Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International (CC BY-NC-ND 4.0)
Rechteinhaber: Städtisches Museum Göttingen
Portaluhr
Allgemein
- Kategorie:
- Alltagskultur
- Datierung:
- Erstes Drittel 19. Jahrhundert
- Material / Technik:
- Samt
Holz
Glas
Bronze
Gold
- Maße / Umfang:
- Höhe: 15 cm (Mit Glassturz und Podest)
Breite: 9 cm (Mit Glassturz und Podest)
Tiefe: 5 cm (Mit Glassturz und Podest)
Inhalt
- Beschreibung:
- Portaluhr auf hölzernem Podest mit Glassturz. Das Uhrwerk befindet sich in einer runden, vergoldeten Trommel, die auf Säulen ruht; es ähnelt einem Portal - daher der Name. Der Rand um die Frontseite des Uhrwerks ist plastisch verziert. Das messingene Zifferblatt ist etwas dezentral in die silberne Frontseite eingelassen. Unterhalb des Zifferblatts steht in hebräischen Buchstaben: "Und liebe deinen Nächsten wie dich selbst" (ואהבת לרעך כמוך). Das Zifferblatt weist hebräische Zahlzeichen auf. Zwei Zeiger sind vorhanden. Die Uhrwerktrommel wird von zwei mit goldenem Blattwerk umwundenen silbernen Säulen getragen, die jeweils mit einer goldenen Kugel oben abschließen. Die Säulen sind auf einem Podest mit ovalem Grundriss aufgebracht. Umlaufend ist das vergoldete Podest mit einem sich wiederholenden, ineinandergreifenden Spiralmuster plastisch verziert. Auf dem Podest mittig ist eine Darstellung der Gesetzestafeln angebracht. Auf einer silbernen Tafel in einem goldenen Rundbogen (oben perlschnurartiger Rundbogen, ruhend auf zwei Säulen) sind in zwei Kolumnen in Hebräisch die Zehn Gebote geschrieben. Darüber ein Davidstern.
Der ganze Uhrenaufbau ist mit einer Schraube auf ein ovales Podest aus dunklem Holz montiert, das auf vier gedrechselten Füßen steht. Um die Basis des Uhrenaufbaus ist roter Samt gelegt, auf den ein zylindrischer Glassturz mit runder Kuppel gestellt ist. Pendel und Schlüssel fehlen.
Diese Portal- oder auch Miniatur-Kommodenuhr diente, wie der Name schon andeutet, als Dekoration im bürgerlichen jüdischen Haushalt. Trotz des weltlichen Charakters wurde nicht auf religiöse Symbole verzichtet, um den jüdischen Charakter des Heims auch in der Dekoration anzudeuten.
(Städtisches Museum Göttingen)
Beschrieben in:
„700 Jahre Juden in Südniedersachsen - Geschichte und religiöses Leben : Ausstellung im Städtischen Museum Göttingen vom 14. Oktober bis 9. Dezember 1973. Siebenhundert Jahre Juden in Südniedersachsen - Geschichte und religiöses Leben“. Städt. Museum, Göttingen, 1973. (Waldemar Röhrbein, 700 Jahre Juden in Südniedersachsen, Göttingen 1973, S. 77; Nr. 253)
Beschrieben in:
„Jüdisches Kultgerät des 17. bis 19. Jahrhunderts : 3. November bis 31. Dezember 1968 [Göttingen: Städtisches Museum]“. Städtisches Museum, Göttingen, 1968. (Waldemar Röhrbein, Jüdisches Kultgerät, Göttingen 1968, S. 9, Nr. 11)
Beschrieben in:
„Jüdisches Jahr - jüdischer Brauch : Ausstellung im Landesmuseum Münster vom 7. November bis 4. Dezember 1972“. Landesmuseum, Münster, 1972. (Zvi Sofer (Hg.). Jüdisches Jahr, jüdischer Brauch. Ausstellung im Landesmuseum vom 7. November bis 4. Dezember 1972. Münster 1972, Kat.Nr. 11)
Weitere Informationen
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