TY - GEN SP - 5 CN - record_kuniweb_676060 TI - Rezente Schnecken: »Rifftrompete« (Strombus) AB - Vor 545 Millionen Jahren, im Kambrium, entwickelte sich die Gruppe der Schnecken. Innerhalb ihres Weichkörpers bilden sie Mineralkristalle, die sie zum Bau von Schalen einsetzen konnten. Bei Muscheln sind dabei zwei spiegelsymmetrische Schalen zu verzeichnen; bei Schnecken handelt es sich hingegen immer um nur eine Schale, die oft spiralig und vorwiegend rechtsgewunden ausgebildet wird. Die »Biomineralisation« dient dem Schutz des Weichkörpers vor Fressfeinden. Schnecken nutzen dabei die beiden Erscheinungsformen des Kalkziumkarbonats, den meist in prismatischer Form ausgeschiedenen Calcit und den vielfach perlmuttbildenden Aragonit. An den beiden indopazifischen Großschnecken lässt sich dies gut studieren – während der eigentliche Corpus besonders der großen »Rifftrompete« (Syrinx aruanus) aus dem zudem chemisch stabileren Calcit besteht, erkennt man bei der Breiten Flügelschnecke (Strombus latissimus) den Aragonit des Wohnkammerbereiches deutlich am opalisierenden Schillern und am lackartigen Glanz. (Niedersächsisches Landesmuseum Hannover) ER -