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Statistische Mittheilungen über die Wirksamkeit der Grossherzogl. Oldenburgischen Irrenheilanstalt zu Wehnen während der ersten 25 Jahre ihres Bestehens : nebst einem Anstaltsbericht für die Zeit vom 1. Januar 1883 bis zum 31. December 1884

Bibliografische Daten

fullscreen: Statistische Mittheilungen über die Wirksamkeit der Grossherzogl. Oldenburgischen Irrenheilanstalt zu Wehnen während der ersten 25 Jahre ihres Bestehens : nebst einem Anstaltsbericht für die Zeit vom 1. Januar 1883 bis zum 31. December 1884

Allgemein

Kategorie:
Fotografie
UrheberIn/BeteiligteR:
MD_PERSON_DISPLAY:
Datierung:
vor 1960
Material / Technik:
Dia
Farbfotografie

Inhalt

Beschreibung:
Heinrich Bernhard Kunst wurde am 19. Mai 1900 in Hatten als Sohn einer Landwirtsfamilie geboren. Nach dem Abschluss der Volksschule Schlutter besuchte Kunst ab 1915 das Lehrerseminar in Oldenburg. Die Lehrerausbildung schloss er mit der zweiten Lehrerprüfung 1924 ab. Unterbrochen wurde seine Ausbildung durch einen Einsatz im Ersten Weltkrieg.
Seine erste Stelle als Lehrer hatte Kunst in Idafehn bei Leer, darauf zog er in den Raum Delmenhorst, wo er kurzzeitig Lehrer in Heidkrug war, bis er 1931 eine Lehrerstelle in Adelheide annahm. Dort lebte er mit seiner Frau und den beiden Töchtern bis nach dem Zweiten Weltkrieg.
Heinrich Kunst war seit Mai 1933 Mitglied der NSDAP, ab August 1933 war er als Parteifunktionär Zellenleiter in Adelheide, bis er im Dezember 1938 kommissarischer Ortsgruppenleiter wurde. Am 26. August 1939 wurde er bereits zur Wehrmacht eingezogen. Als Soldat war Heinrich Kunst die gesamte Zeit des Zweiten Weltkrieges an der Front (Polen, Frankreich, Afrika, Russland und Ungarn) eingesetzt, zuletzt im Rang eines Oberwachtmeisters. Bei Kriegsende geriet er in amerikanische Gefangenschaft, sodass er bis zum 19. September 1947 in Internierungshaft war. Als er aus dem Internierungslager Fallingbostel entlassen wurde, war er bereits in Kategorie 4a – ohne Beschäftigungseinschränkungen – eingestuft. Im schriftlichen Entnazifizierungsverfahren wurde er schließlich in Kategorie V – entlastet – eingestuft. Die Einstufung beruhte darauf, dass er sich selbst durch den Krieg als geläutert erklärte. Zudem setzten sich 50 Eltern, die nicht der Partei angehört hatten, sowie der Elternbeirat der Schule Adelheide für ihn ein. So konnte Kunst seine Lehrertätigkeit wieder aufnehmen, ab 1948 in Neuenburg bei Varel und ab 1954 als Schulleiter der Grundschule Grabstede, wo er bis zu seiner Pensionierung 1966 tätig war.
Seit Beginn der 1920er Jahre entwickelte sich Kunst als Autodidakt zu einem gefragten Heimatfotografen. Er dokumentierte die Landschaft und Natur seiner Heimatregion, Handwerk, Landwirtschaft, Architektur sowie Ortansichten und historische Stätten. Anhand seiner Fotografien hielt er zu verschiedenen Anlässen Lichtbildvorträge, auch auf NS-Veranstaltungen. In der Zeit des Nationalsozialismus hat er außerdem die NS-Kultstätte „Stedingsehre“ in Bookholzberg bei Delmenhorst fotografisch dokumentiert, seine wohl bekannteste Arbeit aus der NS-Zeit. Darüber hinaus hat er ab 1934 regelmäßig Beiträge für die Beilage „Aus der Heimat“ der Oldenburgischen Staatszeitung verfasst, die durch eigene Fotografien illustriert waren. Der erste Bildband mit Fotografien von Heinrich Kunst erschien um 1936 mit dem Titel „Mien schöne Delmenhorster Geest“. In den 1960er und 1970er Jahren erschienen weitere Bildbände, unter anderem „Das Oldenburger Land“, „Ostfriesland“ und „Die Wesermarsch“.
Am 28. November 1976 verstarb Heinrich Kunst an den Folgen eines Verkehrsunfalls. (Gesa Soetbeer)

Wenn Sie weitere Informationen zum hier gezeigten Bildmaterial haben oder Ihnen ein Fehler auffällt, melden Sie sich gerne bei uns! Unsere Kontaktdaten finden Sie auf der Seite zu unserer Einrichtung. (Gesa Soetbeer)

Literatur in Zusammenhang:
M. Struck und H. Kunst, „Dorfleben im Oldenburger Land in den 50er Jahren“. Wartberg-Verl., Gudensberg-Gleichen, 1999.

Literatur in Zusammenhang:
G. Kaldewei und H. Kunst, „‚’Stedingsehre’ soll für ganz Deutschland ein Wallfahrtsort werden‘ Dokumentation und Geschichte einer NS-Kultstätte auf dem Bookholzberg 1934 - 2005“. Aschenbeck und Holstein, Delmenhorst, 2006.

Literatur in Zusammenhang:
„Niederdeutsche Gedenkstätte Stedingsehre Bookholzberg“. Stalling, Oldenburg.

Literatur in Zusammenhang:
H. Kunst, „Mien schöne Delmenhorster Geest“, Ziehbrunnen-Bildreihe, Bd. 4. Schulzesche Verlbh, Oldenburg, 1937.

Literatur in Zusammenhang:
H. Kunst, „Das Ammerland in Bildern von gestern und heute“. Holzberg, Oldenburg, 1970.

Literatur in Zusammenhang:
H. Lübbing, H. Kunst, H. Richters-Franceschi, und H. Castle, „Das Oldenburgerland in Bildern von gestern und heute“. Holzberg, Oldenburg (Oldb.), 1962.

Literatur in Zusammenhang:
H. Kunst und H. Lübbing, „Das Jeverland und die Friesische Wehde in Bildern von gestern und heute“. Holzberg, Oldenburg, 1974.

Literatur in Zusammenhang:
H. Kunst und H. Lübbing, „Die Wesermarsch Butjadingen, Stadland, Moorriem, Stedingen ; in Bildern von gestern und heute“. Holzberg, Oldenburg, 1975.

Literatur in Zusammenhang:
H. Kunst, „Ostfriesland in Bildern von gestern und heute“. Holzberg, Oldenburg, 1973.
Schlagwort:
Oldenburg (Oldenburg)
Schloss
Fassadendekoration
Grafik, Fotografie > Fotografie > Diapositiv
Oldenburg
Oldenburg (Oldb) Oldenburg (Oldenburg) (Niedersachsen)

Weitere Informationen

Objekttyp:
Bild
Sammlung:
Bildgedächtnis Weser-Ems
Einrichtung:
Oldenburgische Landschaft
Aufbewahrungsort:
Oldenburgische Landschaft
Identifikator:
BA-52

Administrative Daten

Link zur Seite:
https://ku-ni.de/record_kuniweb_2520285
Lizenz der Metadaten:
Lizenz:
Lizenz der Digitalisate:
https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/4.0/deed.de

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Statistische Mittheilungen über die Wirksamkeit der Grossherzogl. Oldenburgischen Irrenheilanstalt zu Wehnen während der ersten 25 Jahre ihres Bestehens : nebst einem Anstaltsbericht für die Zeit vom 1. Januar 1883 bis zum 31. December 1884
  • Abschnitt
  • Abschnitt
  • Abschnitt
  • Farbkarte
  • Abschnitt
  • [Einleitung]
  • Tabelle 1. Die Krankenbewegung der Heilanstalt vom 1. April 1858 bis zum 1. April 1883.
  • Tabelle 2. Heimath der Aufgenommenen.
  • Tabelle 3. Stand der Aufgenommenen.
  • Tabelle 4. Confession der Aufgenommenen.
  • Tabelle 5. Krankheitsform der Aufgenommenen.
  • Tabelle 6. Alter der Aufgenommenen bei der Aufnahme in die Anstalt.
  • Tabelle 7. Dauer der Krankheit vor der Aufnahme in die Anstalt.
  • Tabelle 8. Die Krankheitsdauer vor der Aufnahme in die Anstalt und die verschiedenen Krankheitsausgänge der Aufgenommenen.
  • Tabelle 9. Die Krankheitsursachen der aufgenommenen Männer und Frauen.
  • Tabelle 10. Die Confession der Aufgenommenen mit Rücksicht auf erbliche Belastung.
  • Tabelle 11. Das Verhältniss der direct Belasteten zu den Eltern und der höheren Ascendenz mit Rücksicht auf die Krankheitsform, unter Ausschluss der unsicheren Fälle und der Recidiven.
  • Tabelle 12. Krankheitsursachen der aufgenommenen Männer uznd Frauen nach den Krankheitsformen.
  • Tabelle 13. Beruf und Krankheitsformen der Aufgenommenen.
  • Tabelle 14. Die Ausgeschiedenen nach den Krankheitsformen.
  • Tabelle 15. Die Ausgeschiedenen nach Krankheitsform und Erblichkeit.
  • Tabelle 16. Krankheitsdauer der Geheilten in der Anstalt und Krankheitsdauer vor der Aufnahme.
  • Tabelle 17. Gesammt-Krankheitsdauer der Geheilten und durchschnittliche Krankheitsdauer eines Geheilten nach Erblichkeit und Krankheitsformen.
  • Tabelle 18. Alter der Verstorbenen und Krankheitsformen.
  • Tabelle 19. Todesursachen der Gestorbenen.
  • Anstaltsbericht für die Zeit vom 1. Januar 1883 bis zum 31. December 1884.
  • General-Uebersicht der Einnahme und Ausgabe für das Jahr 1883 und 1884.
  • Erträgnisse der Oeconomie.
  • Krankenbewegung der Heilanstalt zu Wehnen in den Jahren 1883 und 1884.
  • Verhältnisse der in den Jahren 1883/84 aufgenommenen 72 Männer und 70 Frauen
  • Verhältnisse der in den Jahren 1883/1884 geheilt entlassenen 23 Männer und 24 Frauen.
  • Verhältnisse der in den Jahren 1883/1884 gebessert aus der Anstalt entlassenen 10 Männer und 12 Frauen.
  • Verhältnisse der in den Jahren 1883/1884 ungeheilt entlassenen 20 Männer und 33 Frauen.
  • Todesfälle. Gestorben sind in den Jahren 1883/1884 in der Anstalt 7 Männer und 7 Frauen.
  • Abschnitt

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Zitierempfehlung

hemkes, . Statistische Mittheilungen Über Die Wirksamkeit Der Grossherzogl. Oldenburgischen Irrenheilanstalt Zu Wehnen Während Der Ersten 25 Jahre Ihres Bestehens : Nebst Einem Anstaltsbericht Für Die Zeit Vom 1. Januar 1883 Bis Zum 31. December 1884. 1885.
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