Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International (CC BY-NC-ND 4.0)
Rechteinhaber: Förderkreis Königshütte Bad Lauterberg e.V.
Liegendes Vorgelege für Herrn Ferdinand Becker von der Hagenbergsmühle in Moringen, 1921
Allgemein
- Kategorie:
- Grafik
- Datierung:
- 03.08.1921
- Material / Technik:
- Papier
Zeichnung
Inhalt
- Beschreibung:
- Zeichnung – schwarz-weiß
Herstellungsort – Königshütte, Bad Lauterberg
Auftraggeber und Standort:
Ferdinand Becker, Hagenbergsmühle in Moringen
Anmerkung:
Die Erbenzinsmühle am Hagenberg war noch 1817 im Alleinbesitz der Witwe Dorothee Becker.
Die Hagenbergsmühle hatte über die Gemeinde Behrensen das Mühlenbann- oder Zwangsrecht, d. h. die Einwohner waren gezwungen, ihr Korn in der Hagenbergsmühle zu Moringen mahlen zu lassen. Im Jahre 1852 aber erließ "Georg der Fünfte, von Gottes Gnaden, König von Hannover, …unter Zustimmung Unserer getreuen allgemeinen Ständeversammlung" ein Gesetz über die Ablösung oder Auflösung von Bannrechten und ausschließlichen Gewerberechten. Daraufhin beantragte die Gemeinde Behrensen im Jahre 1856 die Auflösung des Mühlenbannrechtes.
Der erste Termin war am "Mittwochen, den 19. d. Mts. 10 Uhr vor hiesiger Ablösungs-Commission", nämlich im März 1856. Danach ist ein weiterer Termin anberaumt, am 20. Juni 1856. Drei Sachverständige müssen ein Gutachten abgeben, es vergeht ein Jahr, Freitag, den 14. August 1857, ist ein Termin mit den Gutachtern. Der entscheidende Tag ist dann der 6. Oktober 1857. Es kam ein Vergleich zustande: "Die Gemeinde Behrensen zahlt für Aufhebung des der alten Hagenbergsmühle zustehenden Mühlenrechts ein Capital von 250 Reichsthalern. … Aber Heinrich Becker bekam die 250 Taler nicht. Die "Domainen-Cammer" in Hannover erhob darauf als Erbenzinsherrschaft Anspruch, und indem sie dem Hagenbergsmüller den "jährlichen Canon" um 10 Taler ermäßigte, forderte sie die Gemeinde Behrensen auf, die 250 Taler an die Amtskasse zu zahlen.
Im Jahre 1874 kommt es dann zur Ablösung des Erbenzinses. … im Mai 1875 kam es zum Ablösungsprozeß für die Mühle. 1875 war die Hagenbergsmühle Privatbesitz der Familie Becker geworden.
Heinrich Becker übergab dann noch 1875 die Mühle seinem Sohn Wilhelm, der eine geborene Berlin aus Thüdinghausen freite. Witwe geworden, ehelichte sie 1898 den Müller Ludwig Körber. Sie überlebte auch ihn und starb im März 1930. Mühle und Landwirtschaft blieben in der Familie Becker. In der Neuzeit aber überlebte die alte Mühle das allgemeine Mühlensterben nicht. Mitte des vorigen Jahrzehnts blieb das eiserne Mühlenrad am Fuße des Hagenberges, dort, wo sich Flaake und Moore treffen, stehen.
gefunden in:
Moringer Geschichte(n) - Moringer Familien - Die Hagenbergsmühle ...
weperhase.bplaced.net/?Moringer...Wassermuehlen...Hagenbergsmuehle
(Förderkreis Königshütte Bad Lauterberg e.V.)
Maßstab: 1 zu 25
- Schlagwort:
- Müllereitechnologie
Grafik, Fotografie > Zeichnung
Handwerk
Moringen (Northeim, Niedersachsen)
Weitere Informationen
Administrative Daten
- Link zur Seite:
- https://ku-ni.de/record_kuniweb_166486
- Lizenz der Metadaten:
- kein Copyright / Public domain (CC0 1.0)
- Lizenz der Digitalisate:
- Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International (CC BY-NC-ND 4.0)