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Väterlicher Rath für meine Tochter : ein Gegenstück zum Theophron

Bibliografische Daten

fullscreen: Väterlicher Rath für meine Tochter : ein Gegenstück zum Theophron

Allgemein

Kategorie:
Malerei
UrheberIn/BeteiligteR:
MD_PERSON_DISPLAY:
Datierung:
1716
Entstehungsort:
Paris
Material / Technik:
Leinwand
Maße / Umfang:
Höhe 146 cm, Breite 114 cm

Inhalt

Beschreibung:
Der Neffe des Sonnenkönigs Ludwig XIV. beauftragte 1713 den französischen Hofmaler Hyacinthe Rigaud mit dem offiziellen Staatsporträt seiner Mutter, der Herzogin von Orléans, in Deutschland bekannt als Liselotte von der Pfalz. Von dem 1870 verbrannten Original fertigte die Rigaud-Werkstatt im Laufe der Zeit mindestens sechs Kopien an, von denen eine der besten 1716 als Geschenk Elisabeth Charlottes an Herzog August Wilhelm nach Braunschweig gelangte. Mit großer Geste in Szene gesetzt, erscheint die Herzogin würdevoll sitzend im Brokatkleid, über dem sie einen mit Bourbonenlilien bestickten, hermelingefütterten Mantel trägt, der wie die von der Linken berührte, abgelegte Krone auf ihren politischen und gesellschaftlichen Rang verweist. Dass Rigaud dabei auf die übliche Idealisierung der Physiognomie verzichtete, geschah sicher im Einvernehmen mit der Herzogin, die sich selbst in einem ihrer Briefe als "ein häslich Schäzchen" bezeichnete. "Man hat sein Leben nichts gleicheres gesehen alß Rigeaut mich gemahlet hatt", rühmt sie an anderer Stelle die Fähigkeiten des Malers.

Literatur:
Jochen Luckhardt, Reisen, Diplomatie und Zermoniell. Französische Porträts für den Braunschweiger Hof, in: Ausst.-Kat. Poussin, Lorrain, Watteau, Fragonard. Französische Meisterwerke des 17. und 18. Jahrhunderts in deutschen Sammlungen, bearb. von Pierre Rosenberg, Galeries Nationales du Grand Palais Paris / Haus der Kunst München / Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland Bonn, 2005/06, S. 75ff, S.77. Stephan Perreau, Hyathinte Rigaud 1659-1743. Le peintre des rois, Montpellier 2004, S. 162ff. Reinhold Wex in: Jochen Luckhardt (Hrsg.), Herzog Anton Ulrich-Museum. Die Sammlung, München/Berlin 1993, S. 30. Anne Charlotte Steland, Menschen-Bilder. Das Bildnis zwischen Spiegelbild und Rollenspiel, Braunschweig 1992, S. 18f. Reinhold Wex in: Jochen Luckhardt (Hrsg.), Herzog Anton Ulrich-Museum. Kurzführer, Braunschweig 1991, S. 28. Ausst.-Kat. Höfische Bildnisse des Spätbarock, Schloss Charlottenburg Berlin 1966, S. 140, Kat.-Nr. 52.
Schlagwort:
Gemälde
Porträt

Weitere Informationen

Objekttyp:
Bild
Sammlung:
Kunstwerke aus dem Herzog Anton Ulrich-Museum Braunschweig
Einrichtung:
Herzog Anton Ulrich-Museum Braunschweig
Aufbewahrungsort:
Herzog Anton Ulrich-Museum Braunschweig
Identifikator:
GG 524

Administrative Daten

Link zur Seite:
https://ku-ni.de/isil_DE-MUS-026819_opal_herzanulm_kunshe_GG524
Lizenz der Metadaten:
Lizenz:
Lizenz der Digitalisate:
https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/deed.de

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Väterlicher Rath für meine Tochter : ein Gegenstück zum Theophron
  • Buchdecke vorne
  • Vorsatz vorne
  • Tafel (schwarz/weiß)
  • Titelseite
  • Vorrede zur ersten Ausgabe.
  • Vorrede zur fünften Auflage.
  • Inhaltsverzeichnis
  • Erster Theil.
  • Einleitung.
  • I. über die allgemeine und besondere Bestimmung des Weibes.
  • II. über die ungünstigen Verhältnisse des Weibes zur menschlichen Gesellschaft.
  • III. Mittel zur Verbesserung jener ungünstigen Verhältnisse und zur Erreichung der weiblichen Bestimmung.
  • 1. Abhärtung.
  • 2. Wahre weibliche Verdienste. Diese bestehen ...
  • A. Nicht in schimmernden Kunstfertigkeiten.
  • B. Nicht in Gelehrsamkeit und Schriftstellerei.
  • C. Nicht in körperlicher Schönheit.
  • D. Nicht in Putz, noch in der Nachäffung der Sitten , Gebräuche, Kleidung und Lebensart der höhern Stände.
  • E. Sondern in solchen Eigenschaften, Fertigkeiten und Geschicklichkeiten, welche der dreifachen Bestimmung des Weibes - der zur Gattinn, zur Mutter und zur Vorsteherin des Hauswesens - gemäß sind.
  • 3. Ein recht würdiger, edler, der ganzen Lage und Bestimmung des Weibes vollkommen angemessener Gemüthskarakter.
  • 4. äußerliche Annehmlichkeiten, wozu gehören:
  • Zweiter Theil.
  • I. Entwurf eines allgemeinen Menschengemäldes.
  • II. Umriß des Eigenthümlichen und Unterscheidenden in der Denk- und Sinnesart der feinen und üppigen Weltleute.
  • III. Umriß einiger Gemüthsarten, die von den gewöhnlichen abweichen.
  • IV. Verhaltungsregeln, den Umgang mit Menschen betreffend.
  • Abschnitt
  • Vorsatz hinten
  • Buchdecke hinten

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Zitierempfehlung

Väterlicher Rath Für Meine Tochter : Ein Gegenstück Zum Theophron. Schulbuchhandlung, 1796.
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