TY - GEN
SP - 1
TI - Vergrößerung der Walkenrieder Gipsfabrik bei Walkenried, 1905
AB - Zeichnung – schwarz-weiß
Herstellungsort – Königshütte, (Bad) Lauterberg
Auftraggeber und Standort:
Walkenrieder Gipsfabrik Albrecht Meier & Co., Walkenried
Information:
Zur Inventarnummer gehören zwei verschiedene Zeichnungen.
Anmerkung zum Auftraggeber:
Als sich 1864 mit dem Hütteneleven Albrecht Meier ein technisch wie auch wohl kaufmännisch versierter Gipshersteller in Walkenried niederließ, begann eine neue Ära der Gipsherstellung. Nachdem Albrecht Meier die Gipsbrennerei 1868 übertragen wurde, führte er im so genannten „Meier‘schen Ofen“ das Verfahren ein, dass der Gips nur noch durch die Brenngase erhitzt wurde und nicht mehr mit dem Brennmaterial direkt in Verbindung kam.
Hierdurch wurde die Gefahr des reduzierenden Brennens bei mangelhafter Luftzuführung eliminiert; der Brand war überdies gleichmäßiger.
Albrecht Meier machte auch Versuche mit ausschließlicher Verwendung von Gips im Hausbau und errichtete zu diesem Zweck u.a. die Villa auf dem Betriebsgrundstück.
Nachdem Albrecht Meier 1904 verstarb, erwarb Fritz Rode die Walkenrieder Gipsfabrik und erweiterte diese 1905 durch eine moderne Gipskocherei, 1906 durch eine Dampfmaschine, 1908 einen Gleisanschluss und 1925 durch den ersten Drehofen in der Südharzer Gipsindustrie. Ende der 1970er Jahre verkaufte sein Sohn die Gipsfabrik an die Firma Börgardts (Kutzhütte). Im Oktober 1979 wurden alle Produktionsgebäude der Walkenrieder Gipsfabrik nach über 225-jähriger Tradition abgerissen.
aus:
Historische Gipsverarbeitung - Karstwanderweg
https://www.karstwanderweg.de/kww043b.htm
(Förderkreis Königshütte Bad Lauterberg e.V)
Maßstab: 1 zu 200
Literatur in Zusammenhang:
Reinboth, Fritz - Zur Gipsbrennerei und Gipsindustrie am Harz, Harz-Zeitschrift, 69. Jahrgang 2017 S. 98ff
CN - record_kuniweb_907984
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