Namensnennung 4.0 International (CC BY 4.0)
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Mariaspring bei Göttingen : [Stammbuchblatt]
Allgemein
- Kategorie:
- Grafik
- UrheberIn/BeteiligteR:
- Heinrich, Benedikt Wilhelm
Riepenhausen, Ernst Ludwig
- Datierung:
- ca. 1815
- Erscheinungsort:
- Göttingen
- Material / Technik:
- Stich
- Maße / Umfang:
- 173 x 104 mm
Inhalt
- Beschreibung:
- Das Stammbuchblatt ist dem Stammbuch des Studenten Benedikt Wilhelm Heinrich entnommen und kam 1942 als Geschenk in den Besitz der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek. Das Stammbuch enthält 42 lose Blätter in einer Schatulle mit Schuber mit und ohne Graphiken, zum Teil Landschaftsbilder von Göttingen und Umgebung, sowie Bildnisse Göttinger Professoren. Mariaspring in der Gemeinde Bovenden im Landkreis Göttingen ist die Quelle des Baches "Rauschenwasser" und war bis zum Zweiten Weltkrieg beliebtes Ausflugsziel etwa zehn Kilometer nördlich von Göttingen, unterhalb der Burg Plesse gelegen. Als Keimzelle für die spätere Gastronomie in Mariaspring gilt wie auch andern Orts die dortige Papiermühle von Henning Hasenbalg, die dieser 1697-1698 errichtet hatte. Hasenbald starb 1714, die dortige Mühle blieb in Familienbesitz. 1797-1798 unternahm der Leibmedicus Strohmeyer mit ehemaligen Patienten zur Genesungen Landpartien in die Umgebung Göttingens, so auch nach Mariaspring. Strohmeyer bestellte Musikanten, Getränke und warme Suppe, außerdem wurden Zelte aufgeschlagen. Die Veranstaltungen fanden so großen Anklang, dass die Gebrüder Hasenbalg mit Ihrer Mutter 1804 offiziell eine Gastwirtschaft eröffneten. Es wurden Terrassen angelegt, Tische und Stühle aufgestellt und ganz in der Nähe der Quelle eine Tanzfläche im Freien errichtet, die auf diesem Stammbuchkupfer gut zu sehen ist. Bei der Jubiläumsfeier der Universität im Jahr 1887 fand als Höhepunkt ein Studentenfest in Mariaspring statt. Das Kuratorium der Universität hatte an dem Riepenhausenschen Kupfer Anstoß genommen und das sich an der Wand des Häuschens vorn links ungeniert küssende Paar moniert. Bei der überarbeiteten Platte die hier vorliegt hat Riepenhausen das Liebespaar durch einen Schlagschatten etwas aus dem Blick gerückt. Es fällt jedoch auf, daß dieser gekünstelte Schatten nicht mit dem Lichteinfall von rechts korrespondiert. Nach dem Zweiten Weltkrieg konnte die Gastwirtschaft nicht wieder belebt werden. Seit 1952 befindet sich hier die Ländliche Heimvolkshochschule Mariaspring. siehe: Brednich, Rolf Wilhelm: Denkmale der Freundschaft. Friedland 1997, S. 87 und siehe: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Mariaspring&oldid=86765496.
Weitere Informationen
Administrative Daten
- Link zur Seite:
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- Anmerkung zum Original:
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