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Rechteinhaber: Herzog Anton Ulrich-Museum, Braunschweig; Foto: Claus Cordes
Uschebti des Hor-ir-aa (Typologie nach Schneider: Cl.XIA1; W34; H5; I6; B27; Tp3b)
Allgemein
- Kategorie:
- Archäologie
- Datierung:
- Ägypten, Spätzeit, Sakkara, 26. Dynastie, Necho II. bis Apries (ca. 712-664 v. Chr.)
- Fundort:
- Sakkara
- Material / Technik:
- Mattgrüne Fayence
- Maße / Umfang:
- Maße: 18,1 x 5,1 x 4,7 cm
Inhalt
- Beschreibung:
- Beschreibung:
Das fein gearbeitete Uschebti zeigt viele Einzelheiten. Es trägt die dreigeteilte Perücke und einen Bart, dessen Ende nach vorne gerollt ist. Die Arme liegen über Kreuz, die Hände halten beide einen Handpflug. Zusätzlich dazu hält die linke Hand ein Seil, an dem über der Schulter ein Korb mit Dünger oder Saatgut hängt. Die Totenstatuette ist in Rückenpfeiler und Sockel eingebunden. Die Inschrift lautet: sHD Wsjr mr rw.t @r-jr-aA mAa xrw Dd=f j wSb.tj pn jr jp.tw Wsjr mr rw.t @r-jr-aA mAa xrw r jr kA.t nb<.t> jr.j m-m Xr.t-nTr jst.w Hw sDb jm m s r Xr.t=f mk-wj kA=k jp.tw=tn r nw nb jr.t jm r srwD sx.t r smnH wdb.w r Xn Sa n jmnt.t r jAbt.t Ts-pXr mk-wj kA=k „Der Erleuchtete, der Osiris, Vorsteher der Vorhalle, Hor-ir-aa, der gerechtfertigt ist! Er sagt: O dieses Uschebti, wenn man den Osiris, Vorsteher der Halle, Hor-ir-aa, der gerechtfertigt ist, aufzählt, um jegliche Arbeit zu machen, die in der Nekropole getan wird, wenn dort Unheil verhängt wird gegen einen Mann bei seiner Pflicht, dann sollst du sagen: ‚Siehe mich!’ Ihr werdet gezählt zu jeder Zeit, die dort verbracht wird, um das Feld anzulegen, um die Ufer zu bewässern, um Sand (= Dünger) von Westen nach Osten zu fahren und so weiter. ‚Siehe mich!’ sollst du sagen!“ Hor-ir-aa trug den „schönen Namen“ Neferibre-nefer, bei dem es sich um einen Beinamen handelt, und zeichnete sich durch seine Tätigkeiten im Ptah-Tempel in Memphis aus. Sein Grab wurde Anfang des 19. Jahrhunderts in Saqqara entdeckt und wurde als „Lepsius 23“ bezeichnet (Porter/Moss III, S. 171). Es war ungeplündert. Die dort gefundenen Objekte, unter anderem sein Sarg, seine Kanopenkrüge, ein Libationstisch, viele Uschebtis und Statuenfragmente befinden sich heute verstreut in Museen Europas. Als Beispiele finden sich auf der Karteikarte des Uschebtis im Museum August Kestner in Hannover (Inv. Nr. 2186) die Angaben: 3 andere Exemplare in Berlin (Ausführliches Verzeichnis der ägyptischen Altertümer (1899) S. 277 Nr. 959, 971, 4510.) 1 im Herzogl. Museum zu Braunschweig und 1 in der Slg. des Gymnasiums Adolphinum zu Bückeburg. Ein Exemplar im Herzogl. Museum zu Gotha und im Museum zu Leyden (Slg. Anastasi). 2 Exemplare im National Museum Kopenhagen.
Katalog-Nummer:
96
Literatur:
Iris Tinius, Altägypten in Braunschweig, 2011, Hg.: Regine Marth (Sammlungskataloge des Herzog Anton Ulrich-Museums Braunschweig; 16)
- Schlagwort:
- Sakkara
Spätzeit, 26. Dynastie, Necho II. bis Apries (ca. 712-664 v. Chr.)
Altägypten
Außereuropäische Kunst
Antike
Statuette
Uschebti
Weitere Informationen
Administrative Daten
- Link zur Seite:
- https://ku-ni.de/isil_DE-MUS-026819_1928
- Weitere Information:
- https://publikationsserver.tu-braunschweig.de/receive/dbbs_mods_00065907