TY - GEN SP - 9 TI - »Fürstengrab« von Marwedel AB - Als diplomatische Geschenke oder Beutegut gelangten Luxusartikel aus dem Römischen Reich in die Hände der Germanen. Besonders im 2. und 3. Jahrhundert erreichten exklusive Güter aus dem Reich und seinen Provinzen den Norden. Importwaren wurden zu Statussymbolen der Reichen und Mächtigen. Selbst die Toten stattete man für ihren Aufenthalt im Jenseits mit diesen kostbaren Gegenständen aus. Zwei Gräber aus dem 2. Jahrhundert mit derartigen Beigaben fanden sich in der Nähe von Marwedel im Landkreis Lüchow-Dannenberg. Archäologen bezeichnen solche Grablegen von unverbrannten Leichnamen aus der Römischen Kaiserzeit (1.-4. Jahrhundert), die überreich mit Importwaren und Objekten aus Edelmetall versehen sind, als »Fürstengräber«. Man vermutet, dass die Toten Angehörige der lokalen Oberschichten waren, denn aus den Gebieten der damals germanischen Welt sind lediglich 60 derartige Grabstätten bekannt. (Niedersächsisches Landesmuseum Hannover) CN - record_kuniweb_676040 ER -