Namensnennung - Nicht-kommerziell - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International (CC BY-NC-SA 4.0)
Rechteinhaber: Herzog Anton Ulrich-Museum Braunschweig
Spiegelschrank
Allgemein
- Kategorie:
- Kunsthandwerk
- UrheberIn/BeteiligteR:
- Johann Heinrich Balthasar Sang
Thomas Körblein
- Datierung:
- 1752
- Entstehungsort:
- Braunschweig
- Material / Technik:
- Kern aus Fichtenholz, graviertes Spiegelglas, glanzvergoldete Lindenholzschnitzereien, Messing und Eisen (Beschläge und Schlösser), Auskleidung mit gefärbtem Büttenpapier
- Maße / Umfang:
- Höhe 276 cm
Inhalt
- Beschreibung:
- Das auf einem in Holz geschnitzten und vergoldeten Rokoko-Fußgestell ruhende, an nahezu allen sichtbaren Flächen mit spiegelnden Glasplatten belegte Möbel besteht aus einer Kommode mit drei Schubladen und einem zweitürigen Aufsatz, der im ebenfalls verspiegelten Inneren über kleinen Schubladen einen überkuppelten kleinen bühnenartigen Raum aufweist. Die Gestaltung der Außenseiten ist geprägt durch den Kontrast zwischen den gänzlich unverzierten Seiten- und Türfüllungen am Aufsatz und dem kleinteiligen Gravurdekor auf allen übrigen Spiegelflächen. Neben Rocaillen und Gitterwerk finden sich auch figürliche Szenen, so etwa die Vier Jahreszeiten an den Türen oder im Innern Landschaften mit Jägern bzw. einem Hirtenpaar. Der Dekor kulminiert in der Bekrönung des Schrankes mit dem herzoglichen Wappen im geschwungenen Giebel und den Monogrammen Herzog Carls I. ("C") und seiner Gemahlin Philippine Charlotte ("PC") jeweils an einem der seitlichen Obelisken. Der offenbar für den herzoglichen Hof geschaffene Schrank entstand in der von Carl I. ins Leben gerufenen Fürstlichen Spiegelfabrik, wie die Signaturen des dort tätigen Glasschleifers Johann Heinrich Balthasar Sang und des Fabrikleiters Thomas Körblein belegen.
vier der Spiegelplatten mit "Sang"; "Sang f" bzw. "Sang fecit" signiert, davon einmal zusammen mit einer Datierung "Sang fecit 1751"; in Goldschrift datiert und signiert von Thomas Körblein im Innern des Schrankaufsatzes: "17 Körblein fecit 52"
Literatur:
Alfred Walz in: Jochen Luckhardt (Hrsg.), Herzog Anton Ulrich-Museum. Die Sammlung, München/Berlin 1993, S. 70f. Alfred Walz, Ein Spiegelschrank Herzog Carls I., in: Weltkunst 6, 1992, S. 678f. Alfred Walz in: Jochen Luckhardt (Hrsg.), Herzog Anton Ulrich-Museum. Kurzführer, Braunschweig 1991, S. 63. Rolf Hagen in: Rüdiger Klessmann (Hrsg.), Herzog Anton Ulrich-Museum Braunschweig, München 1987, S. 238f.
- Schlagwort:
- Möbel
Schrank
Weitere Informationen
Administrative Daten
- Link zur Seite:
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