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Länge: 368 cm</mods:extent></mods:physicalDescription><mods:abstract>Torahwimpel, Adelebsen. Zusammengesetzt aus vier Stücken Leinenstoff, farbig bemalt und beschriftet in verschiedenen Farbtönen. Die Buchstaben und Darstellungen sind zunächst mit schwarzer Tinte umrissen und dann farbig ausgemalt. 

Text der hebräischen Aufschrift: "Hirsch, Sohn des ehrenwerten Herrn Me'ir Segal, möge er leben lange und gute Tage, wurde geboren unter einem guten Zeichen am  Vorabend des heiligen Schabbat, den 2. Nissan 546 (31. März 1786) nach kleiner Zählung. Der Name (Gottes) lasse ihn heranwachsen zur Torah und zur chuppah (Traubaldachin, Synonym für Heirat) und zu guten Werken. Amen Sela."

Der Schriftzug ist illustriert. Am Anfang ein Hirsch, in Anspielung auf den Vornamen des Jungen, mit der hebräischen Beifügung "Lauf wie ein Hirsch", dann ein Löwe mit der hebräischen Beifügung "Stark wie ein Löwe". Oben eine Taube, unten ein Hase. Nach dem Namenszug "Me'ir" Darstellung des Tempelgeräts der Priesterkaste der Leviten, zu denen der Junge Hirsch gehört. Angezeigt wird das auch durch den Namenszusatz Segal (Zusammenziehung von "segan levi", Diener der Leviten) unter dem Kannensymbol. Im Wort "noled", geboren, steht in den Oberlängen der Buchstaben die Abkürzung "shli't", "möge er leben lange und gute Tage", bezogen auf Hirschs Vater Me'ir. Nach dem Akronym "bmt", "b'mazal tov", unter einem guten Zeichen, folgt die Darstellung eines liegenden Lammes bzw. Widders mit der hebräischen Überschrift "mazal taleh", Sternzeichen Widder. Oberhalb davon befindet sich die Darstellung eines Pelikans, der seine Jungen mit Blut aus seiner Brust füttert. Dieses Symbol steht in der christlichen Ikonographie für Christus, Aufopferung und die Eucharistie. Welchen Symbolgehalt der Pelikan im Kontext dieses jüdischen Beschneidungswimpels hat, muss z.Zt. offenbleiben. Unterhalb der Widderdarstellung ein Kamel. Die Oberlängen des Buchstaben lamed laufen in Eulen und Flamingodarstellungen aus. Es folgen Eichhörnchen, Fische fangende Vögeln, Pfauen, eine Meerjungfrau und Blumen. Weiter die Darstellung eines Vogels, eines Hirschs und von Moses, der die Torah erhebt. In der Torahdarstellung die hebräische Inschrift: "Dies ist die Torah, die Mosche gab". Daneben eine verwischte Darstellung eines Kastens auf Füßen, eventuell die Bundeslade für die Gesetzestafeln. Im Anschluss Darstellung einer Heirat unter dem Traubaldachin: Das Brautpaar, der Rabbiner und zwei weitere Personen in zeitgenössischer Tracht. Der Mann rechts hält einen Becher Wein, der Rabbiner evtl. den Ehevertrag (ketubbah) und die Eheleute halten einen Ring in den Händen. 
Folgend die Darstellung einer Kuh, weitere Blumen und abschließend eine Vase mit einem Blumenstrauß. 

 (Städtisches Museum Göttingen)

Beschrieben in:
Mordechai Bernstein, Nisht derbrente shaytn, Buenos Aires 1956:330-340</mods:abstract><mods:subject><mods:topic>Synagogale Ausstattung</mods:topic></mods:subject><mods:relatedItem ID="slg_0296" type="host"><mods:titleInfo><mods:title>Ausgewählte Objekte aus den Sammlungen des Städtischen Museums Göttingen</mods:title></mods:titleInfo></mods:relatedItem><mods:identifier type="kuni">record_kuniweb_942922</mods:identifier><mods:location><mods:physicalLocation type="current" valueURI="isil_DE-MUS-056117">Städtisches Museum Göttingen</mods:physicalLocation><mods:shelfLocator>JC.1917.335,10</mods:shelfLocator></mods:location><mods:accessCondition type="use and reproduction" xlink:href="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/4.0/deed.de">Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International (CC BY-NC-ND 4.0)</mods:accessCondition><mods:recordInfo><mods:recordContentSource valueURI="http://ld.zdb-services.de/resource/organisations/DE-MUS-056117">Städtisches Museum Göttingen</mods:recordContentSource><mods:recordChangeDate encoding="iso8601">2025-12-02T16:18:22</mods:recordChangeDate><mods:recordIdentifier source="http://kuniweb.gbv.de">942922</mods:recordIdentifier><mods:recordInfoNote type="licence" xlink:href="https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/deed.de">kein Copyright / Public domain (CC0 1.0)</mods:recordInfoNote></mods:recordInfo></mods:mods></mets:xmlData></mets:mdWrap></mets:dmdSec><mets:amdSec ID="amd_kuniweb_942922_1"><mets:rightsMD ID="RIGHTS"><mets:mdWrap MDTYPE="OTHER" MIMETYPE="text/xml" OTHERMDTYPE="DVRIGHTS"><mets:xmlData><dv:rights><dv:owner>Städtisches Museum Göttingen</dv:owner><dv:ownerSiteURL>http://www.museum.goettingen.de</dv:ownerSiteURL></dv:rights></mets:xmlData></mets:mdWrap></mets:rightsMD></mets:amdSec><mets:fileSec><mets:fileGrp USE="DEFAULT"><mets:file ID="DEFAULT_file_kuniweb_942922_1" MIMETYPE="image/jpeg"><mets:FLocat LOCTYPE="URL" xlink:href="00000001.jpg"/></mets:file></mets:fileGrp></mets:fileSec><mets:structMap TYPE="LOGICAL"><mets:div ADMID="amd_kuniweb_942922_1" DMDID="dmd_kuniweb_942922_1" ID="log_kuniweb_942922_0" TYPE="museum_object"/></mets:structMap><mets:structMap TYPE="PHYSICAL"><mets:div TYPE="physSequence" ID="phys_kuniweb_942922_0"><mets:div ID="phys_kuniweb_942922_1" TYPE="page" ORDER="1"><mets:fptr FILEID="DEFAULT_file_kuniweb_942922_1"/></mets:div></mets:div></mets:structMap><mets:structLink><mets:smLink xlink:to="phys_kuniweb_942922_1" xlink:from="log_kuniweb_942922_0"/></mets:structLink></mets:mets>