Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International (CC BY-NC-ND 4.0)
Rechteinhaber: Städtisches Museum Göttingen
Astrolabium
Allgemein
- Kategorie:
- Technik
- Datierung:
- 17. Jahrhundert (weiße Kartei)
- Material / Technik:
- Messing
graviert
- Maße / Umfang:
- Breite: 24,6 cm (Diameter)
Höhe: 19 cm (Halbkreis mit Ring)
Inhalt
- Beschreibung:
- Astrolabium mit Kompaß und Diopter. Paris, wohl 17. Jh.; signiert auf dem Diameter: Le Febvre A Paris (AP ligiert). Auf der Rückseite bewegliche, durch Schraube zu fixierende Hülse zum Aufstecken; zentral am Halbkreis über Akanthusornament beweglich montierter Ring zum Aufhängen. Der Halbkreis ist in 180 Grade aufgeteilt; oben und an den Verbindungsstellen mit dem Diameter Volutenornament aus Akanthus. Auf der zentral beweglich gelagerten Diopterleiste zentrales Rosettenornament, begleitet von Akanthus mit Früchten. Der zentral zwischen Halbkreis und Diameter angeordnete Kompaß, der in einem rückseitig angeordneten flachen Kasten gelagert ist, zeigt ein graviertes Blatt mit den Angaben der Himmelsrichtungen in französischer Sprache; der erhöhte umrandete Ring ist in 360 Grade eingeteilt. Gerahmt wird er durch eine Girlande aus Akanthus mit Früchten, in den Zwickeln leiten Akanthusblätter zum Halbkreis und Diameter über. Die verbleibenden Räume werden durch à jour-gearbeitetes Akanthusornament mit grotesken Drachenköpfen gefüllt. Hersteller ist möglicherweise der Pariser Goldschmied Francois Le Febvre gewesen, der 1635 und 1657 Ornamentsammlungen für Goldschmiede veröffentlicht hat.
In der Sammlung des Städt. Museums befinden sich Modelle und Instrumente Göttinger Universitätssammlungen. Zu nennen sind hier die „Modellkammer“ (ca. 1734 - 1884) und das „Physikalische Kabinett“ (1789 – 1849).
Modellkammer: Der Grundstock der Sammlung wurde in den 30er Jahren des 18. Jahrhunderts gelegt. Eine gezielter Aufbau und Nutzung in der Lehre erfolgten aber erst später. Die Sammlung setzte sich aus verschiedenen Schenkungen zusammen: beispielsweise Instrumente von Joachim Heinrich von Bülow (1735), einige wenige, große Objekte aus der Schenkung Johann Friedrich von Uffenbachs (die Schenkung machte er 1736, die Objekte kommen aber erst, auch wegen Rechtsstreitigkeiten, 1769/70 in Göttingen an), 1832 die Sammlung mathematischer Instrumente des Professors für Mathematik Bernhard Friedrich Thibaut und die Sammlung Johann Beckmanns (1817). Die Unterbringung der Modellkammer wechselte im Lauf ihres ungefähr 150-jährigen Bestehens immer wieder. Die Sammlung wurde um 1880 aufgelöst.
Physikalisches Kabinett: Lichtenberg verkaufte seine private Sammlung „Apparat von physikalischen Instrumenten“ 1789 an die Universität Göttingen. Die Instrumente wurden 1791 durch Objekte aus der v. Uffenbachschen Donation (s.o.) ergänzt. Diese Sammlung wurde 1799 von Tobias Mayer, Lichtenbergs Nachfolger, übernommen und von diesem Zeitpunkt „Kabinett“ genannt. Sie behielt diesen Namen bis zu ihrer Auflösung 1849. Wichtigstes Verzeichnis der Sammlung bildet Mayers „Catalog des Physikalischen Apparats“ von 1813. Er enthält Hinweise zum Gebrauch der Instrumente und diente der Vorbereitung von Experimenten in den Vorlesungen.
Nutzungsgeschichte: Das Objekt stammt ursprünglich aus der Sammlung Uffenbach. Laut Eingangsbuch "aus der Modellkammer der Univers" - ob das Objekt sich wirklich vor dem Erwerb durch Berlepsch in der Modellkammer befand, ist nicht gesichert. (Städtisches Museum Göttingen)
Literatur in Zusammenhang:
Mayer, Johann Tobias: Katalog des physikalischen Apparates, 1813, H1, Ge. 1, S. 193. Nickol, Thomas: Edition "Georg Christoph Lichtenberg Vorlesung zur Naturlehre"…S. 186f. (Vorabdruck).
- Schlagwort:
- Astrolabium
Universität Göttingen
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Öffentlichkeit und Gemeinwesen
Weitere Informationen
Administrative Daten
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- Lizenz der Digitalisate:
- Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International (CC BY-NC-ND 4.0)