TY - GEN SP - 1 TI - Beutel für Gebetsriemen AB - Beutel für Gebetsriemen (hebr. tefillin). Aus cremefarbenem Seidengewebe mit Moiré-artiger Musterung. Futter aus hellem Leinenstoff. An der oberen Öffnung mit schmaler Borte aus Silberlahn gesäumt, der restliche Beutel am Rand mit üppigen Fransen aus Silberlahnkordeln besetzt. Der Beutel kann oben mit einem cremefarbenen Seidenband zusammengezogen und so verschlossen werden. An den Enden des Verschlussbandes große Quasten aus Silberlahnkordel. Auf eine Seite des Beutels sind mit Silberlahn die hebräische Buchstaben yud und resch aufgestickt; sie stehen für hebr. yad, "Hand" und rosch, "Kopf". Dies bezieht sich auf die teffilin schel yad und tefillin schel rosch, die Gebetsriemen für den Arm und den Kopf (vgl. Beispiele in der genisa von Niederzissen/Eifel).
(Städtisches Museum Göttingen)

Beschrieben in:
„Jüdisches Kulturgerät im Lande Niedersachsen : Ausstellung im jüdischen Kulturzentrum Hannover, Haeckelstraße 10“. Goltze, Göttingen, 1969. (Waldemar Röhrbein, Jüdisches Kultgerät, Göttingen 1968, S. 7, Nr. 4.)

Beschrieben in:
„700 Jahre Juden in Südniedersachsen - Geschichte und religiöses Leben : Ausstellung im Städtischen Museum Göttingen vom 14. Oktober bis 9. Dezember 1973. Siebenhundert Jahre Juden in Südniedersachsen - Geschichte und religiöses Leben“. Städt. Museum, Göttingen, 1973. (Waldemar Röhrbein, 700 Jahre Juden in Südniedersachsen, Göttingen 1973, S. 73, Nr. 239.) CN - record_kuniweb_942907 ER -