TY - GEN
SP - 7
TI - Flintdolch mit Lederscheide
AB - Flintdolch mit erhaltener Lederscheide. Es gibt nur drei Flintdolche in Europa, bei denen Teile der Lederscheide erhalten sind. Kein zweites Stück ist so vollständig wie der Flintdolch von Wiepenkathen. Die Scheide aus Schafleder ziert ein Tannenzweigmuster. Innen schützt eine Ledereinlage die Klinge. Der hölzerne Griff ist mit gewebter Wolle aus Schafgrannen, Pferde-, Rinder- und Ziegenhaaren ausgefüttert – der älteste Nachweis von Wolle in ganz Europa. Die Kettfäden bestanden aus Pflanzenfasern. Die sorgfältig um den Dolch gewickelten Lederriemen legen nahe, dass es sich um eine gezielte Niederlegung handeln muss.
Entdeckt wurde der einzigartige Fund 1935 beim Torfstechen in 2,75m Tiefe. (Museen Stade | GHV)
Beschrieben in:
„Fundsache : Archäologie zwischen Oste und Elbe“. MCE Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG (Medien Contor Elbe), Drochtersen, 2013. (S. 42-43)
Beschrieben in:
? Cassau, „Einzigartiger steinzeitlicher Moorfund in Wiepenkathen, Kr. Stade : (vorläufiger Fundbericht)“, Die Kunde, Bd. 3, Nr. 7/8. Niedersächsischer Landesverein für Urgeschichte, Hannover, S. 130-132, 1935.
Literatur in Zusammenhang:
P. Müller, „Die Ausgrabungsmaschine : 6 Fundgeschichten aus Stade. Die Ausgrabungsmaschine$$dsechs Fundgeschichten aus Stade. Illustrationen“. Stade, 2015.
Beschrieben in:
A. Cassau, „Ein Feuersteindolch mit Holzgriff und Lederscheide aus Wiepenkathen, Kreis Stade“. Stade, 1937.
Beschrieben in:
A. Cassau, „Ein Feuersteindolch mit Holzgriff und Lederscheide aus Wiepenkathen, Kreis Stade“, Bd. 27. Stader Geschichts- und Heimatverein, Stade, 1937.
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