TY - GEN
SP - 2
TI - Scheibenfibel
AB - Im Zuge einer Feldbegehung trat auf einer Ackerfläche nordwestlich des heutigen Ortes eine Scheibenfibel zutage. Es handelt sich um ein gegossenes Stück mit runder Platte. Reste eines Dekors waren zum Zeitpunkt der Auffindung nicht mehr vorhanden.
In der Durchlochung der halbrunden Nadelrast hat sich ein kleines Nadelfragment erhalten. Der Nadelhalter ist hakenförmig ausgezogen und greift dreiviertelrund um. Diese Form und die Tatsache, dass es sich um ein vollgegossenes Stück handelt, lassen den Vergleich mit verschiedenen karolinger- und ottonenzeitlichen Fibeltypen zu (Stephan 2000, 111; Wamers 1994, 50 ff.). Im näheren Umfeld gibt es keine bekannten Fundstellen dieser Zeitstellung, weshalb es sich vermutlich um einen Verlustfund handelt. (Boes 04/2017)
Ausgrabungs- / Untersuchungsdatum: 20. Oktober 2016
Literatur in Zusammenhang:
H. -G. Stephan, „Studien zur Siedlungsentwicklung und -struktur von Stadt und Reichskloster Corvey (800-1670): eine Gesamtdarstellung auf der Grundlage archäologischer und historischer Quellen. Göttinger Schriften zur Vor- und Frühgeschichte ; 26, 1-3“. Wachholtz, Neumünster, 2000.
Literatur in Zusammenhang:
„Die frühmittelalterlichen Lesefunde aus der Löhrstrasse (Baustelle Hilton II) in Mainz. Mainzer archäologische Schriften ; 1“. Archäologische Denkmalpflege, Amt Mainz, Mainz, 1994.
CN - record_kuniweb_907588
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