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Porträt HA (1856)

Bibliografische Daten

fullscreen: Porträt HA (1856)

Allgemein

Kategorie:
Grafik
UrheberIn/BeteiligteR:
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Datierung:
1872 (Veröffentlichung der Reproduktion in der "Gartenlaube")
Entstehungsort:
Berlin
Leipzig
Material / Technik:
Pappe
Kohle
Holzstich
Maße / Umfang:
Höhe: 275 mm (Blatt)
Breite: 213 mm (Blatt)

Inhalt

Beschreibung:
Holzstich der Brüder Adolf und August Neumann nach der Kohlezeichnung Hermann Brückes (1856) zur Illustration des Artikels "Ein Besuch bei Hermann Allmers" von Heinrich Barkow in der "Gartenlaube" 1872. Das "im Jahre 1856 von Hermann Brücke in Berlin gezeichnete[...] Portrait Allmers’ [...], welches das geistige und gemüthliche Wesen des Dichters treu zur Anschauung bringt [, ist n]ach einer Photographie dieses Portraits [... als] nebenstehende Abbildung gefertigt." (Barkow 1872, S. 208) Bildnis HA das zu lebzeiten bekannteste Porträt (Steimer 2010, S. 667).
Artikel mit Beschreibungen von Allmers' Gesinnung und der Einrichtung des Hauses in Rechtenfleth (Arbeitszimmer Allmers' z. B. "ein kleines, gemüthliches, helles Zimmer, einfach, bequem und sinnig ausgestattet. Rings an den Wänden reihen sich schönwissenschaftliche, cultur- und naturgeschichtliche Werke in guter Ordnung aneinander, von einem erhabenen Platze schaut Schiller’s Büste auf den Schreibtisch, der vorn durch überhängende Zweige von Palmen und anderen Blattpflanzen umsäumt und mit Lebensluft angehaucht wird" [Barkow 1872, S. 208]; andere Räume "so reich an Alterthümern und Kunstschätzen aller Art [...], daß man in ihnen cursorisch Kunst- und Culturgeschichte studiren kann." [ebd])
HA erzürnt über Artikel wegen mangelnder Zustimmung zur Veröffentlichung seinerseits und einiger Fehler in der Darstellung des Autors (H. v. Dörnberg beispielsweise als "G. v. Dörnberg" bezeichnet; Otto Knille als Kontraktion von OK und Arthur Fitger - "Das schönste Bild, 'Die Landung der Römer an der Weser', ist von Otto Fitscher (dem Schöpfer des berühmten Oelgemäldes 'Barbarossas Erwachen') gemalt […]." [ebd.])
Die Bitte HA, den Artikel nicht zu veröffentlichen, lehnte Barkow im Vorfeld der Veröffentlichung in einem Brief vom 4.3.1872 an HA ab: "Wenn ich nun Ihren Wunsch, die Veröffentlichung meines Aufsatzes über Sie in der Gartenlaube womöglich noch zu verhindern, nicht erfülle, so bitte ich Sie, mein lieber väterlicher Freund, mich nicht zu verkennen oder übel zu deuten. Nach der Einrichtung in der Druckerei der Gartenlaube – die 4 Wochen Zeit für jede Nummer beansprucht – läßt sich das Geschehene nicht mehr ungeschehen machen. Sodann aber können Sie versichert sein, daß ich ohne ruhmrednerische Kritik Ihrer werthen Person hauptsächlich eine objective Darstellung Ihrer Rechtenflether häuslichen Kunst- und Kulturstätte, bezüglich Werkstatt, biete und mehr historisch als kritisch Ihrer Werke erwähne. Ihre Freunde werden sich voraussichtlich nur darüber freuen, das Echo eines deutschen Gemüths und redlichen Kulturstrebens zu vernehmen, wie es aus dem Herzen eines einfachen, für das Gute, Wahre und Schöne nicht unempfänglichen deutschen Jünglings wiederklingt. Ihre literarischen Gegner aber – sollten Sie wirklich dergleichen Barbaren haben? – mögen im Gefühl ihrer eigenen Schwäche Ihres Herzens und Ihres 'Geistes einen Hauch verspüren' und zu Aller Nutz und Frommen in sich gehen. Eine Ihnen und Ihren Werken schädli-|che Kritik irgend einer literarischen Clique, glaube ich, wird mein schlichter Aufsatz nicht hervorrufen. Aus allen diesen Gründen wollen Sie mir gütigst verzeihen, daß ich Ihren Wünschen in dieser Beziehung nicht nachkomme." (Barkow an HA, 4.3.1872)
In einem Brief an OK bekundet HA seine Unzufriedenheit über den Artikel: "Den Herzensstoß hatte ich bereits weg als Du mir das verhängnißvolle Gartenlaubenblatt| übersandtest. Glaube nur um Gottes willen nicht, ich wäre mit meiner Zustimmung darin verarbeitet. Das ist nun schon das dritte Mal, daß ein gänzlich Unberufener mich öffentlich ausstellt. [...] Und er war so nett, so liebenswürdig der Leutenant Barkow und hat mir nun das angethan. Das Bild ist am ganzen Artikel noch das Beste. Willst Du aber nicht Verwahrung gegen den 'Otto Fitscher' einlegen, dem die Römerlandung zugeschrieben wird oder soll ichs thun?" (HA an OK, 3.5.1872)
An Arthur Fitger schrieb HA: "Denke Dir welch einen Herzensstoß ich bei meiner Heimkehr gleich erfahren sollte, mir versetzt durch Herrn Barkow bei dem weder inniges Bitten noch energisches Protestiren geholfen hat. Ein Brief von ihm lag auf dem Tische u meldet daß Alles zu spät sei. Schon in nächster Woche liege ich in der edlen Gartenlaube abgebildet ud beschrieben auf allen Biertischen herum ud muß in ohnmächtiger Wuth die Leute darüber reden u schnoddern lassen so Viel sie wollen. [...] Dein in ohnmächtiger Wuth kreischender übrigens ganz fideler in Holz geschnittener H Allmers." (HA an AF, 21.3.1872)
Fitger pflichtet HA in seiner Antwort bei: "Der Gartenlauben-Artikel ist miserabel, das ist mehr als Du durch leichtsinnige Freundlichkeit verschuldet hast, aber sei auf ein ander Mal vorsichtiger, springe nicht den Leuten zu früh mit Portwein und Electradedicationen unter die Augen; das verträgt der Zehnte nicht und ehe Du Dich’s versiehst, hast Du die Fabel des Eremiten und des Bären." (AF an HA, 31.3.1872)
Die Reproduktion des Allmers-Porträts, die zum Artikel erschien, wird von HA und seinen Freunden als das einzig Gelungene am Artikel angesehen - in einem Brief an Arthur Fitger fragt HA: "N. S. Schwartz der unermüdliche hat sich von Keil mein Gartenlaubenconterfei gekauft u will partout den Rest meiner Schlendertage damit ausstaffiren, was mir gar nicht sehr recht ist aber er dringt sehr. Dich nun haben wir gewählt die Frage zu entscheiden. Findest Du’s nicht unpassend – so mags sein. Nur protestire ich aufs Entschiedenste, daß es in Exemplare kommt die in Oldenburg u Bremen verkauft werden." (HA an AF, 26.2.1873) - in diesem Zusammenhang Nachdrucke ohne Text (6.4.176a/b) in Sammlung und Nachlass HA gelangt.
Stich auch abgebildet in der Allmers-Biographie von Theodor Siebs
(T. Mahler 05/2024)

Gravur:
"AM" (Signatur Adolf Neumann u. li.) "A.NEUMANN.X.A" (August Neumann, xylographisches Atelier, u. re.) (Signaturen der Hersteller der Reproduktion innerhalb der Darstellung)

Aufdruck:
"Hermann Allmers." u. mittig (bezeichnende Bildunterschrift)

Aufschrift:
"1856" u. re. "NHA 3.1.2.1 a) (Kleinformate)/ Neumann, A." verso o. mittig (bezeichnender Vermerk in Blei)

Veröffentlicht in:
Barkow, Heinrich: Ein Besuch bei Hermann Allmers, in: Die Gartenlaube. Illustrirtes Familienblatt (13), Leipzig (1872), S. 207-209.

Literatur in Zusammenhang:
H. Allmers und H. G. Steimer, „Briefwechsel mit bremischen Freunden“, Briefwechsel, Bd. 1. Ed. Temmen, Bremen, 2010. (Brief 129, S. 355f. (an Arthur Fitger) Brief 131, S. 358f. (von Arthur Fitger) Brief 135, S. 369-372 (an Arthur Fitger))

Literatur in Zusammenhang:
H. Allmers, H. G. Steimer, und A. Behne, „Briefwechsel mit Freunden in der Ferne 1855-1879“, Briefwechsel, Bd. 3, Teilband 1. Edition Temmen, Bremen, 2017. (Brief 201, S. 530-533 (von Heinrich Barkow) Brief 203, S. 536-539 (an Otto Knille))

Veröffentlicht in:
T. Siebs, R. Wiebalck, H. E. Hansen, und G. Schlechtriem, „Hermann Allmers Sein Leben und Dichten“, Sonderveröffentlichungen der Männer vom Morgenstern, Bd. Bd. 10. Männer vom Morgenstern, Bremerhaven, 1982. (Abbildung mit der Bildunterschrift: "Hermann Allmers 1856/ Während eines mehrwöchigen Aufenthalts in Berlin im ersten Quartal 1856 wurde der 35jährige Hermann Allmers von dem Historienmaler Hermann Brücke gezeichnet./ Holzstich in der Zeitschrift 'Die Gartenlaube' von 1872. Im Besitz des Morgenstern-Museums Bremerhaven." (o.S.))
Schlagwort:
Grafik, Fotografie > Druckgrafik > Hochdruck > Holzstich

Weitere Informationen

Objekttyp:
Bild
Sammlung:
Sammlung und Nachlass Hermann Allmers
Einrichtung:
Hermann-Allmers-Gesellschaft e. V.
Aufbewahrungsort:
Archiv des Landkreises Cuxhaven
Identifikator:
6.4.176a

Administrative Daten

Link zur Seite:
https://ku-ni.de/record_kuniweb_2508528
Anmerkung zum Original:
Sammlung und Nachlass Hermann Allmers sind Eigentum der Hermann-Allmers-Gesellschaft e. V. und werden in zwei Teilen an zwei Standorten verwahrt: Die (museale) Sammlung, bestehend aus Mobiliar und Hausgerät, Tafelgemälden, kleineren und größeren Antiken, Gipsabgüssen, kunsthandwerklichen Objekten aus Keramik und Glas und einer kleinen Bibliothek, befindet sich im Allmers-Haus in Rechtenfleth. Der literarische, grafische und fotografische "Nachlass Hermann Allmers" hingegen ist im Archiv des Landkreises Cuxhaven in Otterndorf deponiert.
Lizenz der Metadaten:
Lizenz:
Lizenz der Digitalisate:
https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/4.0/deed.de

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