Kulturerbe Niedersachsen Logo Vollbild
  • Nächstes Bild
  • Letztes Bild
  • Doppelseitenansicht
Wählen Sie mit der Maus den Bildbereich, den Sie teilen möchten.
Bitte wählen Sie aus, welche Information mit einem Klick auf den Link in die Zwischenablage kopiert werden soll:
  • Link zur Seite mit Hinweisbox im Bild
  • Link zu einem IIIF Bildfragment

Eiserne Axt mit hölzernem Schaft

Bibliografische Daten

fullscreen: Eiserne Axt mit hölzernem Schaft

Allgemein

Kategorie:
Archäologie
Datierung:
C14-Methode / Schaft
Fundort:
Westerbeck (Sassenburg, Gifhorn, Niedersachsen)
Material / Technik:
Eisen
Eiche
Maße / Umfang:
Länge: 74,5 cm (Holm)
Breite: 4,5 cm (Axtkörper)
Länge: 20 cm (Axtkörper)

Inhalt

Beschreibung:
Ende 2020 machte Michael Sassenhagen (Steinhorst) auf eine eiserne Axt aufmerksam, die er schon zwischen 2005 und 2010 auf seinem Weideland nahe der Aller bei Westerbeck entdeckt und sogleich gemeldet hatte. Leider wurde das Alter der Axt damals nicht erkannt, weshalb der Finder 2020 erneut vorstellig wurde. Der Fund stammt aus dem Aushub, der nach Flussbaggerungen auf dem rechten Ufer der Aller abgelegt und verteilt worden war. Der Lagerung im Wasser ist zu verdanken, dass nicht nur der eiserne Körper, sondern auch der hölzerne Holm erhalten geblieben ist.
Es handelt sich um eine Bartaxt mit gebogener Schneide und Tüllenschäftung, geradem Nacken und einem abgerundet-rechteckigen Öhr. Der Axtkörper ist 20 cm lang und 4,5 cm breit. Das Gewicht beträgt noch 998 g. Aufgrund der Form und Größe ist das Stück sehr wahrscheinlich als Arbeitsaxt anzusprechen. Vergleichbare Funde aus datierten Zusammenhängen verweisen überwiegend in das 14. und 15. Jahrhundert (Heindel 2019 48-50).
Der stark gebogene Axtholm ist 74,5 cm lang und im Querschnitt rechteckig (D. 2,6 cm, H. 3,0-4,2 cm). Eine AMS-Datierung erbrachte ein Alter von 646±28 BP, was einem kalibrierten Datum von 1283-1328 (43,4 %) bzw. 1346-1395 n. Chr. (52,1 %) entspricht. Nach einer holzanatomischen Untersuchung (Dr. Gerlinde Bigga, Tübingen) handelt es sich um Eichenholz, das insbesondere am mittleren Teil abgehobelt wurde, um einen glatten Griff zu schaffen. Ein Astansatz direkt vor der starken Biegung wurde ebenfalls abgehobelt. Auf einer Schmalseite des Holms finden sich in unregelmäßigen Abständen von 2,5 bis 5,4 cm kleine rechteckige Löcher von bis zu 2,3 cm Tiefe. Vielleicht handelt es sich um Löcher von Nieten, die eine Lederumwicklung hielten. Das Blatt war vermutlich an der gebogenen Seite des Holm befestigt. (Ingo Eichfeld )

Beschrieben in:
Eichfeld 2022: I. Eichfeld, Überraschung auf den zweiten Blick: Eine spätmittelalterliche Axt mit erhaltenem Schaft aus der Aller bei Westerbeck-Neuhaus. 1885 - Geschichten aus der Geschichte des Landkreises Gifhorn. Jahrbuch für 2023, 9-12.

Literatur in Zusammenhang:
Heindel 2019: I. Heindel, Früh- und hochmittelalterliches Werkzeug zwischen Elbe, Saale, Weichsel und Bug, Materialien zur Archäologie in Brandenburg 12 (Rahden / Westf. 2019).

Weitere Informationen

Objekttyp:
3D-Objekt
Sammlung:
Archäologische Sammlung
Einrichtung:
Kreis- und Stadtarchäologie Gifhorn
Aufbewahrungsort:
Kreis- und Stadtarchäologie Gifhorn
Identifikator:
2020/0266

Administrative Daten

Link zur Seite:
https://ku-ni.de/record_kuniweb_1526666
Lizenz der Metadaten:
Lizenz:
Lizenz der Digitalisate:
https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/deed.de

Zitieren und Nachnutzen

Zitieren und Nachnutzen

Hier finden Sie Downloadmöglichkeiten und Zitierlinks zum Werk und aktuellem Bild.

museum_object

METS MARC XML Dublin Core RIS
TOC

Zitierlinks

Zitierlinks

Kontakt

Haben Sie einen Fehler gefunden, eine Idee wie wir das Angebot noch weiter verbessern können oder eine sonstige Frage zu dieser Seite? Schreiben Sie uns und wir melden uns sehr gerne bei Ihnen zurück!

Wie lautet die vierte Ziffer in der Zahlenreihe 987654321?:

Hiermit bestätige ich die Verwendung meiner persönlichen Daten im Rahmen der gestellten Anfrage.