Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International (CC BY-NC-ND 4.0)
Rechteinhaber: Förderkreis Königshütte Bad Lauterberg e.V.
Rädervorgelege für die Schützenzüge von Herrn Ernst Lockemann in Benniehausen, 1924
Allgemein
- Kategorie:
- Grafik
- Datierung:
- 24.07.1924
- Material / Technik:
- Papier
Zeichnung
Inhalt
- Beschreibung:
- Zeichnung – schwarz-weiß
Herstellungsort – Königshütte, Bad Lauterberg
Auftraggeber und Standort:
Ernst Lockemann, Benniehausen
Information:
Zur Inventarnummer sind drei Zeichnungen vorhanden, eine davon in zwei Ausführungen.
Anmerkung zur Mühle und zum Auftraggeber:
Ursprünglich existierten bis in die erste Hälfte des vorigen Jahrhunderts, drei Mühlen in Benniehausen, was diesem Ort auch die Bezeichnung „Drei-Mühlen-Dorf“ einbrachte. Diese drei Mühlen sind auch wesentlicher Bestandteil des Dorfwappens. Zwei dieser Mühlen existieren heute nicht mehr bzw. sind bis zur Unkenntlichkeit baulich verändert, ihre Wehre sind restlos verschwunden. Die Dritte Mühle, die sogenannte Hessenmühle, ist die einzige der drei Mühlen Benniehausen`s, deren Gebäude noch in ihrer ursprünglichen Form weitgehend erhalten ist. Das Wehr aus großen Buntsandsteinblöcken war bis 1997 teilweise noch sichtbar.
Die Lockemannsche Mühle
1702 am 6. August heiratete Anna Elenore Lockemann, die Tochter von Hans Lockemann, den Müller aus der Oberen Mühle in Rosdorf Christian Schrader und erbte die Lockemannsche Mühle in Benniehausen. Als der Mühle in Rosdorf, im Jahre 1731, die Zwangsversteigerung drohte, kauft ihr Bruder Barthold Lockemann die Mühle in Benniehausen zurück. Barthold Lockemann war mit einer Müllerstochter aus der Hessischen Mühle verheiratet, namens Hildebrandt.
1840: In einem Testament von 1840, war die Mühle als eine Mahl – Oel – Schneide – und Grütze – Mühle beschrieben. Diese bemerkenswerte Kombination hatte einen enormen Vorteil, so konnte je nach Jahreszeit gemahlen oder Holz gesägt werden und garantierten dem Mühlenbetreiber ein gutes Auskommen. Die meisten Mühlen waren nicht Eigentum der Müller. Vor den Ablöseverträgen musste ein Pachtzins an den jeweiligen Lehnsherren gezahlt werden. Die Lockemannsche Mühle unterlag bis zur Ablösung einem solchen Lehnsverhältnis und war damit den Herren von Uslar – Gleichen zinspflichtig.
Um eine Mühle zu treiben benötigte man ein Staurecht, was die Menge des angestauten Wassers regulierte, damit den tiefer gelegenen Mühlen nicht das Wasser abgegraben wurde. 1969 wurde das Staurecht der Lockemannschen Mühle endgültig aufgegeben.
Ursprünglich wurde im Wohnhaus des Lockemannschen Anwesens das Getreide zu Mehl vermahlen. 1832 wurde die Sägemühle gebaut, 1925 bauten die Lockemann`s ein liegendes Vorgelege in die Mühle um die Antriebstechnik der Säge zu verbessern.
Nach dem Zweiten Weltkrieg, auf Grund des hohen Bauholz Bedarfs, wurde in zwei Schichten gefahren und damit erlebte die Lockemannsche Mühle eine neue Blütezeit. Der Mühlengraben und die Stauanlagen wurden in 1990er Jahren entfernt; die Sägemühle wird heute wieder als Betriebsgebäude genutzt.
In den 1990 Jahren wurde das Wehr durch den Leineverband entfernt.
aus: Arbeitskreis Heimatpflege - Mühlen
benniehausen.de/Gewerbe-damals-u-heute/Muehlen/
(Förderkreis Königshütte Bad Lauterberg e.V.)
Maßstab: 1 zu 5
- Schlagwort:
- Wehr
Wassernutzung
Grafik, Fotografie > Zeichnung
Handwerk
Benniehausen (Gleichen, Göttingen, Niedersachsen)
Weitere Informationen
Administrative Daten
- Link zur Seite:
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- Lizenz der Digitalisate:
- Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International (CC BY-NC-ND 4.0)