TY - GEN SP - 8 TI - Tontasse von Oldendorf AB - Kannten die Erbauer der Großsteingräber schon Goldgefäße? Dafür spricht dieses handgeformte Meisterwerk steinzeitlicher Töpferkunst, das typische Merkmale getriebener Metallgefäße besitzt. Die porzellanfeine Tasse wurde als Totenbeigabe in einem Großsteingrab ausgegraben. Der scharfe Schulterknick, die feine Eindellung ihres Bodens und der scheinbar angenietete Henkelansatz unterscheiden sie von allen anderen Tongefäßen. Sie wirkt wie die Tonkopie einer Metalltasse. Gleich alte Vorbilder aus Kupfer oder Gold sind jedoch auch in den metallverarbeitenden Kulturen Europas bisher unbekannt. Ein Grund könnte die Seltenheit solch wertvoller Ritualgeräte sein: Als Opfergaben außerhalb von Siedlungen und Gräbern deponiert wären sie fast unauffindbar. (Niedersächsisches Landesmuseum Hannover) CN - record_kuniweb_676035 ER -