Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International (CC BY-SA 4.0)
Rechteinhaber: Kreis- und Stadtarchäologie Gifhorn
Spannhaken und Bolzen einer Armbrust
Allgemein
- Kategorie:
- Archäologie
- Datierung:
- ca. 14./15. Jahrhundert
- Fundort:
- Gifhorn (Niedersachsen)
- Material / Technik:
- Eisen
Inhalt
- Beschreibung:
- Im Mittelalter gehörten Krieg und Gewalt zum Alltag der Menschen. Archäologische Zeugnisse mittelalterlicher Waffenteile und der verwendeten Geschosse finden sich dennoch vergleichsweise selten. Bemerkenswert sind daher einige Funde, die 1982 auf der Gifhorner Rathaus-Baustelle bei Notbergungen entdeckt worden sind: mehrere Armbrustbolzen sowie ein Spannhaken mit Silberverzierung – ebenfalls für eine Armbrust.
Die Armbrust - auch Kreuzbogen genannt - besteht im Prinzip aus einem horizontal auf eine Mittelsäule montierten Bogen. Die Sehne des Bogens wird dabei durch eine Rückhaltevorrichtung, der sogenannten Nuss, in Schussbereitschaft gehalten. Das eigentliche Projektil liegt in einer Rille vor der Sehne. Lassen sich Waffen mit weniger starken Bögen noch mit der Hand spannen, benötigt man bei Waffen mit stärkeren Bögen eine Spannhilfe, wie etwa den hier gezeigten eisernen Haken. Beim Spannvorgang hakte der Schütze zunächst die Sehne in den am Gürtel befestigten Spannhaken. Anschließend wurde ein Fuß in den Trittbügel gesetzt und der Bogen durch Strecken des Beines gespannt.
Die Länge des Spannhakens beträgt 11,6 cm. Die Bolzen sind zwischen 6,7 und 8,4 cm lang. (Baier/Eichfeld 11/2020)
Ausgrabungs- / Untersuchungsdatum: 1982
Literatur in Zusammenhang:
A. Wallbrecht, „Die Stadt Gifhorn : ein Beitrag zur Ersterwähnung der Stadt Gifhorn vor 800 Jahren. Archäologische Fundstellen im Landkreis Gifhorn ; 2“. Landkreis Gifhorn [u.a.], Gifhorn, 1997.
Weitere Informationen
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