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Wandleuchter

Bibliografische Daten

fullscreen: Wandleuchter

Allgemein

Kategorie:
Alltagskultur
Datierung:
Anfang 19. Jh.
Material / Technik:
Kupferlegierung
Punzierung
Metalltechnik
Maße / Umfang:
Tiefe: 16 cm
Höhe: 60 cm
Breite: 33,5 cm

Inhalt

Beschreibung:
Ovaler Wandleuchter mit drei Kerzenhaltern aus einer Synagoge. Material wahrscheinlich Messing. Die zentrale ovale Platte ist im Spiegel konvex aufgewölbt und glänzend poliert. Darin graviert die hebräische Stifterinschrift: "Hendel, Frau des Itzik aus Fürth, im Jahr 580 (1820), nach der kleinen Zählung". Eine glatte, um den zentralen Spiegel umlaufende Wulst leitet zum breiten, reich ziselierten Rand über: Blumen (und evtl. Früchte, Granatäpfel?) mit Stiel und Blättern sowie verschlungene Linien aus punzierten Punkten. Umlaufend um den äußeren Rand der Platte Wulst aus einem gewundenen Band. Unten an der Platte angebracht drei Kerzenhalter: drei Arme gehen von einem zentralen Punkt aus, halten einen runden Teller, darin die Tülle für die Kerze. Oben an der Hauptplatte angebracht ein palmettenartiges Element.

Auf den jüdischen Genrebildern des 19. Jh. von Moritz Oppenheim ist diese Art Wandleuchter in Haushalten und Synagogen zu sehen. In vorliegenden Fall weist die Inschrift auf eine Verwendung in einer Synagoge hin. Die Pult-Decke für die Bima (1898/729) stammt vom selben Spender Itzik. Alle drei Objekte, die beiden Wandleuchter und die Pult-Decke stammen, lt. Eingangsbuch "aus einer Synagoge vom Eichsfeld" (die Objekte wurden 1986 im Eingangsbuch für das Jahr 1898 nachinventarisiert; warum an dieser Stelle, kann z.Zt. nicht nachvollzogen werden). Der Thora-Vorhang 1897/475 wurde 1897 gespendet und hat einen ganz ähnlichen Brokat wie 1898/729. Für den Vorhang ist Bleicherode als Ursprung angegeben. Dies liegt zwar knapp außerhalb des Eichsfelds, eine Herkunft von 1898/727-729 von dort wäre denkbar.
Der auf dem identischen Leuchter 1898/727 erwähnte Name Basch kommt im 19. Jh. auch in Gelliehausen bzw. Bovenden vor (Zauberkünstler und Musiker, z.B. Ernst Basch). (Städtisches Museum Göttingen)

Gravur:
Der Wandleuchter hat eine Gravur. "Hendel, Frau des Itizk aus Fürth, im Jahr 580 (1820), nach der kleinen Zählung" (in hebräisch)

Gebrauchsort:
Eichsfeld (Thüringen) (Laut Eingangsbuch stammt das Objekt aus einer Synagoge im Eichsfeld.)
Schlagwort:
Judaika
Beleuchtung > Leuchte > Leuchter > Wandleuchter

Weitere Informationen

Objekttyp:
3D-Objekt
Sammlung:
Ausgewählte Objekte aus den Sammlungen des Städtischen Museums Göttingen
Einrichtung:
Städtisches Museum Göttingen
Aufbewahrungsort:
Städtisches Museum Göttingen
Identifikator:
JC.1898.727

Administrative Daten

Link zur Seite:
https://ku-ni.de/record_kuniweb_2533311
Lizenz der Metadaten:
Lizenz:
Lizenz der Digitalisate:
https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/4.0/deed.de

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