TY - GEN SP - 1 TI - BGS und Polizei AB - Der Gorleben-Treck begann am 25. März 1979 im Wendland und endete mit einer Abschlusskundgebung am 31. März 1979 in Hannover mit etwa 100.000 Teilnehmern. Es war die bisher größte Demonstration in Niedersachsen und die größte Anti-Atom-Demonstration, die bis dahin in Deutschland stattgefunden hatte. Die hohe Teilnehmerzahl beruhte auch auf der Nachricht vom schweren Unfall im US-Atomkraftwerk Three Mile Island am Vorabend der Großkundgebung.

Anlass für den Treck war das sogenannte Gorleben-Hearing, das vom 28. März bis zum 3. April in Hannover auf Einladung von Ministerpräsident Albrecht stattfand. Auf diesem Hearing diskutierten über 60 nationale und internationale Wissenschaftler öffentlich über die Sicherheit von nuklearen Entsorgungsanlagen. Albrecht wollte sich auf diese Weise Klarheit über das in Gorleben geplante Nukleare Entsorgungszentrum (NEZ) verschaffen. Unter dem Eindruck der Großdemonstration in Hannover erklärte er dann am 16. Mai 1979 überraschend, dass "die politischen Voraussetzungen zur Errichtung einer Wiederaufarbeitungsanlage, zurzeit wenigstens, nicht gegeben sind." Die Pläne für ein atomares Endlager hielt er aber aufrecht.

Schlagworte:
Gorleben, Atomkraft, Atommüll, Atomtransport, Hearing, Hannover, Demonstration, Bäuerliche Notgemeinschaft. (Gorleben Archiv / Birgit Huneke)

Beiseitig bedrucktes Plakat mit Fotos vom Treck nach Hannover.
Text:
Mit BGS und Polizei sind wir nicht mehr frei
Gorleben soll leben
Hearing in Hannover-Wozu der ganze Zauber?
Am 29.3. begann ein sogenanntes Hearing mit 62 Wissenschaftlern aus 10 Ländern in Hannover, zu dem der CDU-Ministerpräsident Albrecht geladen hatte......
......Was sind das eigentlich alles für Bohrungen?....die Entscheidung für den Standort Gorleben ist am grünen Tisch längst gefallen - machen wir den Betreibern einen Strich durch die Rechnung! ......
(BI Osterstraße)

Verwendungszweck:
Protest gegen die Atomanlagen in Gorleben CN - record_kuniweb_948129 ER -