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Mahlgang für den Betrieb Siebertaler Werke der Bergbaugesellschaft St. Andreasberg (G)mbH in Hamburg, 1913

Bibliografische Daten

fullscreen: Mahlgang für den Betrieb Siebertaler Werke der Bergbaugesellschaft St. Andreasberg (G)mbH in Hamburg, 1913

Allgemein

Kategorie:
Grafik
Datierung:
09.12.1913
Material / Technik:
Papier
Zeichnung

Inhalt

Beschreibung:
Zeichnung - schwarz-weiß
Herstellungsort - Königshütte, Bad Lauterberg

Auftraggeber:
Bergbaugesellschaft St. Andreasberg m.b.H., Hamburg 1 - für den Betrieb Siebertaler Werke (später: Sturm)

Standort der Siebertaler Werke:
zwischen Herzberg und Sieber, ehemals Gasthaus 'zum Paradies'

Anmerkung zu den Siebertaler Werken:
1849 darf Zimmermeister D. Otto das Gefälle der Sieber für den Betrieb eines Schneidwerks nutzen. Nach 1862 baut Otto dieses aus und legt auch einen neuen Wassergraben an. Das Gefälle betrug 7,55 m! Hier wurde das im Siebertal anfallende Holz gleich vor Ort verarbeitet. Aber die Konkurrenz weiterer Sägewerke in Sieber und Herzberg zwangen Otto 1891 in den Konkurs.
Da die Forst weiter Interesse an dem starken Wassergefälle für das Schneidwerk hatte, ging der Betrieb auf den Bankier H.F. Wilhelm aus Herzberg über, der aber 1893 wiederum in Konkurs ging.
Ab 1895 wird es spannend: Die "Sieberthaler Werke" entstehen und erweitern das Sägewerk mit einer Anlage zur Trocknung von Schwerspat. Hierzu wird eine Dampfkesselanlage mit einem 15m hohen Schornstein erreichtet. Die eigentliche Trocknung erfolgte auf Bänken an den Gebäudeseitenwänden, auf denen der Schwerspat ausgebreitet wurde.
Dann wurde erweitert: eine Fassfabrik wurde gebaut und eine Mineralienmühle für Schwerspat, Flussspat und Braunstein. Es waren die Grundstoffe für die Farbenindustrie damals.
1905 und 1907 wurde der Dampfkessel jeweils komplett ersetzt. 4 oberschlächtige Wasserräder von 5,11 m Durchmesser und breiten von 1,3 m bzw. 2,5 m bzw. 1,2 m bei einer Schaufeltiefe von je 0,25 m treiben die Anlage an. 3 Wasserräder davon wurden kurz darauf von einer Turbine mit horizontaler Welle über einen Riemenantrieb ersetzt.
Die Firma firmierte dann als "Sieberthaler Barytwerke GmbH" mit dem Betriebszweck Schwerspat- und Sägemühle (Fassfabrik).
1907 wurde ein Fahrstuhl von 3,75 m Höhe eingebaut, mit dem der eintreffende Schwerspat in den 1. Stock der Mühle transportiert wurde.
1915 lag die Mühle kriegsbedingt still bis 1917.
1924 wurde ein Kesselhaus neu gebaut, in der eine Lanz-Dampfkesselanlage für 12 atm Druck Platz fand.
1925 wurde eine Schwerspat-Laugerei eingerichtet, in der der große Mengen 30%-iger Salzsäure verarbeitet wurde. Trotz Neutralisation mit Kalk leitete man die in die Sieber ab, was große Proteste hervorrief, besonders bei der Reichsbahn, die das Sieberwasser für ihre Dampfloks in Herzberg nutzte. Daher wurde der Betrieb der Laugerei bald wieder eingestellt.
1932 führte die schlechte gesamtwirtschaftliche Lage Deutschlands zur Stilllegung der Schwerspatmühle.
siehe:
Gebäude neben dem Hotel "Paradies" im Siebertal - Harzbahn Forum
115518.homepagemodules.de/t2975f74-Gebaeude-neben-dem-Hotel-quot-Paradies-q...








(Förderkreis Königshütte Bad Lauterberg e.V.)

Maßstab: 1 zu 20
Schlagwort:
Baryt
Grafik, Fotografie > Zeichnung
Industrie
Sieber (Herzberg am Harz, Osterode am Harz, Niedersachsen)

Weitere Informationen

Objekttyp:
Bild
Sammlung:
Maschinenelemente, Zubehör und Werkzeuge
Einrichtung:
Industriedenkmal Königshütte Bad Lauterberg im Harz
Aufbewahrungsort:
Industriedenkmal Königshütte Bad Lauterberg im Harz
Identifikator:
A_2_251

Administrative Daten

Link zur Seite:
https://ku-ni.de/record_kuniweb_164818
Lizenz der Metadaten:
Lizenz:
Lizenz der Digitalisate:
https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/4.0/deed.de

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