Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International (CC BY-NC-ND 4.0)
Rechteinhaber: Städtisches Museum Göttingen
Augenmodell
Allgemein
- Kategorie:
- Medizin
- UrheberIn/BeteiligteR:
- Johann Beyer
- Datierung:
- 1673 - 1751 (Lebensdaten von Johann Beyer)
- Material / Technik:
- Holz
Glas
Pappmaché
- Maße / Umfang:
- Durchmesser: 19 cm (circa)
Höhe: 28,5 cm (Gesamthöhe)
Inhalt
- Beschreibung:
- Augenmodell mit Glaslinsen und kugelförmigem Korpus (Pappmaché aus Makulaturblättern). Unten zylindrische Röhre, verschieb- und herausnehmbar, innen mit mattgeschliffener Scheibe aus Spiegel-Glas. Seitliche Öffnungen für ein Stativ. Im Inneren handschriftlich: "Margrette Blankes linker hant fehl #27#" (diese Beschriftung war wahrscheinlich schon vorher auf dem Papier, das nur als Rohmaterial diente, vorhanden und ist somit wahrscheinlich ohne Bedeutung für das Objekt).
Das Modell diente in den Vorlesungen Lichtenbergs der Veranschaulichung des Aufbaus und der Funktionsweise des menschlichen Auges. So werden durch die Pupille einfallende Bilder auf der Glasscheibe abgebildet.
Dazugehörige Halterung/Gestell vgl. WI.2011.89
Das Modell stammt sehr wahrscheinlich aus der Uffenbachschen Sammlung (Uff. Nr. 108) und wurde von Johann Beyer (1673-1751) erfunden und gebaut.
In der Sammlung des Städt. Museums befinden sich Modelle und Instrumente Göttinger Universitätssammlungen. Zu nennen sind hier die „Modellkammer“ (ca. 1734–1884) und das „Physikalische Kabinett“ (1789–1849).
Der Grundstock der Sammlung "Modellkammer" wurde in den 30er Jahren des 18. Jahrhunderts gelegt. Eine gezielter Aufbau und Nutzung in der Lehre erfolgten aber erst später. Die Sammlung setzte sich aus verschiedenen Schenkungen zusammen: beispielsweise Instrumente von Joachim Heinrich von Bülow (1735), einige wenige, große Objekte aus der Schenkung Johann Friedrich von Uffenbachs (die Schenkung machte er 1736, die Objekte kommen aber erst, auch wegen Rechtsstreitigkeiten, 1769/70 in Göttingen an), 1832 die Sammlung mathematischer Instrumente des Professors für Mathematik Bernhard Friedrich Thibaut und die Sammlung Johann Beckmanns (1817). Die Unterbringung der Modellkammer wechselte im Lauf ihres ungefähr 150-jährigen Bestehens immer wieder. Die Sammlung wurde um 1880 aufgelöst.
Lichtenberg verkaufte seine private Sammlung „Apparat von physikalischen Instrumenten“ 1789 an die Universität Göttingen, aus der das "Physikalische Kabinett" hervorging. Die Instrumente wurden 1791 durch Objekte aus der v. Uffenbachschen Donation (s.o.) ergänzt. Diese Sammlung wurde 1799 von Tobias Mayer, Lichtenbergs Nachfolger, übernommen und von diesem Zeitpunkt „Kabinett“ genannt. Sie behielt diesen Namen bis zu ihrer Auflösung 1849. Wichtigstes Verzeichnis der Sammlung bildet Mayers „Catalog des Physikalischen Apparats“ von 1813. Er enthält Hinweise zum Gebrauch der Instrumente und diente der Vorbereitung von Experimenten in den Vorlesungen.
Laut Dr. Thomas Nickol stammt das Modell vermutlich aus der Uffenbachschen Sammlung. Uff. Nr.108: "Daß von Johann Beyer in Hamburg neu invertirte Auge in einem schwarzen Kasten" (Johann Beyer 1673-1751).
Es wurde von Lichtenberg in seinen Vorlesungen benutzt. (Städtisches Museum Göttingen)
Literatur in Zusammenhang:
Beyer, Johann: Beschreibung eines neu-inventirten Modells von dem Menschlichen Auge, s. l., s. a.; Einblattdruck; Bibl./Sign.: SUB HSD 4 BIBL UFF 321 (Num 6 u. Num 7) - Nickol, Thomas: Edition "Georg Christoph Lichtenberg Vorlesung zur Naturlehre", S.139f. (Vorabdruck).
- Schlagwort:
- Vorlesung
Anatomie
Universität Göttingen
Camera obscura
Auge
Öffentlichkeit und Gemeinwesen
Labor
Weitere Informationen
Administrative Daten
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- Lizenz der Digitalisate:
- Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International (CC BY-NC-ND 4.0)