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Hochstift Osnabrück/Herzogtum Braunschweig und Lüneburg, Fürstentum Calenberg/Kurfürstentum Hannover; zu 3 Taler, Mehrfachtaler, Breiter Taler (> 50 mm), Löser

Bibliografische Daten

fullscreen: Hochstift Osnabrück/Herzogtum Braunschweig und Lüneburg, Fürstentum Calenberg/Kurfürstentum Hannover; zu 3 Taler, Mehrfachtaler, Breiter Taler (> 50 mm), Löser

Allgemein

Kategorie:
Münzen und Medaillen
UrheberIn/BeteiligteR:
MD_PERSON_DISPLAY:
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Datierung:
1662 - 1698
Entstehungsort:
Goslar oder Zellerfeld
Material / Technik:
Silber; Prägung
Maße / Umfang:
Ø 85 mm; Gewicht: 84,395 g

Inhalt

Beschreibung:
Ernst August war 1662–1698 Bischof von Osnabrück, ab 1679 Herzog zu Braunschweig und Lüneburg, Fürstentum Calenberg und schließlich ab 1692 Kurfürst zu Braunschweig und Lüneburg.

Die staatsrechtlich korrekte Bezeichnung für die 1692 neu entstandene Kurfürstenwürde lautete Kurfürstentum Braunschweig und Lüneburg. Diese Formulierung wird in den Münztitulaturen verwandt. Um Verwechslungen zu vermeiden – es gab weiterhin die Herzöge zu Braunschweig und Lüneburg von der Wolfenbütteler Linie des Welfenhauses – benutzte man bald die Bezeichnung Kurfürstentum Hannover, nach der Residenz der Kurfürsten.

Die staatsrechtlich korrekte Bezeichnung lautet: Kurfürstentum Braunschweig-Lüneburg. Die Herrschertitulatur der Münzen führt in der Regel die in Personalunion ausgeübte englische Königswürde, das Erzamt, die Kurfürstenwürde und den herzoglichen Geburtsrang auf. In den Umschriften tauchen niemals der inoffizielle Name "Kurfürstentum Hannover" oder die Kurzform "Kurhannover" auf. Mit dem Ende des Alten Reiches (1806) hatte die Kurwürde ihre politische Bedeutung für die deutsche Königswahl verloren. Nach der Übernahme des Titels eines Königs von Hannover (1814) wird die Hauptstadt Hannover auch in der offiziellen Titulatur namensgebend. Der Hinweis auf die inhaltslos gewordene Kurwürde verschwindet völlig aus den Umschriften der Münzen. Es bleibt jedoch die Erwähnung des Geburtsrangs als Herzog zu Braunschweig und Lüneburg erhalten.

Die Münzen des Bistums Osnabrück (1662–1679) und des Herzogtums Braunschweig und Lüneburg, Fürstentum Calenberg (1679–1692) mit dem welfischen Wappen tragen das Osnabrücker Herzschild bis zur Verleihung der Kurwürde im Jahre 1692. Danach erfolgt eine Wappenänderung u. a. mit leerem Herzschild. Ebenso wird die Bischofswürde bis zur Erlangung der Kurwürde an erster Stelle vor dem Geburtsrang als Herzog zu Braunschweig und Lüneburg genannt. Die Gestaltungsprinzipien der Wappenmünzen von Osnabrück haben durch die 1679 erfolgte Regierungsübernahme im Fürstentum Calenberg also keine Änderung erfahren. Erst die Rangerhöhung als Kurfürst zu Braunschweig und Lüneburg führte zu anderen Gestaltungsregeln. Geringfügige Phasenverschiebungen sind möglich wegen der Verwendung vorhandener Stempel mit alter Gestaltung.

Im Schrifttum werden die Münzen ab 1679 als Gepräge des Herzogtums Braunschweig und Lüneburg, Fürstentum Calenberg, behandelt. Für Osnabrück wird eine Prägepause postuliert. Es scheint sich jedoch um eine lange Zeit auch auf äußerlich sichtbare Kontinuität mit den Osnabrücker Ausgaben bis 1679 bedachte, einheitliche Münzprägung für beide in Personalunion regierten Territorien zu handeln.

Weitere Informationen

Objekttyp:
3D-Objekt
Sammlung:
Niedersächsisches Landesmuseum Hannover - Münzkabinett
Einrichtung:
Niedersächsisches Landesmuseum Hannover
Aufbewahrungsort:
Niedersächsisches Landesmuseum Hannover
Identifikator:
03:039:012

Administrative Daten

Link zur Seite:
https://ku-ni.de/isil_DE-MUS-163517_kenom_42008
Lizenz der Metadaten:
Lizenz:
Lizenz der Digitalisate:
https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/deed.de

Weitere Informationen

Sammlung:
Niedersächsisches Landesmuseum Hannover - Münzkabinett

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Hochstift Osnabrück/Herzogtum Braunschweig und Lüneburg, Fürstentum Calenberg/Kurfürstentum Hannover; zu 3 Taler, Mehrfachtaler, Breiter Taler (> 50 mm), Löser
  • obverse
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Parabeln. Flemming, 1861.
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