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Armreliquiar des Heiligen Blasius

Bibliografische Daten

fullscreen: Armreliquiar des Heiligen Blasius

Allgemein

Kategorie:
Kunsthandwerk
UrheberIn/BeteiligteR:
MD_PERSON_DISPLAY:
Datierung:
vor 1077
Entstehungsort:
Braunschweig
Material / Technik:
Holzkern; Goldblech; Ringe; Kamee, Gemmen. Perlen
Maße / Umfang:
Höhe 51,3 cm

Inhalt

Beschreibung:
Inschrift auf der Unterseite: BRACHIV(M) S(AN)C(T)I BLASII M(ARTYRIS) HIC INTVS HABETVR INTEGRVM - GERTHRVDIS HOC / FABRICARI FECIT

Der Blasiusarm, eines der frühesten Armreliquiare in Deutschland, gehörte zum sogenannten Welfenschatz. Eine Inschrift auf der Standfläche benennt als Inhalt den unversehrten Arm des Heiligen Blasius und verweist auf die Stifterin des Reliquiars, Gräfin Gertrud (gest. 1077). Der schlanke, rechte Arm mit geöffneter Hand weist einen Holzkern auf, der mit Goldblech verkleidet ist. An der Unterkante, quer über den Arm und am Handgelenk sind reiche Zierborten angebracht, die mit Filigran, Schmucksteinen, geschnittenen Steinen und Perlen besetzt sind. Unten in der Mitte befindet sich eine antike Kamee aus Sardonyx mit der Darstellung der behelmten Athena. An den Fingern befinden sich 16 (von ursprünglich 20) Ringen, die spätere Stiftungen an den Heiligen darstellen. Eine Aushöhlung im Inneren enthält die Reliquien und einen Pergamentstreifen mit dem Namen des Heiligen Blasius.

Literatur:
Michael Peter, Der Getrudisaltar aus dem Welfenschatz: eine stilgeschichtliche Untersuchung, Mainz 2001, S. 212ff., Nr. 4. Martha Junghans, Die Armreliquiare in Deutschland vom 11. bis zur Mitte des 13. Jahrhunderts, Diss. Bonn 2000, Nr. 1. Hiltrud Westermann-Angerhausen, Die Stiftungen der Gräfin Gertrud - Anspruch und Rang, in: Der Welfenschatz und sein Umkreis, hg. v. Joachim Ehlers/Dietrich Költzsche, Mainz 1998, S. 51-76. Antje Krug, Die antiken Gemmen am Armreliquiar des Hl. Blasius in Braunschweig, in: Der Welfenschatz und sein Umkreis, hg. v. Joachim Ehlers/Dietrich Költzsche, Mainz 1998, S. 93-109. Regine Marth, Die Mittelalter-Abteilung des Herzog Anton Ulrich-Museum im Knappensaal der Burg Dankwarderode, Braunschweig 1997, S. 21f.. Gerd Spies, Braunschweiger Goldschmiede. Geschichte - Werke - Meister und Marken, Bd. 2, Nr 1. Ausst.-Kat. Heinrich der Löwe und seine Zeit. Herrschaft und Repräsentation der Welfen 1125-1235, hg. v. Jochen Luckhardt/Franz Niehoff, Braunschweig 1995, Bd. 1, S. 244f., Kat.-Nr. D 59. Birgit Bänsch, Romanische Goldschmiedekunst in Niedersachsen (950-1250), in: Wege in die Romanik, hg. v. Hartmut Boockmann/Harmen Thies, Hannover 1993, Bd. 1, S. 128f.. Jochen Luckhardt, Herzog Anton Ulrich-Museum Braunschweig, Kurzführer, Braunschweig 1991, S. 88
Schlagwort:
Reliquiar
Mittelalter

Weitere Informationen

Objekttyp:
3D-Objekt
Sammlung:
Kunstwerke aus dem Herzog Anton Ulrich-Museum Braunschweig
Einrichtung:
Herzog Anton Ulrich-Museum Braunschweig
Aufbewahrungsort:
Herzog Anton Ulrich-Museum Braunschweig
Identifikator:
MA 60

Administrative Daten

Link zur Seite:
https://ku-ni.de/isil_DE-MUS-026819_opal_herzanulm_kunshe_MA60
Lizenz der Metadaten:
Lizenz:
Lizenz der Digitalisate:
https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/deed.de

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