Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International (CC BY-NC-ND 4.0)
Rechteinhaber: Städtisches Museum Göttingen
Chanukka-Leuchter
Allgemein
- Kategorie:
- Alltagskultur
- Datierung:
- 19. Jahrhundert / 20. Jahrhundert
- Material / Technik:
- Versilberung
- Maße / Umfang:
- Höhe: 23 cm
Breite: 29,6 cm
Inhalt
- Beschreibung:
- Chanukka-Leuchter des Bank-Typs, US-amerikanische Produktion. Bank mit acht aufgeschraubten, balusterbörmigen Kerzenhaltern. Rückwand reliefiert: untere Hälfte Arkaden mit sieben gedrehten Säulen und an der jeweiligen Außenseite zwei glatten Säule mit volutenartiger Zier an der Basis. Über der Säulenreihe Gebälk mit Inschrift:
ואחר כך באו בניך לדביר ביתך, ופינו את היכלך, וטיהרו את מקדשך, והדליקו נרות בחצרות קדשך
"Und danach kamen Deine Kinder zum Schrein Deines Hauses, räumten Deinen Tempel aus, reinigten Dein Heiligtum und zündeten Lampen in Deinen heiligen Höfen an"; (aus dem V´al hanissim-Gebet für das Chanukka-Fest).
An der linken Seite ein einzelner, schwenkbarer und abnehmbarer Kerzenhalter. Segmentbogenabschluß mit bildlicher Darstellung der Wiedereinweihung des zweiten (serubabelischen) Tempels: eine Gruppe von Männern huldigt dem wiederentzündeten siebenarmigen Tempelleuchter. Das Bogensegment wird von einem Davidstern in einem Kreis gekrönt, der von pflanzenähnlichen Zierwerk umgeben ist.
Die gedrehten Säulen der Rückplatte verweisen auf die Säulen des Jerusalemer Tempel, die lt. Bibel vom Architekten Hiram von Tyros die hebräischen Namen Jachin ("Ich, d.h. Gott, werde aufrichten") und Boas ("In ihm, d.h. Gott, ist Stärke") erhielten.
Die jüdischen Makkabäer hatten die griechisch-syrischen Seleukiden am 25. Kislev 3597, d.h. 164 v.Chr vertrieben und deren Zeus-Altar aus dem Tempel in Jerusalem entfernt. Bei der Wiedereinweihung des Tempels hielt wunderbarerweise die eigentlich nur für einen Tag reichende Ölmenge für den zentralen Leuchter acht Tage lang. Dementsprechend wird das Chanukka-Fest jährlich am Vorabend des 25. Kislev begonnen und dauert acht Tage. Es erinnert an das Ölwunder und die Wiedereinweihung des Tempels. Jeden Tag wird eine Kerze mehr entzündet. Für das Entzünden wird der seitliche Kerzenhalter, der Diener oder hebräisch schammasch, benutzt.
(Städtisches Museum Göttingen)
Beschrieben in:
Braunstein, Five Centuries of Hanukkah Lamps from the Jewish Museum; 2004, S. 339, Objekt 590
- Schlagwort:
- Häusliche Ausstattung (Jüdische Zeremonialobjekte)
Weitere Informationen
Administrative Daten
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