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XX. Icones Clarissimorum Medicorum Philosophorum Liberales Artes Profitentium Aliorumque

Bibliographic data

objekt: XX. Icones Clarissimorum Medicorum Philosophorum Liberales Artes Profitentium Aliorumque

Allgemein

Kategorie:
Grafik
Persons:
MD_PERSON_DISPLAY:
Creation date:
1733
Material / Technik:
Papier
Radierung
Kupferstich
Scope:
Höhe: 369 mm (Blatt)
Breite: 256 mm (Platte)
Breite: 264 mm (Blatt)
Höhe: 358 mm (Platte)

Inhalt

Information:
An einem See liegt der junge Narziss – in der griechischen Mythologie der schöne Sohn des Flussgottes Kephissos und der Leiriope – und erblickt sein Spiegelbild auf der Wasseroberfläche. Der gelockte Jüngling ist mit einem Gewand bekleidet, das die rechte Schulter, die Arme und Beine freilässt. An den Füßen trägt er Sandalen. Hinter ihm liegt ein schlafender Hund. Dargestellt ist der Moment, in dem sich Narziss in sein eigenes Spiegelbild verliebt. Am oberen linken Bildrand ist der Liebesgott Amor zu erkennen, der im Begriff ist, einen Pfeil auf Narziss abzuschießen. Gemäß der Überlieferung wurde Narziss aufgrund seiner Schönheit von unterschiedlichen Jünglingen und Mädchen gleichermaßen umworben. Er wies jedoch alle Avancen stets zurück. Auch die Bergnymphe Echo und Ameinias erfuhren diese Ablehnung. Der liebeskranke Ameinias brachte sich auf der Stelle mit einem Schwert um, das Narziss ihm zuvor gereicht hatte. Kurz vor seinem Tod schaffte Ameinias es jedoch, die Götter anzurufen und darum zu bitten, seinen Tod zu rächen. Nemesis (bzw. Aphrodite) nahm sich dieser Bitte an und bestrafte Narziss mit unstillbarer Selbstliebe. Gemäß der Überlieferung bei Ovid erkannte Narziss die Unerreichbarkeit seiner Liebe. Doch es nützte ihm nichts: Er verschmachtete vor seinem Ebenbild bis zu Tode. Laut Pausanias wiederum setzte sich Narziss an den See, um sich seines eigenen Spiegelbilds zu erfreuen. Durch göttliche Fügung fiel ein Blatt ins Wasser, und die Wellen trübten sein Spiegelbild. Durch die vermeintliche Erkenntnis, er sei hässlich, war Narziss so erschüttert, dass er starb. Nach seinem Tod wurde er in eine Narzisse verwandelt.
Der in Paris geborene Kupferstecher Bernard Picart setzte diese Überlieferung in seinem 1733 ausgeführten Kupferstich gekonnt und präzise ins Bild. Er zählt zu den wichtigsten Vertretern des von Frankreich beeinflussten holländischen Kupferstichs im ersten Drittel des 18. Jahrhunderts. Nach einer Ausbildung bei seinem Vater Étienne Picart (1632-1721) sowie bei Benoît Audran d. Ä. unterrichtete ihn Sébastien Le Clerc (1637-1714). Anschließend studierte Picart an der Académie Royale, bevor er 1696 nach Antwerpen und 1698 nach Amsterdam ging. Auch die Kupferstiche der Gemmen aus der Sammlung des Baron von Stosch haben Picart bekannt gemacht. (Lars Berg)

Inschrift:
Bezeichnet, in der Platte, unterhalb der Darstellung, links: „B. Picart dir.“, darunter: „NARCISSE CHANGÉ EN FLEUR. / Narcissus is changed into a flower. // Narcissus in eine Blumme [sic!] verändert. / Narcissus in eene Bloeme verandert.“, darunter, unten links: „B. Picart del.“

Veröffentlicht in:
Von Rembrandt bis Baselitz. Meisterwerke der Druckgraphik aus der Sammlung des Städtischen Museums Braunschweig, herausgegeben von Lars Berg und Peter Joch für das Städtische Museum Braunschweig, Petersberg 2020, S. 118-159, Kat.-Nr. 48; Abb. S. 160.

Literatur in Zusammenhang:
G. K. Nagler, „Neues allgemeines Künstler-Lexikon : oder Nachrichten von dem Leben und den Werken der Maler, Bildhauer, Baumeister, Kupferstecher, Lithographen, Formschneider, Zeichner, Medailleure, Elfenbeinarbeiter etc.“. Schwarzenberg & Schumann, Leipzig, 1924. (Bd. 12, S. 416.)
Keyword:
Grafik, Fotografie > Druckgrafik > Tiefdruck > Kupferstich
Grafik, Fotografie > Druckgrafik > Tiefdruck > Radierung
Zeichnung/Grafik

Weitere Informationen

Objekttyp:
Bild
Collection:
Sammlung Grafik
Einrichtung:
Städtisches Museum Braunschweig
Aufbewahrungsort:
Städtisches Museum Braunschweig
Shelfmark:
1630-0071-00

Administrative Daten

Link zur Seite:
https://ku-ni.de/record_kuniweb_1356444
Lizenz der Metadaten:
Lizenz:
Lizenz der Digitalisate:
https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/4.0/deed.de

Contents

Table of contents

  • XX. Icones Clarissimorum Medicorum Philosophorum Liberales Artes Profitentium Aliorumque
  • Titelblatt
  • Thomas Bartholinus, Medicinae Professor Hafniensis.
  • Ioachimus Camerarius, Medicus Noribergensis.
  • Renatus Descartes, Nobil. Gall. Perroni Dom, Summus Mathem, Et Philos.
  • Iohannes Claubergius, S. S. Theologiae Professor Duisburg.
  • Fredericus Dekkers. Medicinae Doctor Lugd. Bat.
  • Isbrandus de Diemerbroeck. Ultraiectinus. Medicinae Et Anatomes Professor.
  • Franciscus Maurolycus, Mathematicus et Historicus Celeberrimus.
  • Theophrastus Paracelsus, Medicus Celeberrimus.
  • Effigies Georgii Everhardi Rumphii, Hanoviensis Aetat: LXVIII.
  • Johannes Jacobus Scheuchzerus
  • Effigies Alberti Dureri Norici, Pictoris, et Sculptoris
  • Jacobus Callot, calcographus.
  • Effigies Iohannis Holbeini. Pictoris Celeberrimi.
  • Effigies Luca de Leyda.Pictoris et sculptoris Incomparabilis.
  • Claude Perrault, de l'Academie Royale des Sciences.
  • Iohan Sems, Geometr. celebris.
  • Joseph Albina cogomento Soczus, Pictor, Sculptor & Archit: Panormit.
  • Iohan Vredeman, Architectus celebris.
  • Torellus Sarayna Veron. Scriptor Celeb.
  • Index Effigierum.

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