwort:
- Gemälde
Predella
Weitere Informationen
Administrative Daten
- Link zur Seite:
- https://ku-ni.de/isil_DE-MUS-026819_opal_herzanulm_kunshe_GG7