Namensnennung - Nicht-kommerziell - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International (CC BY-NC-SA 4.0)
Rechteinhaber: Herzog Anton Ulrich-Museum Braunschweig
Vertrieben
Allgemein
- Kategorie:
- Kunsthandwerk
- UrheberIn/BeteiligteR:
- Ludwig Gies
- Datierung:
- 1915
- Material / Technik:
- Bronze, gegossen
- Maße / Umfang:
- Höhe 8,1 cm, Breite 9,8 cm
Inhalt
- Beschreibung:
- Die Erneuerung der Medaillenkunst im 19. Jahrhundert ging von französischen Künstlern wie Hubert Ponscarme und Jules Clément Chaplain aus. Ihr Verständnis der Medaille und Plakette als Relief, als Werk der Kleinplastik, fand Aufnahme auch in Deutschland. Der französischen Raffinesse in der Oberflächenbearbeitung setzten Künstler wie der junge Ludwig Gies bald die Erneuerung der plastisch modellierten Gussmedaille und -plakette entgegen. Auch in deren kleinem Format gelingt Gies, dem vielleicht bedeutendsten deutschen Medailleur im 20. Jahrhundert, durch die Abstraktion auf das Wesentliche der Gegenstände und Figuren eine Monumentalisierung von Form und Komposition. Mit dem Ersten Weltkrieg beschäftigt sich eine große Anzahl von Medaillons und Plaketten, die der Künstler bis 1918 schuf. In der Gestaltung der 1915 entstandenen Plakette "Vertrieben" erhielt das Thema über den aktuellen Anlass hinaus eine überzeitlich gültige Form.
Literatur:
Reinhold Wex in: Jochen Luckhardt (Hrsg.), Herzog Anton Ulrich-Museum. Kurzführer, Braunschweig 1991, S. 96.
- Schlagwort:
- Plaketten