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Einmauerung eines Gipskochkessels in der Gipsfabrik Roigheim, 1907

Bibliografische Daten

fullscreen: Einmauerung eines Gipskochkessels in der Gipsfabrik Roigheim, 1907

Allgemein

Kategorie:
Grafik
Datierung:
17.02.1907
Material / Technik:
Papier
Zeichnung

Inhalt

Beschreibung:
Zeichnung - schwarz-weiß
Herstellungsort – Königshütte, Bad Lauterberg

Autraggeber und Standort:
Gipsfabrik Roigheim bei Stuttgart

Anmerkung:
1870 bauen Eduard und Marie Schüle die erste Gipsfabrik in Bad Cannstatt, Haldenstraße. Hier wird eine der ersten Dampfmaschinen in Stuttgart eingebaut - für den Transmissionsantrieb der Steinbrecher und Mahlaggregate. Um 1875 wurde der Rohstein vom Steinbruch im Kreutelstein mit Pferdefuhrwerken in die Gipsmühle Bad Cannstatt, Haldenstraße transportiert und dort gebrannt und gemahlen. Der so hergestellte Baugips wurde durch Pferdefuhrwerke in Jutesäcken ausgefahren und als Rückfracht Gipssteine aus Untertürkheim in diese Gipsmühle gebracht. 1890 wurde eine zweite Gipsfabrik im Kienbach (heute Dinkelsbühler Sraße) in Bad Cannstatt gebaut. Diese Gipsfabrik war in der Nähe des Gipsvorkommens und somit musste der Gipsstein nicht mehr über eine relativ weite Entfernung transportiert werden. 1900 wurden die Pferdefuhrwerke teilweise durch die ersten Lastkraftwagen ersetzt. Nach der Erfindung des Automobils hatte Schüle auch die ersten Lastkraftwagen in Stuttgart in Betrieb. 1910 wurde aufgrund der großen Nachfrage eine dritte Gipsfabrik im Tal Untertürkheim direkt an das Vorkommen gebaut. Nach dem Tod von Eduard Schüle im Jahr 1915 waren die Gebrüder Schüle für die Unternehmen verantwortlich. Bruno Schüle für den kaufmännischen Teil und Emil Schüle für den technischen Teil. 1920 wurden Grundstücke in Altingen bei Herrenberg gekauft und eine weitere Gipsfabrik gebaut, die das Gebiet Tübingen – Hohenzollern bis hinein in den Schwarzwald belieferte. Zu dieser Zeit wurde dann die Gipsfabrik Cannstatt, Haldenstraße stillgelegt. Parallel hierzu hat Schüle zwischen 1920 und 1950 verschiedene Beteiligungen erworben z.B. in Stuttgart Untertürkheim „Stuttgarter Gipsgeschäft“, Leonberg „Eppinger & Schüle, Gipswerk Roigheim „Schüle & Schnell, Gipswerk Ottendorf, Gipswerk Deißlingen, Gipswerk Entringen. 1960 wurde, durch Stiftungsgeschäft von Todes wegen, die Satzung der Gips-Schüle-Stiftung errichtet, in der bestimmt wurde, dass das Vermögen der Geschwister Bruno, Julie und Berta Schüle nach deren Tod in die zu errichtende Stiftung eingebracht wird.
aus:
Gips-Schüle-Stiftung – Historie
www.gips-schuele-stiftung.de/historie/




(Förderkreis Königshütte Bad Lauterberg e.V.)

Maßstab: 1 zu 20
Schlagwort:
Gipsverarbeitung
Grafik, Fotografie > Zeichnung
Industrie
Roigheim (Möckmühl, Heilbronn, Stuttgart, Baden-Württemberg)

Weitere Informationen

Objekttyp:
Bild
Sammlung:
Mühlen-, Gips- und sonstige Anlagen
Einrichtung:
Industriedenkmal Königshütte Bad Lauterberg im Harz
Aufbewahrungsort:
Industriedenkmal Königshütte Bad Lauterberg im Harz
Identifikator:
B_5_79

Administrative Daten

Link zur Seite:
https://ku-ni.de/record_kuniweb_163440
Lizenz der Metadaten:
Lizenz:
Lizenz der Digitalisate:
https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/4.0/deed.de

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