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Anstandslehre für die Jugend

Bibliografische Daten

fullscreen: Anstandslehre für die Jugend

Allgemein

Kategorie:
Fotografie
UrheberIn/BeteiligteR:
MD_PERSON_DISPLAY:
Datierung:
ca. 1974
Material / Technik:
Dia
Farbfotografie

Inhalt

Beschreibung:
Heinrich Bernhard Kunst wurde am 19. Mai 1900 in Hatten als Sohn einer Landwirtsfamilie geboren. Nach dem Abschluss der Volksschule Schlutter besuchte Kunst ab 1915 das Lehrerseminar in Oldenburg. Die Lehrerausbildung schloss er mit der zweiten Lehrerprüfung 1924 ab. Unterbrochen wurde seine Ausbildung durch einen Einsatz im Ersten Weltkrieg.
Seine erste Stelle als Lehrer hatte Kunst in Idafehn bei Leer, darauf zog er in den Raum Delmenhorst, wo er kurzzeitig Lehrer in Heidkrug war, bis er 1931 eine Lehrerstelle in Adelheide annahm. Dort lebte er mit seiner Frau und den beiden Töchtern bis nach dem Zweiten Weltkrieg.
Heinrich Kunst war seit Mai 1933 Mitglied der NSDAP, ab August 1933 war er als Parteifunktionär Zellenleiter in Adelheide, bis er im Dezember 1938 kommissarischer Ortsgruppenleiter wurde. Am 26. August 1939 wurde er bereits zur Wehrmacht eingezogen. Als Soldat war Heinrich Kunst die gesamte Zeit des Zweiten Weltkrieges an der Front (Polen, Frankreich, Afrika, Russland und Ungarn) eingesetzt, zuletzt im Rang eines Oberwachtmeisters. Bei Kriegsende geriet er in amerikanische Gefangenschaft, sodass er bis zum 19. September 1947 in Internierungshaft war. Als er aus dem Internierungslager Fallingbostel entlassen wurde, war er bereits in Kategorie 4a – ohne Beschäftigungseinschränkungen – eingestuft. Im schriftlichen Entnazifizierungsverfahren wurde er schließlich in Kategorie V – entlastet – eingestuft. Die Einstufung beruhte darauf, dass er sich selbst durch den Krieg als geläutert erklärte. Zudem setzten sich 50 Eltern, die nicht der Partei angehört hatten, sowie der Elternbeirat der Schule Adelheide für ihn ein. So konnte Kunst seine Lehrertätigkeit wieder aufnehmen, ab 1948 in Neuenburg bei Varel und ab 1954 als Schulleiter der Grundschule Grabstede, wo er bis zu seiner Pensionierung 1966 tätig war.
Seit Beginn der 1920er Jahre entwickelte sich Kunst als Autodidakt zu einem gefragten Heimatfotografen. Er dokumentierte die Landschaft und Natur seiner Heimatregion, Handwerk, Landwirtschaft, Architektur sowie Ortansichten und historische Stätten. Anhand seiner Fotografien hielt er zu verschiedenen Anlässen Lichtbildvorträge, auch auf NS-Veranstaltungen. In der Zeit des Nationalsozialismus hat er außerdem die NS-Kultstätte „Stedingsehre“ in Bookholzberg bei Delmenhorst fotografisch dokumentiert, seine wohl bekannteste Arbeit aus der NS-Zeit. Darüber hinaus hat er ab 1934 regelmäßig Beiträge für die Beilage „Aus der Heimat“ der Oldenburgischen Staatszeitung verfasst, die durch eigene Fotografien illustriert waren. Der erste Bildband mit Fotografien von Heinrich Kunst erschien um 1936 mit dem Titel „Mien schöne Delmenhorster Geest“. In den 1960er und 1970er Jahren erschienen weitere Bildbände, unter anderem „Das Oldenburger Land“, „Ostfriesland“ und „Die Wesermarsch“.
Am 28. November 1976 verstarb Heinrich Kunst an den Folgen eines Verkehrsunfalls. (Gesa Soetbeer)

Wenn Sie weitere Informationen zum hier gezeigten Bildmaterial haben oder Ihnen ein Fehler auffällt, melden Sie sich gerne bei uns! Unsere Kontaktdaten finden Sie auf der Seite zu unserer Einrichtung. (Gesa Soetbeer)

Literatur in Zusammenhang:
H. Kunst und H. Lübbing, „Die Wesermarsch Butjadingen, Stadland, Moorriem, Stedingen ; in Bildern von gestern und heute“. Holzberg, Oldenburg, 1975.

Literatur in Zusammenhang:
H. Kunst, „Ostfriesland in Bildern von gestern und heute“. Holzberg, Oldenburg, 1973.

Literatur in Zusammenhang:
G. Kaldewei und H. Kunst, „‚’Stedingsehre’ soll für ganz Deutschland ein Wallfahrtsort werden‘ Dokumentation und Geschichte einer NS-Kultstätte auf dem Bookholzberg 1934 - 2005“. Aschenbeck und Holstein, Delmenhorst, 2006.

Literatur in Zusammenhang:
H. Kunst, „Mien schöne Delmenhorster Geest“, Ziehbrunnen-Bildreihe, Bd. 4. Schulzesche Verlbh, Oldenburg, 1937.

Literatur in Zusammenhang:
H. Lübbing, H. Kunst, H. Richters-Franceschi, und H. Castle, „Das Oldenburgerland in Bildern von gestern und heute“. Holzberg, Oldenburg (Oldb.), 1962.

Literatur in Zusammenhang:
H. Kunst und H. Lübbing, „Das Jeverland und die Friesische Wehde in Bildern von gestern und heute“. Holzberg, Oldenburg, 1974.

Literatur in Zusammenhang:
M. Struck und H. Kunst, „Dorfleben im Oldenburger Land in den 50er Jahren“. Wartberg-Verl., Gudensberg-Gleichen, 1999.

Literatur in Zusammenhang:
„Niederdeutsche Gedenkstätte Stedingsehre Bookholzberg“. Stalling, Oldenburg.

Literatur in Zusammenhang:
H. Kunst, „Das Ammerland in Bildern von gestern und heute“. Holzberg, Oldenburg, 1970.
Schlagwort:
Fernmeldeturm
Mobilfunk
Analoges System
Bildsignal
Hörfunk
Telekommunikation
Fernsehturm
Grafik, Fotografie > Fotografie > Diapositiv
Wahnbek
Fernmeldeturm Wahnbek (Sende-, Funkturm, Fernmeldeturm)

Weitere Informationen

Objekttyp:
Bild
Sammlung:
Bildgedächtnis Weser-Ems
Einrichtung:
Oldenburgische Landschaft
Aufbewahrungsort:
Oldenburgische Landschaft
Identifikator:
BA-582

Administrative Daten

Link zur Seite:
https://ku-ni.de/record_kuniweb_2523227
Lizenz der Metadaten:
Lizenz:
Lizenz der Digitalisate:
https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/4.0/deed.de

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Anstandslehre für die Jugend
  • Buchdecke vorne
  • Vorsatz vorne
  • Titelseite
  • Vorrede.
  • Vorrede zur zweiten Auflage.
  • Vorrede zur dritten Auflage.
  • übersicht des Ganzen. (Inhaltsverzeichnis.)
  • I. Einleitung.
  • 1. Vorbereitende Ideen zur Anstandslehre.
  • 2. Anständiges Verhalten ist gegründet im Schönheitsgefühl.
  • 3. Das Anständige beruht zum Theil auch auf Konvention.
  • 4. Ursachen der Verschiedenheit in den Meinungen über das Schickliche.
  • 5. Nähere Entwicklung des Begriffs Anstand.
  • 6. Verschiedene Ausdrücke zur Bezeichnung des anständigen Verhaltens.
  • 7. Erklärung verwandter Begriffe.
  • 8. Nothwenidige Bedingungen zum wohlanstänigen Verhalten. Bildung des Geschmacks.
  • 9. Verstandesbildung.
  • 10. Bildung des Gedächtnisses und der Einbildungskraft.
  • 11. Veredelung des Herzens.
  • 12. Kenntniß des Konventionellen und Menschenkenntnis.
  • 13. Aufmerksamkeit auf sich selbst.
  • 14. Aufmerksamkeit auf das Betragen anderer Personen.
  • 15. Ursachen der öftern Verletzung des Anstandes.
  • 16. Verhältniß der Wohlanständigkeit und Klugheit zur Sittlichkeit.
  • 17. Werth und Nothwendigkeit eines anständigen und klugen Verhaltens.
  • 18. Fortsetzung.
  • 19. Nothwendigkeit einer frühern Gewöhnung zum anständigen Betragen.
  • 20. Angabe des Plans zu dieser Anstandslehre.
  • II. Anstandslehre selbst.
  • 21. Vom Anstande in Ansehung des Körpers; Reinlichkeit.
  • 22. Anständige Haltung des Körpers; bei dem Stehen.
  • 23. Fortsetzung.
  • 24. Anständige Haltung des Körpers im Gehen.
  • 25. Anständiges Sitzen.
  • 26. Anständige Verbeugung des Körpers.
  • 27. Anstand in Absicht auf Halten und Tragen einzelner Theile des Körpers.
  • 28. Anstand in den Mienen und Augengebärden.
  • 29. Lachen.
  • 30. Andere unschickliche Gebärden und Unmanierlichkeiten.
  • 31. Anstand in den Händegebärden.
  • 32. Anstand im Sprechen.
  • 33. Anständige Kleidung.
  • 34. Anstand in geselligen Verhältnissen überhaupt.
  • 35. Bedachtsamkeit. Selbstständigkeit.
  • 36. Heiterkeit. Edle Dreistigkeit.
  • 37. Bescheidenheit.
  • 38. Höflichkeit.
  • 39. Einige allgemeine Anstandsregeln für den geselligen Umgang.
  • 40. Behandle Andere so, daß sie mit sich und mit dir zufrieden seyn können.
  • 41. Suche die unschuldigen und erlaubten Wünsche Anderer, so viel du kannst, zu erfüllen.
  • 42. Allgemeine Bemerkungen über den Umgang mit Personen von verschiedenem Alter, Stande und verschiedenen Verhältnissen.
  • 43. Im Umgang mit älteren Personen.
  • 44. Im Umgang mit jüngeren Personen.
  • 45. Im Umgane mit unsers Gleichen; mit unsern Bekannten und Freunden.
  • 46. Im Umgange mit vornehmern Personen.
  • 47. Im Umgange mit Personen der untern Stände.
  • 48. Im Umgange mit Personen des andern Geschlechts.
  • 49. Anständiges Verhalten gegen Wohlthäter und gegen diejenigen, deren Beistand wir suchen.
  • 50. Anständiges Verhalten gegen Hülfbedürftige.
  • 51. Anständiges Verhalten bei Ehrengeschenken und Anstandsausgaben.
  • 52. Anständiges Verhalten gegen Kranke.
  • 53. Vom Anstande in besonderen Fällen. Vom Gruße und der Erwiederung desselben.
  • 54. Anständiges Verhalten bei Geschäften.
  • 55. Bei dem Besuchgeben.
  • 56. Bei dem Besuchannehmen.
  • 57. Bei dem Begenen Andrer und bei dem zufälligern Zusammentreffen mit ihnen.
  • 58. Fortsetzung.
  • 59. Anstand in geselligen Gesprächen.
  • 60. Fortsetzung.
  • 61. Vom Scherz und Spaß.
  • 62. Fortsetzung.
  • 63. über Schwänke, Schnurren und Bonmots.
  • 64. Anstand bei dem Essen und Trinken.
  • 65. Fortsetzung.
  • 66. Bei dem Tanzen.
  • 67. Bei dem Spielen.
  • 68. Bei dem Briefschreiben.
  • 69. Anstand in der äußern Einrichtung der Briefe.
  • 70. Fortsetzung.
  • 71. Anstand im Lesen und Deklamieren.
  • 72. Fortsetzung.
  • 73. Fortsetzung.
  • 74. Anstand bei dem Singen.
  • 75. Anstand auf Reisen.
  • 76. Schluß.
  • Vorsatz hinten
  • Buchdecke hinten

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Anstandslehre Für Die Jugend. Barth, 1825.
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