Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International (CC BY-SA 4.0)
Rechteinhaber: Kreis- und Stadtarchäologie Gifhorn
Stachelsporn
Allgemein
- Kategorie:
- Archäologie
- Datierung:
- ca. 12./13. Jahrhundert
- Fundort:
- Gifhorn (Niedersachsen)
- Material / Technik:
- Eisen
- Maße / Umfang:
- Länge: 13 cm
Breite: 9 cm
Dicke: 0,8 cm
Inhalt
- Beschreibung:
- Als im Jahr 1980 an der heutigen Konrad-Adenauer-Straße im nördlichen Bereich der Gifhorner Altstadt neue Rohrleitungen verlegt wurden, kamen mit dem Aushub auch menschliche Knochen ans Tageslicht. Die aufgedeckten fünf Gräber gehörten wohl zum Friedhof der mittelalterlichen St. Nicolai-Kirche. Der Friedhof selbst wurde bis 1382 genutzt. Da die Toten meist mit schlichten Totenhemden bekleidet in einfachen Holzsärgen beigesetzt wurden, zeugen oft nur noch die Sargnägel von den ehemaligen Bestattungen.
Dieser eiserne Stachelsporn fand sich im Erdaushub in der Nähe eines Grabes, aus dem auch drei Sargnägel stammen. Sporen gehörten zur Reiterausrüstung, sind herrschaftliche Statussymbole und spiegelten je nach Ausführung den sozialen Rang des Reiters. Sie wurden paarweise getragen und mit Riemen, die durch die Schlaufen am Ende des Bügels gezogen wurden, an den Schuhen befestigt. Reiterporen waren wichtig, um das Pferd zu kontrollieren, im Schlachtgetümmel war das existenziell. Der Fersenbügel des Gifhorner Sporns ist geschwungen. An ihm sitzt ein kurzer Stachel. (Baier 12/2020)
Ausgrabungs- / Untersuchungsdatum: ca. 1980
Weitere Informationen
Administrative Daten
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