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Geschichte der Entwickelung des 2. Hannoverschen Feld-Artillerie-Regiments Nr. 26 : insonderheit der vier älteren Batterien desselben

Bibliografische Daten

fullscreen: Geschichte der Entwickelung des 2. Hannoverschen Feld-Artillerie-Regiments Nr. 26 : insonderheit der vier älteren Batterien desselben

Allgemein

Kategorie:
Archäologie
Datierung:
Frühe Neuzeit (16.-17. Jahrhundert)
Fundort:
Rotenburg (Wümme) (Niedersachsen)
Material / Technik:
Knochen
Maße / Umfang:
Länge: 105,2 mm

Inhalt

Beschreibung:
1984 wurde im südöstlichen Bereich des historischen Rotenburger Ortskerns eine großflächige Baugrube für das Bürgerhaus am Pferdemarkt angelegt. Unter den zahlreichen mittelalterlichen und neuzeitlichen Funden fand sich auch diese kleine Knochenflöte. Es handelt sich bei diesem Fundstück um eine Längsflöte, die aus dem rechten Unterarmknochen eines Schafes oder einer Ziege gefertigt wurde. Die Speiche der kleinen Hauswiederkäuer ist im Querschnitt eine ovale Röhre, deren leicht gebogener Schaft auf der Vorderfläche konvex, auf der Hinterfläche jedoch annähernd plan ist. Sowohl die Größe als auch die anatomische Form des Knochens erscheinen ideal für den Bau einer Längsflöte, was die überregionale Bevorzugung dieses Knochenmaterials verdeutlicht. Am oberen Ende der Flöte befindet sich eine trapezförmige Öffnung für die Luftaustrittsspalte, der sogenannte Aufschnitt. An seiner unteren Kante, dem Labium, soll, beim Anblasen der Luftstrom geteilt und die Luftsäule im Rohr der Flöte zum Schwingen gebracht werden. Hier wird die ungenügende handwerkliche Fähigkeit des „Knochenschnitzers“ deutlich: es ist keine scharfe Kante entstanden. Ein kantiger Ausbruch der Knochenkompakta des Labiums dürfte den Ton der Flöte entscheidend beeinflusst haben, die Flöte war mehr oder weniger unbrauchbar. Erstaunlicherweise findet sich am unteren Ende noch ein rechteckiger Einschnitt, der in keinem Zusammenhang zur Funktion der Flöte steht. Feine Risslinien parallel zu den Längsseiten deuten darauf hin, dass beim Schnitzen der Öffnung starker Druck auf den Knochenschaft ausgeübt wurde. Hier sollte möglicherweise mit dem Schnitzmesser die Öffnung noch trapezförmig erweitert werden, um einen Aufschnitt mit dem Labium zu bilden. Warum die Flöte nicht fertiggestellt wurde, kann nach den vorliegenden Befunden nur vermutet werden: Das Labium wurde fehlerhaft ausgeführt. Hierunter versteht man den Teil der Flöte, der die Luftaustrittsspalte (Aufschnitt) nach oben und unten begrenzt und die Qualität des Tones entscheidend bestimmt. Durch die handwerklich fehlerhafte Ausführung wird die Tonqualität verschlechtert, vielleicht sogar das für die Tonerzeugung notwendige Vibrieren der Luftsäule verhindert. Möglicherweise wurde auch – als eine Fertigstellung der Flöte bereits verworfen wurde – zu „Übungszwecken“ eine weitere Anblasvorrichtung auf der Rückseite angebracht. Ebenso könnte die quadratische Öffnung am unteren Ende auf der Rückseite des Flötenkorpus aus diesen Gründen vorgenommen worden sein. (Grefen-Peters / Hesse 2004, Baier 03/2019)

Verwendungszweck:
Musikinstrument

Ausgrabungs- / Untersuchungsdatum: 1984

Literatur in Zusammenhang:
Grefen-Peters, Silke; Hesse, Stefan: Eine Knochenflöte der frühen Neuzeit aus Rotenburg. In: Archäologische Berichte des Landkreises Rotenburg (Wümme), Band 11, 2004.

Literatur in Zusammenhang:
Grefen-Peters, Silke; Hesse, Stefan: Übung macht den Meister -eine Knochenflöte aus Rotenburg an der Wümme. In: Archäologie in Niedersachsen, Band 8, 2005.

Beschrieben in:
S. Grefen-Peters und Hesse, S., „Eine Knochenflöte der frühen Neuzeit aus Rotenburg. Spurensicherung“. Isensee, Oldenburg, S. 345-353, 2004.
Schlagwort:
Flöte
Musik

Weitere Informationen

Objekttyp:
3D-Objekt
Sammlung:
Archäologische Funde aus dem Landkreis Rotenburg (Wümme)
Einrichtung:
Kreisarchäologie Rotenburg (Wümme)
Aufbewahrungsort:
Kreisarchäologie Rotenburg
Identifikator:
C 1988:0072

Administrative Daten

Link zur Seite:
https://ku-ni.de/record_kuniweb_99224
Lizenz der Metadaten:
Lizenz:
Lizenz der Digitalisate:
https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/deed.de

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Geschichte der Entwickelung des 2. Hannoverschen Feld-Artillerie-Regiments Nr. 26 : insonderheit der vier älteren Batterien desselben
  • Abschnitt
  • Abschnitt
  • Abschnitt
  • Farbkarte
  • Abschnitt
  • Abschnitt
  • Inhalts-Verzeichniß.
  • I. Geschichte der 4 älteren Batterien bis zu ihrem Eintritt in das Hannoversche Feld-Artillerie-Regiment Nr. 10.
  • 1). 2. und 3. (Oldenb.) Batterie.
  • 2) 7. Batterie.
  • 3) 8. Batterie.
  • II. Die Zeit von 1867-1870.
  • III. Die Batterien des Regiments im Feldzuge 1870/71.
  • 1) Die Ereignisse bis Mitte August.
  • 2) Die Schlacht bei Vionville.
  • 3) Die Schlacht bei Gravelotte-St. Privat.
  • 4) Die Einschliessung von Metz.
  • 5) Die Ereignisse bis zum 28. November.
  • 6) Die Schlacht bei Beaune la Rolande.
  • 7) Von Beaune la Rolande bis Orléans.
  • 8) Die Ereignisse im December.
  • 9) Die Kämpfe bis le Mans.
  • 10) Gefecht bei Sillé le Guillaume.
  • 11) Die Ereignisse bis zum Juli 1871.
  • IV. Die Zeit vom Juli 1871 bis November 1872.
  • V. Die Entwickelung des Regiments seit seiner Formation.
  • Anhang, enthaltend Notizen über die Offiziere des Regiments.
  • Abschnitt
  • Die Regiments-Kommadeure.
  • Abtheilungs-Kommandeure.
  • Die Batteriechefs.
  • Rangliste des Hannoverschen Feld-Artillerie-Regiments Nr. 10 (Divisions-Artillerie) bei der Formation.
  • Veränderungen im Offizierkorps.
  • Rangliste des 2. Hannoverschen Feld-Artillerie-Regiments Nr. 26. 1897.
  • Anlagen 1 bis 5 zur Geschichte des 2. Hannoverschen Feld-Artillerie-Regiments Nr. 26.
  • Abschnitt
  • Anlage 1. Namentliches Verzeichniß der Offiziere, welche in dem bisherigen Großherzoglich Oldenburgischen Artillerie-Korps gedient haben.
  • Anlage 2. Besetzung der oldenburgischen Artillerie-Abtheilung mit Offizieren im Feldzuge 1866.
  • Anlage 3. Besetzung der 1. Fuß-Abtheilung, des Stabes der 2. Fuß-Abtheilung und der 3. und 4. leichten Batterie des Hannoverschen Feld-Artillerie-Regiments Nr. 10 mit Offizieren beim Ausmarsch 1870.
  • Anlage 4. Namentliche Verlustliste.
  • Anlage 5. [Verzeichniß der im Feldzuge 1870/71 dekorierten Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaften.]
  • Abschnitt
  • Abschnitt

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Zitierempfehlung

zeiß, alfred. Geschichte Der Entwickelung Des 2. Hannoverschen Feld-Artillerie-Regiments Nr. 26 : Insonderheit Der Vier Älteren Batterien Desselben. 1898.
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