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mirador

Bibliografische Daten

mirador: mirador

Allgemein

Kategorie:
Fotografie
UrheberIn/BeteiligteR:
MD_PERSON_DISPLAY:
Datierung:
ca. 1960 - ca. 1975
Material / Technik:
Farbfotografie
Dia

Inhalt

Beschreibung:
Heinrich Bernhard Kunst wurde am 19. Mai 1900 in Hatten als Sohn einer Landwirtsfamilie geboren. Nach dem Abschluss der Volksschule Schlutter besuchte Kunst ab 1915 das Lehrerseminar in Oldenburg. Die Lehrerausbildung schloss er mit der zweiten Lehrerprüfung 1924 ab. Unterbrochen wurde seine Ausbildung durch einen Einsatz im Ersten Weltkrieg.
Seine erste Stelle als Lehrer hatte Kunst in Idafehn bei Leer, darauf zog er in den Raum Delmenhorst, wo er kurzzeitig Lehrer in Heidkrug war, bis er 1931 eine Lehrerstelle in Adelheide annahm. Dort lebte er mit seiner Frau und den beiden Töchtern bis nach dem Zweiten Weltkrieg.
Heinrich Kunst war seit Mai 1933 Mitglied der NSDAP, ab August 1933 war er als Parteifunktionär Zellenleiter in Adelheide, bis er im Dezember 1938 kommissarischer Ortsgruppenleiter wurde. Am 26. August 1939 wurde er bereits zur Wehrmacht eingezogen. Als Soldat war Heinrich Kunst die gesamte Zeit des Zweiten Weltkrieges an der Front (Polen, Frankreich, Afrika, Russland und Ungarn) eingesetzt, zuletzt im Rang eines Oberwachtmeisters. Bei Kriegsende geriet er in amerikanische Gefangenschaft, sodass er bis zum 19. September 1947 in Internierungshaft war. Als er aus dem Internierungslager Fallingbostel entlassen wurde, war er bereits in Kategorie 4a – ohne Beschäftigungseinschränkungen – eingestuft. Im schriftlichen Entnazifizierungsverfahren wurde er schließlich in Kategorie V – entlastet – eingestuft. Die Einstufung beruhte darauf, dass er sich selbst durch den Krieg als geläutert erklärte. Zudem setzten sich 50 Eltern, die nicht der Partei angehört hatten, sowie der Elternbeirat der Schule Adelheide für ihn ein. So konnte Kunst seine Lehrertätigkeit wieder aufnehmen, ab 1948 in Neuenburg bei Varel und ab 1954 als Schulleiter der Grundschule Grabstede, wo er bis zu seiner Pensionierung 1966 tätig war.
Seit Beginn der 1920er Jahre entwickelte sich Kunst als Autodidakt zu einem gefragten Heimatfotografen. Er dokumentierte die Landschaft und Natur seiner Heimatregion, Handwerk, Landwirtschaft, Architektur sowie Ortansichten und historische Stätten. Anhand seiner Fotografien hielt er zu verschiedenen Anlässen Lichtbildvorträge, auch auf NS-Veranstaltungen. In der Zeit des Nationalsozialismus hat er außerdem die NS-Kultstätte „Stedingsehre“ in Bookholzberg bei Delmenhorst fotografisch dokumentiert, seine wohl bekannteste Arbeit aus der NS-Zeit. Darüber hinaus hat er ab 1934 regelmäßig Beiträge für die Beilage „Aus der Heimat“ der Oldenburgischen Staatszeitung verfasst, die durch eigene Fotografien illustriert waren. Der erste Bildband mit Fotografien von Heinrich Kunst erschien um 1936 mit dem Titel „Mien schöne Delmenhorster Geest“. In den 1960er und 1970er Jahren erschienen weitere Bildbände, unter anderem „Das Oldenburger Land“, „Ostfriesland“ und „Die Wesermarsch“.
Am 28. November 1976 verstarb Heinrich Kunst an den Folgen eines Verkehrsunfalls. (Gesa Soetbeer)

Wenn Sie weitere Informationen zum hier gezeigten Bildmaterial haben oder Ihnen ein Fehler auffällt, melden Sie sich gerne bei uns! Unsere Kontaktdaten finden Sie auf der Seite zu unserer Einrichtung. (Gesa Soetbeer)

Literatur in Zusammenhang:
H. Kunst, „Das Ammerland in Bildern von gestern und heute“. Holzberg, Oldenburg, 1970.

Literatur in Zusammenhang:
M. Struck und H. Kunst, „Dorfleben im Oldenburger Land in den 50er Jahren“. Wartberg-Verl., Gudensberg-Gleichen, 1999.

Literatur in Zusammenhang:
G. Kaldewei und H. Kunst, „‚’Stedingsehre’ soll für ganz Deutschland ein Wallfahrtsort werden‘ Dokumentation und Geschichte einer NS-Kultstätte auf dem Bookholzberg 1934 - 2005“. Aschenbeck und Holstein, Delmenhorst, 2006.

Literatur in Zusammenhang:
„Niederdeutsche Gedenkstätte Stedingsehre Bookholzberg“. Stalling, Oldenburg.

Literatur in Zusammenhang:
H. Kunst, „Mien schöne Delmenhorster Geest“, Ziehbrunnen-Bildreihe, Bd. 4. Schulzesche Verlbh, Oldenburg, 1937.

Literatur in Zusammenhang:
H. Lübbing, H. Kunst, H. Richters-Franceschi, und H. Castle, „Das Oldenburgerland in Bildern von gestern und heute“. Holzberg, Oldenburg (Oldb.), 1962.

Literatur in Zusammenhang:
H. Kunst und H. Lübbing, „Das Jeverland und die Friesische Wehde in Bildern von gestern und heute“. Holzberg, Oldenburg, 1974.

Literatur in Zusammenhang:
H. Kunst und H. Lübbing, „Die Wesermarsch Butjadingen, Stadland, Moorriem, Stedingen ; in Bildern von gestern und heute“. Holzberg, Oldenburg, 1975.

Literatur in Zusammenhang:
H. Kunst, „Ostfriesland in Bildern von gestern und heute“. Holzberg, Oldenburg, 1973.
Schlagwort:
Heide
Hütehund
Landwirtschaft
Körperliche Arbeit
Handarbeit
Schäfer
Schafherde
Grafik, Fotografie > Fotografie > Diapositiv
Pestruper Heide
Pestrup
Wildeshausen
Pestrup (Wildeshausen, Oldenburg, Niedersachsen)
Wildeshausen (Oldenburg, Niedersachsen)

Weitere Informationen

Objekttyp:
Bild
Sammlung:
Bildgedächtnis Weser-Ems
Einrichtung:
Oldenburgische Landschaft
Aufbewahrungsort:
Oldenburgische Landschaft
Identifikator:
BA-1939

Administrative Daten

Link zur Seite:
https://ku-ni.de/record_kuniweb_2531868
Lizenz der Metadaten:
Lizenz:
Lizenz der Digitalisate:
https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/4.0/deed.de

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Der alte Nettelbeck und die Belagerung von Kolberg : für die deutsche Jugend erzählt
  • Einband
  • Abbildung 1: Nettelbeck zeigt Gneisenau von den Wällen aus die feindlichen Stellungen.
  • Titelseite
  • Vorwort
  • Inhalt.
  • Im Rathskeller zu Kolberg.
  • Nettelbecks Knabenstreiche.
  • Hinaus auf die See!
  • Nettelbeck flieht vor den Rekrutenwerbern.
  • Unter den Seeräubern und beim Kompaßmacher.
  • Abbildung 2: Nettelbeck wird im Canal von englischen Seeräubern überfallen.
  • Kolbergs erste Belagerung durch die Russen. (1758.)
  • Wieder auf der See.
  • Zweite Belagerung Kolbergs (1760) und neue Seeabenteuer.
  • Kolbergs dritte Belagerung und Einnahme (1761).
  • Nettelbecks Erlebnisse mit den Russen und seine Ehrenrettung.
  • Dunkle Tage in Nettelbecks Leben.
  • Abbildung 3: Nettelbecks Jölle wird über Land nach Pollien geschafft.
  • Das geheimnisvolle Schiff.
  • Nettelbeck als Sklavenhändler.
  • Fahrt nach Amerika und Erlebnisse in der Heimat.
  • Preußens Ehre in Lissabon, Marokko und Amsterdam.
  • Nettelbecks letzte Seereisen.
  • Abbildung 4: Nettelbeck unter seinem aufrührerischen Schiffsvolk.
  • Bürgerliches Stillleben (1784-1806).
  • Ein französischer Parlamentär vor Kolberg.
  • Ein Kriegsrath im Rathkeller.
  • Nettelbeck beim Kommandanten.
  • Abbildung 5: Nettelbeck beim Schanzenbau auf dem Hohenberge.
  • Ein Entschluß und ein Ausweg.
  • Schill in Kolberg.
  • Nettelbeck und Schill arbeiten zusammen.
  • Schills Streifzüge bis zum Ende des Jahres 1806.
  • Neue Rüstungen und Ausfälle im Jahre 1807.
  • Die Einschließung der Festung.
  • Die Erstürmung der Hohenbergschanze.
  • Ein Siegesfest und ein französischer Parlamentär.
  • Nettelbeck schreibt an den König.
  • Schills Rückkehr nach Kolberg.
  • Abbildung 6: Grenadiere unter Schill und Waldenfels erobern die Strickertberger Schanze wieder.
  • Schill im Arrest.
  • Nettelbecks letzte Begegnung mit Lucadou.
  • Der Brotspender des Schillschen Korps.
  • Ein heißer Kampfestag.
  • Schills Abreise. Ankunft neuer Truppen.
  • Gneisenaus Ankunft.
  • Ein Rundgang um die Festung.
  • Gneisenau übernimmt das Kommando.
  • Der erste Ausfall der Kolberger.
  • Zum zweiten Mal gegen den Wolfsberg.
  • Hilfe aus England.
  • Der Wolfsberg wird regelmäßig belagert.
  • In der belagerten Stadt.
  • Die Erstürmung der Wolfsbergschanze.
  • Geschütz aus England.
  • Neue Kämpfe um den Wolfsberg.
  • Nettelbeck als Parlamentär.
  • Sechs und dreißig Stunden Bombardement.
  • Abbildung 7: Nettelbeck als Parlamentär zum General Loison geführt.
  • Die Geschütze schweigen.
  • Nettelbecks Verlust und Gewinn.
  • Des Königs Dank.
  • Nettelbeck begrüßt den König in Stargard (1809).
  • Abbildung 8: Nettelbeck begrüßt König Friedrich Wilhelm III und Königin Luise bei ihrem Einzug in Stargard am 21. Dec. 1809.
  • Abschied vom alten Nettelbeck (1824).
  • Karte: Belagerung von Colberg 1807

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niemann, carl ludwig. Geschichte Der Alten Grafschaft Und Des Nachherigen Münster’schen Amtes Kloppenburg. 1873.
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