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Landwehrschencke bei Göttingen : [Stammbuchblatt]
Allgemein
- Kategorie:
- Grafik
- UrheberIn/BeteiligteR:
- Heinrich, Benedikt Wilhelm
Weigel, Carl Wilhelm Theodor
Riepenhausen, Ernst Ludwig
- Datierung:
- ca. 1829
- Erscheinungsort:
- Göttingen
- Material / Technik:
- Stich
- Maße / Umfang:
- 173 x 104 mm
Inhalt
- Beschreibung:
- Das Stammbuchblatt ist dem Stammbuch des Studenten Benedikt Wilhelm Heinrich entnommen und kam 1942 als Geschenk in den Besitz der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek. Das Stammbuch enthält 42 lose Blätter in einer Schatulle mit Schuber mit und ohne Graphiken, zum Teil Landschaftsbilder von Göttingen und Umgebung, sowie Bildnisse Göttinger Professoren. Die Landwehrschenke war ein historischer Gasthof im Leinegraben bei Göttingen. Den Studentenverbindungen diente sie früher als Pauklokal (Ort an dem Mensuren stattfanden). Das alte Fachwerkgebäude steht unter Denkmalschutz. Die Landwehrschenke mit ihrer Kegelbahn diente ab dem 18. Jahrhundert auch als Ausflugsziel für die Göttinger Bevölkerung samt Studentenschaft, das nach einer guten halben Stunde Fußmarsch zu erreichen war. Hauptkonkurrenz für den Betrieb war die um 1800 durch die Herren von Hardenberg 1,7 Kilometer südlich an derselben Straße angelegte Gartemühlenschenke.] Zu Beginn des 19. Jahrhunderts verkehrte in der Landwehrschenke auch der Corpsstudent Heinrich Heine. Ebenfalls seit Mitte des 19. Jahrhundert war die Landwehrschenke beziehungsweise eines ihrer Nebengebäude Pauklokal des Göttinger Senioren-Convents, wo die Corps ihre Bestimmungsmensuren ausfochten. Der schmucklose Saal war mit einer Biertheke ausgestattet und enthielt im übrigen an den Seiten Tische für jedes der sieben Göttinger Corps sowie für die ebenfalls teilnehmende schwarze Verbindung Lunaburgia. Zur ärztlichen Wundversorgung war noch ein Flickzimmer vorhanden, in dem die Paukärzte die Schmisse nähten. Die Landwehrschenke blieb bis zum Verbot der Studentenverbindungen durch die Nationalsozialisten 1935 das bevorzugte Pauklokal des Göttinger SC. Auch nach dem Zweiten Weltkrieg fochten die Göttinger Corps nach der Entscheidung des BGH im Göttinger Mensurenprozess (1953) während der 1950er Jahre wieder bevorzugt auf der Landwehr. Neben der gastronomischen Nutzung waren die Schenken häufig auch Anlaufstellen für käufliche Liebe. Dieser Tradition ist das heute noch vorhandene Gebäude treu geblieben. Circa seit 1990 wird die Landwehrschenke als Bordell genutzt. siehe: Brednich, Rolf Wilhelm: Denkmale der Freundschaft. Friedland 1997, S. 48 u. siehe: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Landwehrschenke&oldid=88326447.
Weitere Informationen
Administrative Daten
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