Namensnennung 4.0 International (CC BY 4.0)
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Kerstlingerode : [Stammbuchblatt]
Allgemein
- Kategorie:
- Grafik
- UrheberIn/BeteiligteR:
- Heinze, R. A.
- Datierung:
- ca. 1778
- Erscheinungsort:
- Göttingen
- Material / Technik:
- Stich
- Maße / Umfang:
- 185 x 120 mm
Inhalt
- Beschreibung:
- Das Stammbuchblatt ist dem Stammbuch des Studenten R. A. Heinze entnommen und wurde 1925 von der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek aus Privatbesitz angekauft. Das Stammbuch enthält 288 Seiten von den nur wenige meist zu Anfang eingebundene Blätter mit Graphiken oder Bildern versehen sind. Diese tragen jeweils keine Widmung für den Stammbuchbesitzer. Das Kerstlingeröder Feld ist eine heute fast 200 ha große Freifläche im Göttinger Wald, das unter Naturschutz steht. Das Kerstlingeröder Feld liegt ostwärts von Göttingen im Hainholz. Die in diesem Bereich im frühen Mittelalter gegründete Siedlung „(Klein-)Kerstlingeroda“ wurde 1346 zuerst urkundlich erwähnt, jedoch zum Ende des 14. Jahrhunderts bereits wieder aufgegeben. Das Gebiet wurde jedoch weiterhin landwirtschaftlich genutzt. Seit jeher ist Kerstlingerode ein beliebtes Ausflugsziel für die Göttinger Bevölkerung. Bereits am 17.03.1772 schrieb Georg Christoph Lichtenberg an seine Freunde: „… unter den Tagen, die ich in Göttingen seyn werde, soll der schönste in Kerstlingeröder Feld zugebracht werden …“. Am 26. Juli 1790 kam es nach einem Streit der Studenten mit Handwerkern zum Auszug der Studenten der Universität Göttingen aus der Stadt zum Kerstlingröder Feld. Es war der erfolgreichste Auszug der Studentenschaft in der Geschichte der Universität. Die Studenten setzten sich mit ihren Forderungen gegen die Stadt Göttingen und deren Bürger durch, die eingesehen hatten, dass eine Abwanderung der Studierenden einen wirtschaftlichen Schaden für die Stadt bedeutet hätte. Das Stammbuchblatt zeigt den Gutshof Kerstlingeröder Feld von Süden aus. Der Stecher des Blattes ließ sich nicht zweifelsfrei ermitteln, jedoch vermutet man einen Schüler um Johann Philipp Daniel Reuß. siehe: Brednich, Rolf Wilhelm: Denkmale der Freundschaft. Friedland 1997, S. 71 und siehe: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Kerstlinger%C3%B6der_Feld&oldid=74995736
Weitere Informationen
Administrative Daten
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