Kulturerbe Niedersachsen Logo Vollbild
Wählen Sie mit der Maus den Bildbereich, den Sie teilen möchten.
Bitte wählen Sie aus, welche Information mit einem Klick auf den Link in die Zwischenablage kopiert werden soll:
  • Link zur Seite mit Hinweisbox im Bild
  • Link zu einem IIIF Bildfragment

Schützenwinden zum Schützenzug bei der Schleiferei II der Herberger Papierfabrik in Herzberg am Harz, 1922

Bibliografische Daten

fullscreen: Schützenwinden zum Schützenzug bei der Schleiferei II der Herberger Papierfabrik in Herzberg am Harz, 1922

Allgemein

Kategorie:
Grafik
UrheberIn/BeteiligteR:
MD_PERSON_DISPLAY:
Datierung:
31.07.1922
Material / Technik:
Papier
Zeichnung

Inhalt

Beschreibung:
Zeichnung – schwarz-weiß
Herstellungsort – Königshütte, Bad Lauterberg

Auftraggeber und Standort:
Kutsche & Co, Herzberger Papierfabrik, Herzberg am Harz

Hinweis:
Zur Inventarnummer sind vier Zeichnungen vorhanden, diese auch als Blaupause.

Anmerkung zur Geschichte der Papierfabrik:
Um 1500 ist im Lonauer Tal oberhallb der Mündung der Sieber in die Lonau eine Schmelzhütte für Eisen erbaut worden. 1565 ist diese von den drei Brüdern Cramer in eine Papiermühle umgewandelt worden. Kurz vor 1596 war in Lonau ein Sägewerk sowie ein Hochofen und eine Gießereianlage errichtet worden, der Lonauer Eisenhammer, urkundlich genannt um 1601. Gegründet war er um 1550 in zweiteiliger Form, d.h. Hütte und Hammer waren räumlich getrennt.
Mitte Januar 1714 stand die Stilllegung zur Debatte, der Plan wurde aber nicht realisiert.
1601 – am 28. Januar - haben Jakob Kohne und Heinrich Thulmann das Hüttenwerk mit Erbkaufvertrag den Vorbesitzern abgekauft.
Nach schlechter wirtschaftlicher Lage während des 30jährigen Krieges – hier keine genauen Daten – hat die Lonauerhammerhütte in 1641/42 die höchste Produktivität der Hütten im Südharz.
Ab 1738 gibt es wieder eine wirtschaftliche Talfahrt – der Bau des Sperberhaier Damms brachte das endgültige Aus, auch für die Sieberhütte, denn die Kohlungsplätze der beiden Hütten lagen in demselben Gebiet, der auch für die neue Silberhütte zuständig war.
Bis 1753 blieb die Hütte aber in Privatbesitz, wenn auch ein Teil schon seit 1744 dem Staat gehörte.
Bevor die Gebäude, das über Wasserkraft verfügte, abgerissen wurden, gab es aber einen Interessenten dafür → Faktor (Rechnungsführer der Kasse) Jobst Heinrich Ritter von der Gewehrfabrik Herzberg. – Er wollt sogenannte wilde Erze schmelzen und veredeln. Der erste Versuch war erfolglos, mit dem zweiten Versuch, aus einheimischem Roheisen schmiedbares Eisen herzustellen (frischen und schmieden) hat er eine offene Marktlücke gefunden – da dies zurselben Zeit auf der Königshütte nicht gemacht wurde.
Er gründete am 10.12.1765 eine Stahlsozietät, es wurde nach Anlaufschwierigkeiten auch Stahl produziert. Das Rohstahleisen kam von der Gittelder Hütte, der Stahl wurde der Königshütte verkauft.
Doch dann kam eine Teuerungswelle, das letzte Betriebsjahr war 1771, 1779 wurde das Stahlwerk versiegelt.
1788 wurde der Blankschmied Otto Friedrich Deppe mit der Lonauerhammerhütte belehnt, eine Blankschmiede zu etablieren. Es wurden Sensen, Klingen und Beile geschmiedet, außerdem gab es eine Schleifwerkstatt.
Warum 1808 das Aus kam, ist nicht bekannt.
Als weiterer Unternehmer kam Johann Ludwig Christian Marschhausen von 1808 – 1812, er blieb ohne Erfolg.
Aus der Konkursmasse kaufte ein Meister aus einer Blankschmiedefamilie – Neimke – das Ensemble, die Lonauerhammerhütte blieb bis 1890 in ihrem Besitz. Wegen wirtschaftlicher Schwierigkeiten mußte er aufgeben und verkaufte die Hütte an L. Strauch, dem bereits die Papiermühle gehörte und der damit den Standort ab 1890 zu einer Papierfabrik ausbaute.
siehe:
H-H Hillegeist, die Geschichte der Lonauerhammerhütte bei Herzberg/Harz, Göttingen 1977

(Förderkreis Königshütte Bad Lauterberg e.V.)

Maßstab: 1 zu 20

Beschrieben in:
H-H Hillegeist, die Geschichte der Lonauerhammerhütte bei Herzberg/Harz, Göttingen 1977
Schlagwort:
Wehr
Grafik, Fotografie > Zeichnung
Industrie
Herzberg am Harz (Osterode am Harz, Niedersachsen)

Weitere Informationen

Objekttyp:
Bild
Sammlung:
slg0243
Maschinenelemente, Zubehör und Werkzeuge
Einrichtung:
Industriedenkmal Königshütte Bad Lauterberg im Harz
Aufbewahrungsort:
Industriedenkmal Königshütte Bad Lauterberg im Harz
Identifikator:
F_1_a_592

Administrative Daten

Link zur Seite:
https://ku-ni.de/record_kuniweb_591965
Lizenz der Metadaten:
Lizenz:
Lizenz der Digitalisate:
https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/4.0/deed.de

Zitieren und Nachnutzen

Zitieren und Nachnutzen

Hier finden Sie Downloadmöglichkeiten und Zitierlinks zum Werk und aktuellem Bild.

museum_object

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador PDF DFG-Viewer
TOC

Bild

PDF
Herunterladen

Bildfragment

Link zur Seite mit Hinweisbox im Bild Link zu einem IIIF Bildfragment

Zitierlinks

Zitierlinks

museum_object

Um dieses Werk zu zitieren, stehen die folgenden Varianten zur Verfügung:
Hier kann eine Goobi viewer eigene URL kopiert werden:

Bild

Um dieses Bild zu zitieren, stehen die folgenden Varianten zur Verfügung:
Hier kann eine Goobi viewer eigene URL kopiert werden:

Zitierempfehlung

Schützenwinden Zum Schützenzug Bei Der Schleiferei II Der Herberger Papierfabrik in Herzberg Am Harz, 1922.
Bitte das Zitat vor der Verwendung prüfen.

Werkzeuge zur Bildmanipulation

Werkzeuge nicht verfügbar

Bildausschnitt teilen

Wählen Sie mit der Maus den Bildbereich, den Sie teilen möchten.
Bitte wählen Sie aus, welche Information mit einem Klick auf den Link in die Zwischenablage kopiert werden soll:
  • Link zur Seite mit Hinweisbox im Bild
  • Link zu einem IIIF Bildfragment

Kontakt

Haben Sie einen Fehler gefunden, eine Idee wie wir das Angebot noch weiter verbessern können oder eine sonstige Frage zu dieser Seite? Schreiben Sie uns und wir melden uns sehr gerne bei Ihnen zurück!

Wie viele Buchstaben hat "Goobi"?:

Hiermit bestätige ich die Verwendung meiner persönlichen Daten im Rahmen der gestellten Anfrage.