Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International (CC BY-NC-ND 4.0)
Rechteinhaber: Förderkreis Königshütte Bad Lauterberg e.V.
Überfallschütze zum unterschlächtigen Wasserrad für die Gips-Industrie Niedersachswerfen, 1904
Allgemein
- Kategorie:
- Grafik
- Datierung:
- 03.06.1904
- Material / Technik:
- Papier
Zeichnung
Inhalt
- Beschreibung:
- Zeichnung - koloriert
Herstellungsort - Königshütte, (Bad) Lauterberg
Auftraggeber und Standort:
F. W.Gossel (Nordhausen) für die Gips-Industrie Niedersachswerfen
Anmerkung.
Genau in diesen Tagen (Anm.: August 2017) war der 100. Geburtstag des Gipswerkes Niedersachswerfen. Denn Ende Juli 1917 stieg die BASF-Tochter Ammoniakwerk Merseburg GmbH bei Nordhausen in die Gips- und Anhydritvorkommen am Kohnstein ein. … Die Gewinnung von Steinen und Material am Kohnstein oder andere Nutzungen mit anthropogenem Charakter sind tatsächlich wohl mehrere tausend Jahre alt. Allerdings wird alles überschattet von der jüngeren Geschichte Nazideutschlands, die direkte Bezüge zum Gipswerk Niedersachwerfen hat. Bereits vor 1917 bestanden gleich diverse Unternehmen, die am Kohnstein etabliert gewesen sind. Dazu gehörten die Fa. Süßmilch aus Leipzig oder die Firma Otte. Die Geschäftsführung des Gipswerkes trat mit notariellen Verträgen des königlichen Nordhäuser Notars Dr. Usbek in vielfältige, teils rückbezogene Rechtsverhältnisse ein. Dies wurden aber schließlich vom Gipswerk dominiert. Größere Grundstückzukäufe, die damals schon durchaus teils unter Zwangsandrohung stattfanden, ließen insbesondere bis 1919 ein ganzes Konvolut von Verträgen entstehen. … 1917 startete man mit vier gewerblichen Mitarbeitern, deren Anzahl schnell anstieg. Das Gipswerk Niedersachswerfen bei Nordhausen am Kohnstein selbst hatte in Rechtsnachfolge oder in Neugründung über diese 100 Jahre viele Mütter. Zunächst die BASF mit ihrem Konzernbetrieb Ammoniakwerke Merseburg GmbH (IG Farben), Leuna-Werke. Einige Jahre war das Mineraldünger Chemiewerk Leuna in sowjetischer Hand. Dann die Leuna-Werke „Walter Ulbricht“ als volkseigenes DDR Kombinat. Im Zuge der Neuordnung der Volkswirtschaft in der Sowjetzone und der DDR wurde dem Gipswerk auch das ehemalige Anhydritwerk einverleibt. Somit der Zugang zu Baustoffen. Nach der Wende dann die Leuna-Werke AG und GmbH, schließlich für das Gipswerk das Ende unter der Firma Wildgruber, nunmehr vorher auch als Harzer Anhydritwerk benannt. Im November 2002 erfolgte ein Beschluss zur Stilllegung von WICO. 2003 wurden Assets an die Firma Knauf sowie die heutigen Bergerwerksbetreiber verkauft. Mittlerweile erinnert am Kohnstein fasst nichts mehr an das alte Gipswerk Niedersachswerfen, denn die Anlagen wurden mittlerweile bald restlos abgerissen…. Für die Zementindustrie und den Wohnungsbau ist das Gipswerk seinerzeit ein wichtiger und bedeutender Lieferant gewesen. … Heute wird am Kohnstein Ausbruchsmaterial vom Stuttgart 21 -Projekt im großen Stil eingelagert und das Bergwerk liefert auch wieder Material, insbesondere für Fußbodenestriche.
Quelle:
100 Jahre Gipswerk Niedersachswerfen : 13.08.2017, 11.21 Uhr
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(Förderkreis Königshütte Bad Lauterberg e.V.)
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- Schlagwort:
- Wasserrad
Grafik, Fotografie > Zeichnung
Industrie
Nordhausen (Thüringen)
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