Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International (CC BY-NC-ND 4.0)
Rechteinhaber: Städtisches Museum Göttingen
Etrog-Dose
Allgemein
- Kategorie:
- Ethnologie
- Datierung:
- Mitte 20. Jahrhundert
- Material / Technik:
- Silber
- Maße / Umfang:
- Durchmesser: 14 cm
Höhe: 11 cm
Inhalt
- Beschreibung:
- Dose aus Silberblech, ovaler Grundriß, Deckel mit Scharnier am Korpus befestigt, auf vier tatzenähnlichen Füßen. Auf der Wandung der Dose und dem Deckel umlaufend plastisch geprägtes Ornamentband: hochovale Kartuschen mit umlaufendem Perlstab, gekrönt von Palmetten, dazwischen Rhombenmuster graviert. Darunter pflanzenartige Ornamente ziseliert. Auf dem Deckel zentral ein zieseliertes Oval, umgeben von Perlstab und vegetabilen Ornamenten, das ganze in Form eines Rhombus.
Auf dem Boden eingepunzt: "ST 925", d.h. Sterling-Silber mit einem Feingehalt von 925/1000.
Die Dose wurde als Etrog-Dose an das Museum verkauft. In den letzten Jahrzehnten ist der Markt für Judaica enorm gewachsen, sodass für die steigende Nachfrage immer mehr Objekte, die eigentlich keine Judaica oder nur sehr schwer als Judaica zu identifizieren sind, als solche angeboten werden. Merkmale wie Inschriften oder eine spezifische Etrog-Form fehlen für dieses Stück. Es könnte sich ebensogut um eine Zuckerdose handeln. Dies schließt einen Gebrauch als Etrog-Dose jedoch nicht aus. Im Alltag als Zuckerdose gebraucht, wurden diese zum Laubhüttenfest zur Aufbewahrung für den Etrog, dessen Schale und der Stil intakt bleiben mussten, um koscher zu sein, temporär umgewidmet.
Das Sukkotfest wird vom 15. -21. Tischri gefeiert und ist eines der drei jüdischen Wallfahrtsfeste (neben Pessach und Schavuot) bzw. Freudenfeste (hebr. schalosch regalim). Es sind drei alte Erntefeste, die zur Zeit des Jerusalemer Tempels mit Wallfahrten zur Darbringung von Ernteopfern im Tempel gefeiert wurden. Sukkot hat aber zusätzlich zu der Erntetradition die Bedeutung des Erinnerns an die Wüstenwanderung der Israeliten nach ihrem Auszug aus Ägypten erhalten. Daher werden zu Sukkot Laubhütten (Hebr. Sukkah, pl. sukkot) gebaut, durch deren Dach man die Sterne sehen können muss, in denen gegessen, gebetet und teils auch geschlafen wird.
(Städtisches Museum Göttingen)
Beschrieben in:
J. Weinstein, „A collectors guide to Judaica“. Thames and Hudson, London, 1985. (Jay Weinstein, A Collector's Guide to Judaica, London 1985, p. 104)
- Schlagwort:
- Häusliche Ausstattung (Jüdische Zeremonialobjekte)
Weitere Informationen
Administrative Daten
- Link zur Seite:
- https://ku-ni.de/record_kuniweb_942936
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- Lizenz der Digitalisate:
- Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International (CC BY-NC-ND 4.0)