Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International (CC BY-NC-ND 4.0)
Rechteinhaber: Städtisches Museum Göttingen
Thora-Schild
Allgemein
- Kategorie:
- Alltagskultur
- Datierung:
- Ende 17. Jahrhundert
- Material / Technik:
- Gold
Metallguss
genietet (Metalltechnik)
vergoldet
Walzen
Löttechnik
- Maße / Umfang:
- Höhe: 14,5 cm
Breite: 13 cm
Inhalt
- Beschreibung:
- Thora-Schild (hebr. tas) aus Silber mit Kette. Hergestellt in Osteuropa, vermutlich Polen, evtl. auch Siebenbürgen.
Auf einer nahezu quadratischen Silberplatte sind Säulen, Löwen, der Dekalog, Krone und eine Einschubtafel für den jeweiligen Feiertag aufgebracht.
Links und rechts auf der Silberplatte Säulen mit gedrehter Kannelierung, auf einer quaderförmigen Basis stehend. Auf die Basis ist auf der Frontseite eine kassettenartige Verzierung graviert. Die Kanten der Basis sind mit gekordeltem Silberdraht belegt. Oben schließt sie mit einer zinnenartigen Balustrade ab. Die Säulen schließen oben mit einem halbrunden zinnenartigen Kapitell ab. Auf den Säulen steht jeweils ein steigender Löwe, zur Mitte gewandt, die Vorderpranken gehoben, die Zunge herausgestreckt. Die Löwen sind plastisch gearbeitet, besonders das Fell an Beinen und Hals ist durch das Gravieren von Strähnen plastisch herausgearbeitet. Die Löwen halten eine vergoldete Krone, die im unteren Teil mit verschlungenem Silberfiligran und aufgelöteten Silberkugeln verziert ist. Am unteren Rand des Thora-Schildes ist mittig zwischen den Säulenbasen, eine runde Blüte aufgebracht. Direkt darüber ist in einem rechteckigen Einschub, der mit einem gezackten Silberrahmen umfasst ist, eine Silbertafel, die auf der einen Seite das in hebräisch gravierte Wort "pessach" und auf der anderen Seite "schabbat" aufweist. Auf der Vorderseite sind über dem Einschub zwei rundbogige Tafeln befestigt, die die Gesetzestafeln (hebr. aseret ha dibrot) darstellen. Die Tafeln sind am Rand ganz mit gekordeltem Silberdraht umfasst. Auf der rechten Tafel ist in hebräisch das Erste Gebot graviert:
אנכי ה אלהיך , "Anochi Hashem elohejcha", "Ich bin der Herr, dein Gott". Auf der Tafel links oben das Sechste Gebot: לא תרצח "Lo tirzach"; Du sollst nicht töten", unten das Siebte Gebot, לא תנאף, "Lo tin'af", "Du sollst nicht die Ehe brechen". Darunter Beginn eines weiteren Gebots: ... לא , " (Du sollst) nicht…". Links und rechts der Gesetzestafeln Tulpen mit Stiel und jeweils zwei Blättern, im Ganzen aus Silberfiligran und kleinen, aufgelöteten Silberkugeln. Die Blüten neigen sich nach innen, den Gesetzestafeln zu.
(Städtisches Museum Göttingen)
Beschrieben in:
„700 Jahre Juden in Südniedersachsen - Geschichte und religiöses Leben : Ausstellung im Städtischen Museum Göttingen vom 14. Oktober bis 9. Dezember 1973. Siebenhundert Jahre Juden in Südniedersachsen - Geschichte und religiöses Leben“. Städt. Museum, Göttingen, 1973. (Waldemar Röhrbein, 700 Jahre Juden in Südniedersachsen, Göttingen 1973, S. 107, Nr. 350.)
Beschrieben in:
„Jüdisches Kultgerät des 17. bis 19. Jahrhunderts : 3. November bis 31. Dezember 1968 [Göttingen: Städtisches Museum]“. Städtisches Museum, Göttingen, 1968. (Waldemar Röhrbein, Jüdisches Kultgerät, Göttingen 1968, S. 19-20, Nr. 41.)
Beschrieben in:
bruno Crome, „Führer durch die Altertumssammlung des Städtischen Museums Göttingen“. Badenhoeck & Ruprecht, Göttingen, 1919. (Bruno Crome, Führer durch die Altertumssammlung, Göttingen 1919, S. 17. -Konrad Schilling, Monumenta Judaica, Köln 1964, Kat.Nr. E 321.)
Beschrieben in:
B. Crome, „Kurze Wegleitung durch die städtische Altertums-Sammlung zu Göttingen“. Huth, Göttingen, 1904. (Kurze Wegleitung durch die Städtische Altertums-Sammlung zu Göttingen, Göttingen 1904, 2. Aufl., S.12.)
- Schlagwort:
- Synagogale Ausstattung
Weitere Informationen
Administrative Daten
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- Lizenz der Digitalisate:
- Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International (CC BY-NC-ND 4.0)