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Chanukka-Leuchter

Bibliografische Daten

fullscreen: Chanukka-Leuchter

Allgemein

Kategorie:
Alltagskultur
Datierung:
19. Jahrhundert; 1. Hälfte (Literatur)
Material / Technik:
Metall
Maße / Umfang:
Breite: 20 cm
Höhe: 14,5 cm
Tiefe: 4,5 cm

Inhalt

Beschreibung:
Ölleuchter des Bank-Typs zum jüdischen Lichterfest (hebr. Chanukka). Bestehend aus zwei Teilen: Korpus und einlegbare Leiste mit Brennschälchen. Die Rückwand des Korpus hat eingezogene Ecken, die gerundeten Seitenwände sind unten an den Füßen nach außen eingerollt und mit zwei Querverstrebungen am Korpus befestigt. In die Rückwand ist eine runde Scheibe, bestehend aus einer Kupferlegierung, eingelegt. Auf der Scheibe sind im Relief zwei schwebende Engel eingearbeitet. An der Rückwand eine Öse zum Aufhängen des Leuchters. An jedes der acht Brennschälchen ist eine röhrenförmiger Dochthalter angebracht, ein Röhrchen rechts fehlt. In drei Röhrchen sind noch Dochtreste vorhanden. Rechts an der Seitenwand ein weiteres Röhrchen, das als Halterung des Schammes (jidd. für Diener) diente, mit dem die Dochte entzündet wurden. Der Schammes fehlt. Dieses Objekt wurde dem Museum von der Familie Hahn geschenkt und ist Eigentum des Museums. Das Museum hat sich gegenüber den Nachkommen der Familie Hahn verpflichtet, dieses Objekt in einer künftigen Dauerausstellung zur Geschichte der Göttinger Juden und speziell der Familie Hahn zu präsentieren.

Zur Geschichte des Chanukka- oder Lichterfestes: Die jüdischen Makkabäer hatten die griechisch-syrischen Seleukiden am 25. Kislev 3597, d.h. 164 v.Chr vertrieben und deren Zeus-Altar aus dem Tempel in Jerusalem entfernt. Bei der Wiedereinweihung des Tempels hielt wunderbarerweise die eigentlich nur für einen Tag reichende Ölmenge für den zentralen Tempelleuchter acht Tage lang. Dementsprechend wird das Chanukka-Fest jährlich am Vorabend des 25. Kislev begonnen und dauert acht Tage. Es erinnert an das Ölwunder und die Wiedereinweihung des Tempels. Jeden Tag wird eine Kerze bzw. Ölschälchen mehr entzündet. Für das Entzünden wird der seitliche Kerzenhalter, der Diener oder hebräisch schammasch, jiddisch schammes, benutzt.


English version:
Oil lamp of the bench type for the Jewish festival of lights (Hebrew: Hanukkah). Consisting of two parts: body and insertable strip with burning bowls. The back wall of the body has recessed corners, the rounded side walls are rolled outwards at the bottom of the feet and attached to the body with two cross struts. A round disc made of a copper alloy is inserted into the back wall. Two floating angels are carved in relief on the disc. There is an eyelet on the back wall for hanging the candlestick. A tubular wick holder is attached to each of the eight fuel bowls; one tube on the right is missing. There are still wick remnants in three of the tubes. On the right side wall, there is another tube that served as a holder for the shammes (Yiddish for servant), which was used to light the wicks. The shammes is missing. This object was donated to the museum by the Hahn family and is the property of the museum. The museum has made a commitment to the descendants of the Hahn family to present this object in a future permanent exhibition on the history of the Jews of Göttingen and specifically the Hahn family.
The history of Hanukkah, or the Festival of Lights: On the 25th of Kislev 3597, i.e. 164 BC, the Jewish Maccabees drove out the Greek-Syrian Seleucids and removed their altar to Zeus from the Temple in Jerusalem. During the rededication of the temple, the amount of oil that was supposed to last only one day miraculously lasted for eight days. Accordingly, the Hanukkah festival begins annually on the eve of the 25th of Kislev and lasts for eight days. It commemorates the miracle of the oil and the rededication of the temple. Each day, one more candle or oil bowl is lit. The side candle holder, called a servant or chammash in Hebrew and chammes in Yiddish, is used for lighting.

(Städtisches Museum Göttingen)

Literatur in Zusammenhang:
Waldemar Röhrbein, Jüdisches Kultgerät, Göttingen 1968, S. 2; Nr. 49. - L. Ferera, C. Tollmien. Unter Mitarbeit von M. Hayden, S. Meen. Das Vermächtnis des Max Raphael Hahn. Eine Geschichte über Leben und Tod, mutige Beharrlichkeit und die fortwirkende Kraft der Familientradition. Göttingen: Hogrefe, 2015.
Schlagwort:
Leuchter
Licht
Chanukka
Öl
Göttingen
Feiertag
Fest
Judaika
Judentum
Juden
Religion/Glaube

Weitere Informationen

Objekttyp:
3D-Objekt
Sammlung:
Ausgewählte Objekte aus den Sammlungen des Städtischen Museums Göttingen
Einrichtung:
Städtisches Museum Göttingen
Aufbewahrungsort:
Städtisches Museum Göttingen
Identifikator:
JC.1900.014

Administrative Daten

Link zur Seite:
https://ku-ni.de/record_kuniweb_2647819
Lizenz der Metadaten:
Lizenz:
Lizenz der Digitalisate:
https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/4.0/deed.de

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“THE SAILOR’S RETURN.” / Des Seemanns Rückkehr.
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