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Goldmultiplum des Kaisers Constans
Allgemein
- Kategorie:
- Münzen und Medaillen
- UrheberIn/BeteiligteR:
- Flavius Iulius Constans <Kaiser>
- Datierung:
- ca. 342 - ca. 343
- Entstehungsort:
- Sisak
- Fundort:
- Schwinge
- Material / Technik:
- Gold
- Maße / Umfang:
- Durchmesser: 29 mm
Gewicht: 9 g
Inhalt
- Beschreibung:
- Auf der Vorderseite des Medaillons ist die drapierte Büste des Kaisers Constans mit Perlendiadem und Harnisch abgebildet. Die Umschrift lautet FL IVL CONS-TANS P F AVG (= Flavius Iulius Constans Pius Felix Augustus). Constans wurde zwischen 320 und 323 geboren und im Februar 350 getötet. Er war der jüngste Sohn des Kaisers Konstantin des Großen. Nachdem sein Vater im Jahr 337 starb, herrschte er zusammen mit seinen Brüdern Konstantin II. und Constantius II. gemeinsam über das Römische Reich. Zunächst erstreckte sich sein Herrschaftsgebiet nur über den Mittelteil des Imperiums, der aus den Provinzen des Balkans, Italiens, des Alpenraums und Teilen Nordafrikas bestand. Nach seinem Sieg über seinen Bruder Konstantin II. im Jahre 340 fielen ihm der gesamte Westen mit Britannien, Gallien und der iberischen Halbinsel zu.
Auf der Rückseite findet sich folgende Legende: OB VICTORIAM TRIVMPHALEM. Damit wird auf den Sieg des Kaisers über die Franken im Jahr 342 Bezug genommen. Weiterhin sind
zwei Victorien abgebildet, die einen Kranz mit der Inschrift VOT/X/MVLT/XV (= Votis decennalibus multis quindecennalibus) halten. Damit wird auf die feierlichen Gelübde für die Verlängerung
seiner Regierungszeit bezuggenommen, die die Kaiser in der Regel alle fünf Jahre abgelegt haben. (Museen Stade)
Stempel:
FL IVL CONS-TANS P F AVG (= Flavius Iulius Constans Pius Felix Augustus)
Literatur in Zusammenhang:
S. Bolin, „Die Funde römischer und byzantinischer Münzen im freien Germanien“, Bericht der Römisch-Germanischen Kommission, Bd. 19. Henrich Editionen, Frankfurt am Main, S. 86-145, 1930.
Literatur in Zusammenhang:
A. Bursche, „The Victoria Sarmatica of AD 340 and three gold medallions from Barbaricum. Kontakt - Kooperation - Konflikt“, Bd. 1. Wachholtz, Neumünster, S. 3407-413, 2003.
Literatur in Zusammenhang:
M. Beyeler, „Geschenke des Kaisers : Studien zur Chronologie, zu den Empfängern und zu den Gegenständen der kaiserlichen Vergabungen im 4. Jahrhundert n. Chr. Klio : Beihefte ; N.F., 18“. Akad.-Verl., Berlin, 2011.
Literatur in Zusammenhang:
T. Capelle, „Vom römischen Gold zum germanischen Würdezeichen : ein Diskussionsbeitrag. Roman gold and the development of the early Germanic kingdoms“. Kungl. Vitterhets Historie och Antikvitets Akademien, Stockholm, S. 137-141, 2001.
Literatur in Zusammenhang:
F. Berger, „Untersuchungen zu römerzeitlichen Münzfunden in Nordwestdeutschland. Studien zu Fundmünzen der Antike ; 9“. Mann, Berlin, 1992.
Literatur in Zusammenhang:
A. Bursche, „Roman gold medallions as power symbols of the Germanic élite. Roman gold and the development of the early Germanic kingdoms“. Kungl. Vitterhets Historie och Antikvitets Akademien, Stockholm, S. 83-102, 2001.
- Schlagwort:
- Goldmünze
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