Namensnennung - Nicht-kommerziell - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International (CC BY-NC-SA 4.0)
Rechteinhaber: Herzog Anton Ulrich-Museum Braunschweig
Tricktrack-Spielbrett mit 30 Steinen
Allgemein
- Kategorie:
- Kunsthandwerk
- Datierung:
- 17. Jahrhundert
- Entstehungsort:
- Japan
- Material / Technik:
- Spielbrettkasten: Holz, Schwarz- und Rotlack mit Gold- und Silberdekor, Elfenbein- und Muscheleinlagen; Scharniere und Beschläge aus vergoldeter und ziselierter Bronze; Spielsteine: Holz, gravierter Schwarzlackgrund, Gold- und Silberdekor
- Maße / Umfang:
- Spielbrettkasten: Höhe 9,6 cm, Länge 45 cm, Breite 45,3 cm (in geschlossenem Zustand) Spielsteine: Höhe 1 cm, Durchmesser 5,2 cm
Inhalt
- Beschreibung:
- Vor allem in höfischen Kreisen war Tricktrack im Europa des 17. Jahrhunderts eines der beliebtesten Gesellschaftsspiele. Das vorliegende, für dieses Spiel gefertigte Brett, das in europäischem Auftrag in Japan gefertigt wurde, ist besonders kunstvoll gearbeitet. Der in geschlossenem Zustand fast quadratische Kasten ist auf der Außenseite schwarz lackiert und nur durch die vergoldeten Scharniere und Eckbeschläge mit eingepunzten Päonienranken verziert. Aufgeklappt präsentiert der Kasten zwei eingetiefte Spielfelder, deren gegenständige spitze Zungen abwechselnd als volles Dreieck mit dichtem Gold-Streudekor ("hira-makie") und als gestreiftes Dreieck in Silber angelegt sind. Die langgestreckten, goldgefassten Rahmenfelder, die Landschaftsszenen mit Gebäuden, Pflanzen und verschiedenen Tieren zeigen, sind in feinster Arbeit in reliefierter Goldstreutechnik ("taka-makie"), mit zugeschnittenen Goldplättchen ("kirikane") und Einlagen aus Elfenbein und Perlmutt gestaltet. Wie die Ecken der Spielbrettränder sind auch die beiden Seiten der jeweils 15 silbernen und goldenen Spielsteine mit eingravierten Chrysanthemenblüten dekoriert.
Literatur:
Ausst.-Kat. Japan und Europa 1543-1929, Martin-Gropius-Bau Berlin 1993, S. 342, Kat.-Nr. 8/7. Sabine Jacob in: Jochen Luckhardt (Hrsg.), Herzog Anton Ulrich-Museum. Die Sammlung, München/Berlin 1993, S. 74. Sabine Jacob in: Jochen Luckhardt (Hrsg.), Herzog Anton Ulrich-Museum. Kurzführer, Braunschweig 1991, S. 67. Gunter Rudolf Diesinger, Ostasiatische Lackarbeiten sowie Arbeiten aus Europa, Thailand und Indien, Sammlungskataloge des Herzog Anton Ulrich-Museums, Bd. 2, Braunschweig 1990, S. 248f, Kat.-Nr. 239. Ausst.-Kat. Kunst der Ch'ing-Zeit 1644-1911, Museum für Ostasiatische Kunst Köln 1973, S. 152f, Kat.-Nr. 177.
- Schlagwort:
- Ostasiatische Lackarbeiten
Spielbrett