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Chanukka-Leuchter

Bibliografische Daten

fullscreen: Chanukka-Leuchter

Allgemein

Kategorie:
Alltagskultur
Datierung:
19. Jahrhundert / Anfang 20. Jahrhundert
Material / Technik:
Zinn
Metallguss
Maße / Umfang:
Höhe: 22 cm
Breite: 33 cm
Tiefe: 6 cm

Inhalt

Beschreibung:
Bank-Typ, bestehend aus drei Komponenten: Haupteil, Bank mit Brennschalen und ein kleiner Eimer.
Der Hauptteil besteht aus einem bankähnlichen Aufbau auf vier Kugelfüßen mit einer Rückenplatte, geschweiften Seitenwänden und einer wannenähnlichen Basis. Die Rückenplatte ist oben mehrfach geschwungen, hat zwei Löcher zum Aufhängen und eine im Halbrelief gegossene Kanne, wohl als Symbol für die Ölkanne im Tempel. Die Initialen HL sind in lateinischer Kursivschrift eingraviert. An einem Schweif der rechten Seitenwand ist das neunte Brennschälchen, mit einem Griff versehen, fest angebracht. Dieses eigentlich bewegliche Element wird Diener oder hebr. Schammasch genannt. Mit ihm werden die Dochte in den Brennschälchen entzündet.
Die Brennschälchen bilden eine zusammenhängende Reihe, die auf geschwungenen Beinen links und rechts ruhen; das ganze ist in einem Stück gegossen.
Separat das Eimerchen mit beweglichem Henkel: es diente zum Befüllen der Brennschälchen mit Öl.

Drei Umstände weisen auf den Ausstellungs- im Gegensatz zum Gebrauchscharakter des Stückes hin: zum einen der fest montierte und dementsprechend nicht zum Gebrauch bestimmte schammasch, das Vorhandensein aller Einzelteile (ungewöhnlich bei einem lange in Gebrauch gewesenen Stück) und die Spende des Objekts direkt vom Zinngießer Weygang. Besonders im Historismus wurden alle möglichen Zinnobjekte, eben auch Chanukka-Lampen, von den Zinngießern, meist unter Gebrauch der alten Formen, nachgegossen. Seit den 1870er Jahren (Weltausstellung in Paris, Sammlung Strauss) wurden jüdische Zeremonialobjekte zunehmend auch als sammlungs- und ausstellenswerte Kunstobjekte wahrgenommen. In diesem Zusammenhang ist auch diese Lampe zu sehen; d.h. sie wurde höchstwahrscheinlich nicht als Ritualobjekt verwendet.
(Städtisches Museum Göttingen)

Beschrieben in:
„Jüdisches Kultgerät des 17. bis 19. Jahrhunderts : 3. November bis 31. Dezember 1968 [Göttingen: Städtisches Museum]“. Städtisches Museum, Göttingen, 1968. (Waldemar Röhrbein, Jüdisches Kultgerät, Göttingen 1968, S. 21, Nr. 45.)

Beschrieben in:
„Jüdisches Jahr - jüdischer Brauch : Ausstellung im Landesmuseum Münster vom 7. November bis 4. Dezember 1972“. Landesmuseum, Münster, 1972. (Zvi Sofer (Hg.) Zur Geschichte der Juden in Münster, Jüdisches Jahr - Jüdischer Brauch. Katalog, Münster 1972; Katalog-Nr. 45-)

Beschrieben in:
„700 Jahre Juden in Südniedersachsen - Geschichte und religiöses Leben : Ausstellung im Städtischen Museum Göttingen vom 14. Oktober bis 9. Dezember 1973. Siebenhundert Jahre Juden in Südniedersachsen - Geschichte und religiöses Leben“. Städt. Museum, Göttingen, 1973. (Waldemar Röhrbein, 700 Jahre Juden in Südniedersachsen, Göttingen 1973, S. 126; Nr. 418.)

Beschrieben in:
bruno Crome, „Führer durch die Altertumssammlung des Städtischen Museums Göttingen“. Badenhoeck & Ruprecht, Göttingen, 1919. (Bruno Crome, Führer durch die Altertumssammlung, Göttingen 1919, S. 18.)
Schlagwort:
Häusliche Ausstattung (Jüdische Zeremonialobjekte)

Weitere Informationen

Objekttyp:
3D-Objekt
Sammlung:
Judaica
Einrichtung:
Städtisches Museum Göttingen
Aufbewahrungsort:
Städtisches Museum Göttingen
Identifikator:
1909/63

Administrative Daten

Link zur Seite:
https://ku-ni.de/record_kuniweb_942920
Lizenz der Metadaten:
Lizenz:
Lizenz der Digitalisate:
https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/4.0/deed.de

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Fabelschatz : Eine Sammlung von 208 Der Schönsten Und Besten Fabeln Für Die Jugend. Lechner, 1859.
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