Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International (CC BY-NC-ND 4.0)
Rechteinhaber: Städtisches Museum Braunschweig
Das weiße Roß
Allgemein
- Kategorie:
- Malerei
- Datierung:
- 1675 (?) (Vermutung lt. Inschrift)
- Entstehungsort:
- Deutschland
- Material / Technik:
- Ölfarbe
Leinwand
Ölmalerei
- Maße / Umfang:
- Höhe: 97,1 cm
Höhe: 106 cm (Rahmen)
Breite: 63,7 cm
Breite: 72,9 cm (Rahmen)
Inhalt
- Beschreibung:
- Hochrechteckige Allegorie auf die Teilung der Länder Heinrich des Löwen im Jahr 1180: In der Mitte das weiße Ross in seiner Doppelbedeutung der Person Heinrichs des Löwen und seiner Besitzungen, die nach seinem Sturz an 16 Länder kamen. Hinter den seitlich angeordneten Wappen dieser Länder Raubtiere mit den Teilen des Rosses. Dabei Spruchbänder mit Versen, die sich auf die Anteile beziehen. Zu Füßen des Rosses über einem Kardinalshut eine Kröte. (Städtisches Museum Braunschweig)
Aufkleber/Etikett:
Rückseite Keilrahmen oben Klebezettel mit blauem Linienrand: "unbekannt / das weisse Ross / Kt. Nr. 642" (roter Kuli)
Aufschrift:
"Heinrich der Löw. // ich heiß und bin daß weisse Roß, // welches manchen geben hat verdruß. // Ich bin ein kleines thier und habe viel Gifft bey mir. // Betracht was hier Vermag und Kann, // des Kaysers Acht und des Pabstes bann // was Schaden bringet Hoffart und Haß, // Das lerne man hier am weissen Roß, // und wie das unbeständge Glück // bald läst erscheinen seine Tück // Was auch thut schaden böser Rath // Solches alles man hier für augen hat, // Und wann sichs zu Einfall thut schicken // das jeder man sich thut anschiken // Reißet Einer dort, der andre hie, // Das hat den Roß gemacht große mühe // Drum es ein jeder betrachte fein // und laß es Ihm ein Spiegel sein. // 1675" (In weiß und Schwarz seitlich und unter dem zentralen Ross sowie in der Kartusche)
Aufschrift:
"Aspice Condentis misere discerpta Capilli // Membra, Peies Leo quo Henricus sehcibus ausis // 1108 // Usus quicquid Rheno in terri [...] aque rapari // Albi, possedit, sed perdedit omna superbos" (in Schwarz auf weißem Schriftband, oben)
Aufschrift:
"Da diß Roß in unglük verdorb // durch Gnade ich die Chur erwarb" (dazu das sächsische Wappen). "[...] rechter gebordt // Braunschweig und Lüneburg // mir gehört" (dazu das braunschweigische Wappen). "[...] nahm ich von den // Theil mein // und laß mir gat ein // Ding sein" (dazu das bayerische Wappen). "Zur Agnaten der Tochter // zart // mit der Pfaltz Ich beleh- // net ward" (dazu das pfälzische Wappen). "[...] drumb bring Ich // Holstein dervon" (dazu das holsteinische Wappen). "Sangerhausen auch nur // gehütt // Sie weils so zugeht in der // Welt" (dazu das Sangerhausener Wappen). "[...] daß eins ins andre // geht // bewahr ich [...]" (dazu ein unbekanntes Wappen). "[...] landes Pferdes ein ge- // stössen // Ist doch sein orden // [...] (dazu unbekanntes Wappen: schwarzer Adler auf weißem Grund). "Lübeck war das [...] // drumb es sich [...] // heil geben" (dazu das Lübecker Wappen). "[...] die wie harfinden, // begrin uns das Stifft // Minden" (dazu das Wappen des Hochstifts Minden). "Zur Geistlichen Iuris // diction // ist Hildesheim gezieret // schon" (dazu das Hildesheimer Wappen). "Magdeburg und [...] // Halberstadt // haben von mir [...] // und so" (dazu das Magdeburger Wappen). "Verden und dar neben // Bremen // Düeß [...] meins // nicht schämen" (dazu das Wappen von Bremen und Verden). "[...]" (dazu unbekanntes Wappen: rotes Kreuz auf weißem Grund). "Engern und Westphfalen // [...] // Cöln [...]" (dazu das Wappen des Erzstiftes Köln). "Maintz [...] // welches ist versetzt umb ge- // ringes geldt." (dazu das Mainzer Wappen). (in Schwarz auf den weißen Beschriftungsbändern an den Seiten (von links oben nach rechts oben).)
Beschrieben in:
Gemäldeverzeichnis G. Nr. 13; Miszelle 1972/14 (Spies, mit sw-Abb.); Heusinger 2005, S. 177; Nauhaus 2009, S. 38, Abb. 10 (sw). Eine genaue Beschreibung des Gemäldes - oder eines sehr ähnlichen - bei Rethmeier, Braunschweigisch-Lüneburgische Chronik, Bd. 1, Teil 3, S. 352; ebenso erwähnt Johann Adolfis, gen. Moconus eine solche Tafel in Riddagshausen 1582.
Veröffentlicht in:
J. M. Nauhaus, „Die Gemäldesammlung des Städtischen Museums Braunschweig : vollständiges Bestandsverzeichnis und Verlustdokumentation. Die Gemäldesammlung // Städtisches Museum Braunschweig“. Olms, Hildesheim [u.a.], 2009. (S. 645, Nr. 1928.)
- Schlagwort:
- Gemälde
Malerei
Malerei > Gemälde
Braunschweig
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